23:23 bei den Eulen – TuS-Ausgleich-Remer 19 Sekunden vor Ende

Zweiter Punktgewinn, zweiter Teilerfolg: Der absolute Befreiungsschlag war das vielleicht für den TuS noch nicht am Donnerstagabend mit dem 23:23 bei Mitaufsteiger Eulen Ludwigshafen. Doch gefühlt war das Ganze eher ein gewonnener Punkt für die Ziercke-Schützlinge, denn erst 19 Sekunden vor der Schlusssirene verwandelte Tim Remer seine Einwurfchance vom Kreis zum Endstand. Eine letzte Auszeit wie auch der letzte Angriff der Hausherren brachte dann keine Resultatsveränderung mehr. Also die TuS-Mannschaft lebt weiterhin – um dieses Wort zu gebrauchen. Diese Partie wogte hin und her, kein Team konnte sich so recht absetzen. Bei der 15:13-Führung von Nettelstedt (37. Minute) sah es sehr gut aus, dann folgte ein 5:1-Lauf für Ludwigshafen. Dass es eher ein gewonnener Punkt war – das sahen TuS-Spieler in ersten Stellungnahmen nach der nervenaufreibenden Partie auch so. Also alles psychologisch hilfreich für die kommenden Partien.

 

Doch nun wieder der Reihe nach: Der TuS trat am Rhein im schwarzen Heimtrikot an, Tim Remer und Luka Rakovic besetzten die Außenpositionen. Zu Beginn gab es einige Ballverluste zu beklagen, allerdings auf beiden Seiten. Die Eulen hatten Anwurf und die ersten beiden Treffer für sich. Das 1:0 (1. Minute) markierte Schmidt, ein TuS-Wurf wurde geblockt und zum 2:0 traf Scholz (2.). Das 2:1 durch Marko Bagaric (3.) bedeutete den ersten Treffer für Lübbecke. Ein TuS-Fehlwurf und drei technische Fehler, davon zwei von den Eulen, waren sodann zu notieren. Auf das 3:1 (5.) durch Schmidt antwortete Lukasz Gierak mit dem 3:2. In der Folgezeit baute Ludwigshafen jeweils seinen Vorsprung auf zwei Treffer aus, aber stets schafften die Nettelstedter den Anschluss. Das ging bis zum 7:6 (14.) so, zwei schöne Treffer von Luka Rakovic waren mit dabei. Nicht zu vergessen aber auch, dass in dieser Phase Joel Birlehm einen Siebenmeter von Durak abwehrte und auch den Nachwurf unschädlich machte! Auf das 7:6 (Torbrügge, 14.) folgte ein Fehlwurf der Gastgeber, so wurde der Weg frei zum 7:7-Ausgleich des TuS in der 16. Spielminute.

Wieder übertrafen sich beide Seiten kurz danach bei Fehlwürfen und technischen Fehlern, ehe der Nils Torbrügge (aus Eulen-Sicht) zum 7:8 (20.) traf, also erstmals führte der TuS in dieser Partie. Nun legten die Hausherren bis zur Halbzeitpause aber rasch immer einen Treffer vor, die Gäste schafften jeweils den Ausgleich. Aufregung kurz beim TuS, als Pontus Zetterman am Hals etwas „ab“ bekam und bis zur Pause zunächst ausfiel. Das 10:10 (27.) gelang Lukasz Gierak und den 11:11-Pausenstand besorgte Tim Remer, als er in der Schlusssekunde seinen Siebenmeter verwandelte.
Kleine statistische Zwischenbilanz zur Pause: 4:1 Tore von außen für Lübbecke, 5:1 Treffer für die Eulen bei sogenannten Fernwürfen, mit 2:0 Toren lag Ludwigshafen auch bei den Tempogegenstößen vorn.

