45 Minuten reichen nicht aus: TuS verliert mit 19:26 beim VfL Gummersbach

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Das Duell der beiden ehemaligen Erstligisten entschied der VfL Gummersbach am Mittwochabend mit 26:19 (10:9) für sich. Für den TuS N-Lübbecke ist es damit die 3. Niederlage (nach Dormagen und Ferndorf) in Folge. Die ersten 45 Minuten sahen die Zuschauer ein solides Zweitligamatch, beide Mannschaften kämpften vorbildlich, warfen alles in die Waagschale. Dann aber brach der TuS ein, geriet aus dem Konzept und verfiel in alte Muster. Dieses nutzte der VfL Gummersbach gnadenlos aus und wandelte in den letzten 10 Minuten eine 18:16-Führung in einen 26:19-Sieg. Damit steht der TuS nun mit 5:9 Punkten auf Rang 14 der Tabelle.>/h5>

 

Der VfL Gummersbach hatte Anwurf und Janko Bozovic traf zum 1:0 für die Gastgeber. Ein technischer Fehler des TuS konterte Johannes Jepsen mit einer Parade gegen den freien Kreisläufer Kontrec. Im Gegenzug spielte der TuS vorne clever und Jan-Eric Speckmann glich per Kempa zum 1:1 (5.) aus. Einen technischen Fehler des VfL nutze Dominik Ebner mit dem 2:1 (6.) zur ersten TuS-Führung. Alexander Hermann egalisierte jedoch direkt wieder für Gummersbach. Während einer Zweiminutenstrafe, die Patryk Walczak verbüßte, netzte Marvin Sommer per Strafwurf zum 2:3 ein. Dieses Mal glich der TuS in Person von Marian Orlowski zum 3:3 aus (8.). Schröter und Hermann legten bis zur 11. Minute für den VfL erstmals mit 2 zum 5:3 vor. Peter Strosack via Siebenmeter, Hermann für den VfL und Dominik Ebner sorgten für den 6:5 (14.) Zwischenstand. In den folgenden Minuten zeichnete sich Johannes Jepsen aus, der einen größeren Rückstand des TuS prima verhinderte. Ein Block von Moritz Schade landete dennoch beim VfL und Stüber nutzte diese Vorlage zum 7:5 (20.). Ein verworfener Siebenmeter von Marian Orlowski, fiel zunächst nicht weiter ins Gewicht, denn Peter Strosack besorgte direkt den 6:7-Anschluss (21.) für Nettelstedt. Erneut Strosack, der den Ball in der Abwehr eroberte, glich per Strafwurf nach einem Foul an Gerrit Genz zum 7:7 aus. Direkt danach legte VfL-Trainer Torge Greve die grüne Karte (24.). Fortan ging es munter weiter: Schröter von Linksaußen für den VfL und Marian Orlowski aus dem Rückraum für unseren TuS sorgten für das 8:8 nach 25 Minuten. Stüber vom Kreis besorgte die erneute Gummersbacher Führung, die Moritz Schade nach einem tollen Anspiel an den Kreis sicher zum 9:9 verwandelte. Eine Parade von Peter Tatai, der inzwischen für Johannes Jepsen in den TuS-Kasten kam, spielte den TuS mehr als nur in die Karten, der technische Fehler des TuS, ein Stürmerfoul des VfL, ein zu langer Pass von Orlowski auf Speckmann und wieder Tatai für den TuS. Unter Druck passte der VfL den Ball ins Aus und Gerrit Genz tankte sich klasse durch und traf zur 10:9-Halbzeitführung.

