Beste Saisonleistung: TuS N-Lübbecke fertigt starkes Balingen ab

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„Das war heute Abend unsere beste und konzentrierteste Saisonleistung“, nahm der TuS-Trainer am Samstag ganz zurecht kein Blatt vor den Mund ob des hoch verdienten 33:27 (13:11)-Sieges seiner Jungs über ein lange Zeit engagiert und stark dagegenhaltendes Balingen. Und Aaron Ziercke fand Zustimmung bei seinem Kollegen Jens Bürkle. Der Balinger Coach äußerte sich ebenfalls sehr lobend über eine Lübbecker Mannschaft, die nun wohl endgültig in der jungen Zweitliga-Saison angekommen ist. Was für eine Steigerung gegenüber den 4:6 Punkten von vor gerade mal vier Wochen. Nach 10:0 Zählern am Stück geht Nettelstedt in die 14-tägige Spielpause als Tabellenvierter! Nur noch drei Punkte fehlen an Rang eins, zwei am nächstliegenden Aufstiegsplatz.

 

Näheres zum Spielverlauf: Zweimal gingen die Gäste in Führung, beim 0:1 durch Romas Kirveliavicius (2. Minute) sowie mit dem 2:3 (6.), das Gregor Thomann erzielte. Nichtsdestotrotz war der TuS auch hier schon wach und auf zack und blieb dies dann bis zur 60. Spielminute! Das 1:1 (3.) durch Lukasz Gierak war Lübbeckes erster Treffer des Abends. Einfach mal drauf hielt Dener Jaanimaa, als er zum 2:1 (4.) traf. Aus dem 2:3 wurde rasch ein 5:3, auch weil – was sonst – Joel Birlehm gleich dreimal parierte. Per zweiter Welle kam Peter Strosack zum 3:3 (7.), Patryk Walczak beim 4:3 (8.), als er sich am Kreis schulmäßig durchsetzte, während Dener Jaanimma sein 5:3 (10.) mit einem Schlagwurf (besser gesagt: einer „Granante“) markierte.

Der TuS war längst richtig gut in der Partie, abschütteln ließen sich die starken Gäste aber nicht. Letztmalig ausgleichen konnte an diesem Abend Balingen zum 6:6 (13.) durch Schoch. Ins leere HBW-Tor senkte sich das Leder bei Marko Bagarics 7:6 (15.) und herrlich freigespielt am Kreis wurde beim 8:6 (16.) Patryk Walczak. Quasi selbst in gute Wurfposition brachte sich Deener Jaanimaa, ehe er zum 9:7 (17.) vollendete. Und nach einer weiteren Birlehm-Parade gelang auch das nächste Tor dem Ex-Melsunger, der seinerseits das leere Tor vorfand: 10:7 nach 18 Minuten.

Jetzt tobte die Lübbecker Merkur-Arena erst recht! Nach mustergültigem TuS-Zusammenspiel gelang Jó Gerrit Genz das 11:8 (22.) und Valentin Spohn setzte dann ein „ganzes Pfund“ in seinen Wurf zum 12:9 (26.). Gegen die alten Kameraden tat „Valle“ dies natürlich besonders gut. Auch der letzte TuS-Treffer vor der Pause gelang dem Ex-Balinger, als er das 13:10 (29.) schaffte. Gut gemacht vor allem deshalb, weil hier schon Zeitspiel angezeigt war!

Im zweiten Durchgang hielten sich die Balinger lange Zeit noch gut in der Partie. Das Gefühl, der TuS könne an diesem Abend nicht gewinnen, kam aber dennoch nie auf. Der Lübbecker 4:2-Lauf zwischen der 36. und der 40. Minute brachte schon mal gut Luft, vom 16:14 zum 20:16! Marko Bagaric, der in der Abwehr eine ausgezeichnete Leistung ablieferte, traf zum 17:14 (36.) per zweiter Welle, Dener Jaanimaas Wurf aus ungewohnter halblinker Position ins lange Eck war das 18:14 (37.), während der Este beim 19:14 (39.) aus halbrechts eine 1:1-Situation für sich entschied. Im dritten TuS-Versuch binnen drei Sekunden (!) vollendete Patryk Walczak dann zum 20:16 (40.).