Nach der Pause baute der TuS sich einen 15:13-Vorsprung auf. Joel Birlehm glänzte in dieser Phase auch wieder mit Paraden, während auch sein Gegenüber Klier ein paar Mal sich auszeichnen konnte. Tim Remer war der Torschütze zum 13:11 (35.), Nils Torbrügge gelang das 14:12 (35.) wie auch das 15:13 (37.). Zweimal hatte Lübbecke dann kein Zielwasser getrunken („frei vor“), sodass die Eulen das 15:15 dank eines verwandelten Siebenmeters von Feld bejubeln durften. Nun hatten die Hausherren wieder das Momentum für sich, führten streckenweise wieder mit zwei Toren, nachdem Marko Bagaric (41.) erst noch das 16:16 gelungen war. Nach einem Treffer von TuS-Torwart Joel Birlehm (zum 19:18-Anschluss nach 46 Minuten!) markierte Dippe für die Gastgeber die 20:18-Führung und Aaron Ziercke entschied sich für eine Auszeit (47.). Den 20:20-Ausgleich durfte der TuS dank Tim Remer bejubeln (Siebenmeter, 49.). Einige Zeitstrafen und sogar eine Rote Karte (gegen Ante Kaleb, 56.) machten Nettelstedt aber noch zusätzlich zu schaffen.

Die Torfolge der letzten zehn Minuten (und Weiteres) hier am besten noch im Telegrammstil: 50. Minute Zeitstrafe gegen Moritz Schade; 50. 21:10 für die Eulen durch Schmidt; 52. Technischer Fehler beim TuS; 52. Auszeit der Eulen; 52. Eulen-Wurf daneben; 53. 21:21 durch Tim Remer; 53. Parade Joel Birlehm; 55. 22:21 für Ludwigshafen durch Egelhof; 55. Klier-Parade; 55. Wurf der Eulen daneben, es war Remmlinger; 55. 22:22 TuS-Jubel dank Luka Rakovic, 56. Rote Karte gegen den TuS (Ante Kaleb – wie schon erwähnt); 57. 23:22 für die Eulen; 58. TuS-Wurf landet nicht im Tor (Klier hält); Peter Tatai nun für Joel Birlehm im TuS-Kasten; 59. Eulen-Wurf vom TuS gehalten (Parade Tatai); 60. 23:23-Ausgleich für den TuS (60., genauer: 19 Sekunden vor Schluss dank Tim Remer vom Kreis); 60. nochmals Auszeit von Ludwigshafen; 60. der letzte Angriff der Gastgeber blieb ohne Erfolg; Die Uhr stand auf 60:00, das Spiel war beendet!! 60. Dennoch direkter Freiwurf Ludwigshafen, dieser landet im TuS-Block; Zweiter Punktgewinn für Lübbecke!

 

Stimme zum Spiel:

Aaron Ziercke (TuS N-Lübbecke): „Ich wiederhole mich in meinem Resümee – wie schon beim Auswärts-Unentschieden vor eineinhalb Wochen in Leipzig. Wieder war es ein gewonnener Punkt, letztlich aber auch ein verlorener… Dass wir uns so kurz vor Ende fürs Dagegenhalten und für den großen Kampf mit dem Ausgleichstor belohnen, ist natürlich klasse. Und doch ist ja bekannt, dass wir gerade diese Partie unbedingt gewinnen wollten. So manche Situation aus den 60 Minuten werden wir uns noch mal genauer auf Video anschauen müssen. Noch ist jetzt alles recht frisch, um eine detaillierte Analyse zu geben. Klar ist aber, dass wir bei der 15:13-Führung sieben Minuten nach der Halbzeit zweimal >frei vor< scheitern… Gegen Ende gab es manch eine Zeitstrafe gegen uns. Was die Sache auch nicht einfacher machte. Doch haben die Jungs grad da sich sehr abgeklärt verhalten.“  

Statistik:

Eulen Ludwigshafen: Klier, Peribonio; Bührer, Dietrich, Dippe (3), Durak (1), Egelhof (1), Falk, Feld (2/1), Haider (1), Remmlinger (2), Schmidt (5), Scholz (2), Stüber, Weber (6).

TuS N-Lübbecke: Tatai, Birlehm (1); Genz, Kaleb, Bechtloff, Grabaczyk, Gierak (3), Bagaric (3), Gruszka, Rakovic (4), Torbrügge (4), Schade, Zetterman, Remer (8/2).

Siebenmeter: 1/3 – 2/2 –Feld und Durak an Birlehm

Zeitstrafen: 10:10 Minuten Schmidt (14. + 24.), Dippe (30.), Remmlinger (37.), Stüber (45.) – Grabarczyk (10. + 39.), Schade (42. + 50.), Torbrügge (45.)

Disqualifikation: Kaleb (56.)

Schiedsrichter: Fabian Baumgart / Sascha Wild

Zuschauer: 2.035 in der Friedrich-Ebert-Halle Ludwigshafen

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