Lübbecke kam gut aus der Kabine, Roman Becvar erhöhte die Führung auf 11:9 (31.) und Marian Orlowski hielt den Vorsprung mit seinem Treffer zum 12:10 (33.). Sommer per Siebenmeter und erneut Hermann glichen für den VfL allerdings wieder aus, so stand´s 12:12 nach 36 Minuten. Roman Becvar war es der zum 13:12 für den TuS traf. Gummersbachs Bozovic stand ihm allerdings in Nichts nach und glich für den VfL zum 13:13 aus (39.), woraufhin Emir Kurtagic die erste Auszeit der 2. Halbzeit nahm (39.). Mit Valentin Spohn und Jens Bechtloff kam anschließend auch neues Personal beim TuS. Ein Wurf in den Block und ein missglückter Kempa auf Seiten des TuS nutzte Bozovic zur 14:13-Führung für den VfL. Das 14:14 versenkte „Valle“ in perfekter Shooter-Manier und legte zum 15:14 (44.)direkt per Unterarmwurf nach. Hermann und zwei Mal Sommer per Strafwurf brachten Gummersbach wieder in Front. Dominik Ebner kassierte eine Zweiminutenstrafe, Valentin Spohn scheiterte an Puhle, aber Peter Tatai im TuS-Tor hielt ebenso mit einer Parade dagegen. Eine weitere Zeitstrafe gegen Patryk Walczak und eine weitere obendrein wegen Meckerns brachte dem TuS eine dreifache Unterzahlsituation ein. 28 Sekunden lang richteten Gerrit Genz, Marko Bagaric, Marian Orlowski und Jens Bechtloff es allein. Villgrattner und anschließend Genz für Nettelstedt ließen den Gummersbacher Vorsprung nicht weiter anwachsen (18:16, 50. Min.). Stüber und Puhle mit dem 20:16 ließen Emir Kurtag eine weitere Auszeit nehmen. Ein technischer Fehler auf Seiten des TuS und erneut Stüber brachte Gummersbach mit 21:16 weiter in eine komfortablere Position. Peter Strosack verkürzte noch einmal zum 17:21, ehe auch Toge Greve die Auszeit für seinen VfL nahm. Wieder waren es Stüber und ein weiteres Mal Hermann für den VfL , ehe Ebner per Schlagwurf für den TuS zum 23:18 (57.) traf. Einmal noch Stüber und zwei Gegenstöße von Sommer besiegelten den verdienten VfL-Sieg. Ein letzter Treffer von Jens Bechtloff mit dem 19. TuS-Tor war lediglich Ergebniskosmetik.

 

Stimme zum Spiel

Emir Kurtagic: Glückwunsch an Torge und den VfL. Das Ergebnis ist eindeutig und Gummersbach hat auch verdient gewonnen. 45 Minuten haben wir unseren Matchplan durchgezogen, dann gibt es 2 Schlüsselaktionen, ein Stürmerfoul und die Zweiminutenstrafe gegen Dominik Ebner. In dieser Phase verlieren wir 3:0. Die Halle beginnt zu kochen, Gummersbach bekommt noch einmal Luft und die Brust wird breiter. Zu sagen, dass die Niederlage zu hoch ausgefallen ist, bringt jetzt auch nichts, das können wir uns sparen, denn Gummersbach hat – wie gesagt – verdient gewonnen.“

 

Statistik

VfL Gummersbach:

Ivic, Puhle; Schröter (2), Fanger, Dayan, Baumgärtner, Blohme, Kontrec, Sommer (7/4), Hermann (7), Herzig, Meinhardt, Villgrattner (1), Stüber (6), Becker, Bozovic (3).

TuS N-Lübbecke: Tatai, Jepsen; Becvar (2), Genz (2), Walczak, Bechtloff (1), Ebner (3), Gierak, Strosack (4/2), Mundus, Spohn (2), Schade (1), Orlowski (3/1), Speckmann (1).

Siebenmeter: 4/4 – 3/4 – Orlowski an Ivic (21.)

Zeitstrafen: 3: 5 – Becker (16.), Kontrec (21. + 28.) – (Walczak (7. + 24. 49.(2 +2 Min.) ), Ebner (47.)

Disqualifikation: Walczak (49., 3. Zeitstrafe)

Schiedsrichter: Thomas Kern und Thorsten Kuschel

Zuschauer 3.026 in der Schwalbe Arena Gummersbach


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