Nun spielte Lübbecke die Partie weiter locker nach Hause. Lockerheit aber als Stärke. Es gab auch keinen (gewissen) Abfall mehr wie noch vor einer Woche in Großwallstadt in den letzten ca. zehn Minuten. Balingen ging mit zwei Leuten nun häufiger aus der 6:0-Deckung raus, es half den Gästen aber auch nichts mehr. Zudem verzichtete Balingen in den letzten rund zehn Minuten darauf, statt des Torwarts den siebten Feldspieler zu bringen. Da war die Sache dann ja auch endgültig gelaufen. Schön, dass am Schluss auch Jan Eric-Speckmann und Luka Rakovic noch eingewechselt wurden.

Highlights in der Schlussviertelstunde (u.a.): ein gehaltener Siebenmeter von Peter Tatai gegen Gretarsson), Jens Bechtloffs Aufsetzer zum 22:17 (43.), Walczaks 25:19 (48.) nach Jaanimaa-Assist, Gieraks Gewaltwurf in die kurze Ecke (26:20, 49.), ein weiterer Tor-Wurf ins leere Balingen-Gehäuse, der Bagaric gelang (27:20, 50.) sowie Bechtloffs Treffer im Liegen (29:22, 53.).Der Rest war großer und verdienter TuS-Jubel am Ende eines wunderschönen Handball-Abends!

 

Stimmen zum Spiel:

Aaron Ziercke (TuS N-Lübbecke): „Das war heute Abend unsere beste und konzentrierteste Saisonleistung. Und dies gegen einen guten Gegner, der auch im zweiten Abschnitt noch lange an uns dranblieb. Wurde es mal wieder etwas knapper, haben wir super dagegengehalten. In der Halbzeit haben wir besprochen, weitere Wurffehler zu vermeiden. Uns passiert in jeder Halbzeit nur je ein technischer Fehler. So konnte Balingen auch kaum mal sein Tempogegenstoßspiel durchsetzen. Auch unsere Abwehr hat ganz super gearbeitet. Der Sieg geht auch in der Höhe vollkommen in Ordnung. Weiter geht’s!“

Jens Bürkle (HBW Balingen-Weilstetten): „Das war eine sehr, sehr gute Leistung des TuS. Wenn es auch unserer Fehler mit bedurft hat. Bis zum 16:14-Zwischenstand war es recht eng. Doch mehr und mehr ist da ein TuS-Flaggschiff auf uns zugekommen. Wir leisteten uns insgesamt zu viele Fehler. Zudem haben wir Walczak am Kreis nicht aufhalten können, der uns sieben Treffer einschenkt. Und dann war da noch Jaanimaa, der beste Halbrechte der Liga, der auch Tore aus dem Nichts erzielen kann. Wir fanden da keine Lösungen. Wir verlieren auch in dieser Deutlichkeit verdient.“

TuS N-Lübbecke: Birlehm (12 Paraden), Tatai (3/1 Paraden); Genz (1), Walczak (7), Bechtloff (5/1), Gierak (3), Bagaric (2), Strosack (4), Rakovic, Spohn (4), Jaanimaa (7), Schade, Speckmann, Hövels.

HBW Balingen-Weilstetten: Baumeister (3 Paraden), Mrkva (11 Paraden); Zobel (1), Niemeyer, Foth (1), Kirveliavicius (1), Flohr (1), Hausmann (1), Thomann (6/1), Friedrich (3), Nothdurft, Gretarsson (3/3), Strobel (6), Schoch (3), Oliveira (1), Saueressig.

Siebenmeter: 1/1 : 5/4 (Gretarsson scheitert an Tatai)

Zeitstrafen: 6:4 (min.) = (Walczak (19.), Schade (26.), Spohn (29.) / Flohr (14.), Kirveliavicius 43.))

Spielfilm: 0:1 (2.), 2:2 (5.), 2:3 (6.), 5:3 (10.), 6:6 (13.), 8:6 (16.), 10:7 (18.), 11:9 (24.), 13:11 (30.) – 13:12 (31.), 15:12 (35.), 16:14 (36.), 18:14 (37.), 20:17 (41.), 22:17 (43.), 25:20 (48.), 27:20 (50.), 29:22 (53.), 30:23 (54.), 30:25 (57.), 32:25 (58.), 33:27(60.).

Schiedsrichter:
Christian vom Dorff / Fabian vom Dorff

Zuschauer: 1.485 in der Merkur Arena Lübbecke

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