Der nächste große Schritt: 32:26 bei Bad Schwartau

Der TuS N-Lübbecke hat am Freitagabend das Match beim VfL Bad Schwartau mit 32:26 (16:17) für sich entschieden und so einen weiteren großen Schritt nach vorn getan. Der TuS sorgte, wie schon im Hinspiel vergangenen Oktober, allerdings erst aufgrund einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit für klare Verhältnisse. Zwischen der 27. und 38. Minute gelang den Schützlingen Aaron Zierckes mit einem halbzeitübergreifenden 10:3-Lauf die Vorentscheidung. Treffsicherstes TuS-Ass an diesem Abend: Pontus Zetterman, der sich mit eindrucksvollen 10/2 Treffern zurückgemeldet hat, nachdem er zuvor ein kleines Formtief gehabt hatte. Damit bleibt der TuS N-Lübbecke selbstverständlich Tabellenführer der 2. Handball-Bundesliga und hat zumindest für knapp 24 Stunden lang den Vorsprung auf den TV Hüttenberg (Samstag um 17 Uhr in Aue) auf 5 Plus-Punkte vergrößert. Der Abstand auf den ersten Nicht-Aufstiegsplatz ist für den Moment auf 9 Plus-Punkte angewachsen.

 

Es sollte zunächst das vom TuS-Trainer vorhergesagte „Abwehr-Spiel“ werden, schließlich trafen die beiden defensivstärksten Mannschaften der Liga hier aufeinander. Piotr Grabarczyk blockte gleich den ersten Wurfversuch des Bad Schwartauers Jan Schuldt, doch Antonio Metzner sorgte nur wenig später für das 0:1 aus TuS-Sicht (2.). Nach 4 Minuten glich Pontus Zetterman zum 3:3 aus und Ramon Tauabo markierte mit seinem Treffer zum 4:3 (6.) die erste TuS-Führung des Abends. Diese Führung sollte aber nicht lange bestehen bleiben, beim 5:5 egalisierte Wischniewski für den VfL erneut. Aufgrund eines Doppelschlags Jan Schuldts zum 5:6 und 5:7 sprang für die Marmeladenstädter die erste 2-Tore-Führung der Partie heraus und dieser Vorsprung hielt bis zur Pause. Zwar gelang es dem Nettelstedter Team in den folgenden Minuten immer mal wieder, zu verkürzen, der Ausgleich fiel aber nicht, im Gegenteil. Torwart-Routinier Nikola Blazicko erhielt in der 15. Minute eine Zweiminutenstrafe und Peter Tatai rückte für ihn und den fälligen Strafwurf zwischen die TuS-Pfosten. Leider konnte Peter sich nicht gleich mit einer Parade einfügen und so verwandelte Classen zum 10:8 und Jan Schuldt erhöhte gar zum 11:8 (17.). Kurz danach erhielt Tim Remer nach einem von den Schiedsrichtern gewerteten Foul vom Gespann Thöne / Zupanovic die Rote Karte und Bad Schwartau schaffte ein weiteres Tor zum 12:8. Da Jens Bechtloff aufgrund einer Fiebererkrankung in Lübbecke geblieben war, spielte Kenji Hövels nun auf Linkasaußen und löste seine Aufgabe sehr gut. Schließlich gelang es Nils Torbrügge, die TuS-Torflaute seit der 14. Minute mit seinem zweiten Treffer zum 9:12 (20.) zu beenden. Im Gegenzug stellte allerdings Bad Schwartaus Antonio Metzner den alten 4-Tore-Vorsprung wieder her. In Unterzahl (Metzner erhielt eine Zweiminutenstrafe) nahm Trainer Torge Grewe Torhüter Dennis Klockmann von der Platte und brachte den 6. Feldspieler. Eine Auszeit des Schwartauer Trainers (22.) brachte seine Mannschaft eher etwas aus dem Konzept. Sie spielte weiterhin in Unterzahl (Bruno Zimmermann nahm nun auf der Bank Platz) und die TuS-Mannschaft zeigte tolle Moral, kämpfte sich über die nun agierende 3:2:1-Abwehr mit dem vorgezogenen Ante Kaleb richtig stark in die Partie. Nils Torbrügge und Branimir Koloper brachten die Nettelstedter auf 12:15 (26.) heran und wieder eine Zeitstrafe gegen Bad Schwartau (diesmal traf es Christoph Schlichting) ließen Pontus Zetterman zwei Mal erst zum 15:16 und anschließend zum 16:16-Ausgleich einnetzen. Mit der Halbzeitsirene erzielte Tim Claasen für den VfL jedoch die 17:16-Halbzeitführung für die Gastgeber.

Der TuS begann den zweiten Durchgang hervorragend. Direkt nach Wiederanwurf gelang Pontus Zetterman der 17:17-Ausgleich (31.) und Ante Kaleb und Ramon Tauabo erhöhte nach Tatai-Paraden auf 19:17 für den TuS! Die Partie war nun – nach dem 5:4 aus der 7. Minute sowie nach dem zwischenzeitlichen 5-Tore-Rückstand aus der ersten Halbzeit – gedreht. Nach dem 21:18 von Kenji Hövels nahm VfL-Trainer Torge Grewe eine weitere Auszeit. Diese bewirkte allerdings nicht viel für Bad Schwartau. Lukasz Gierak schraubte die TuS-Führung mit seinem Treffer zum 22:18 (37.) weiter in die Höhe. Die zu diesem Zeitpunkt herausgespielte Führung behielt Lübbecke vorerst, stand jetzt auch deutlich sicherer in der 3:2:1-Abwehr und überstand auch eine Unterzahlphase (Kenji Hövels drückte die Strafbank) schadlos. In der 50. Minute läutete TuS-Trainer Aaron Ziercke mit seiner ersten Auszeit die Schlussoffensive ein, in der Lukasz Gierak sein 5. Tor zum 29:24 (50.) folgen ließ. Den Schlusstreffer zum aufgrund der tollen 2. Halbzeit auch in der Höhe verdienten 32:26-Sieg setzte Ante Kaleb in der 58. Minute. Einmal mehr Peter Tatai parierte in der Schlussminute noch einen Strafwurf Christoph Wischniewskis.

 

Stimme zum Spiel:

Aaron Ziercke: „ In der ersten Halbzeit haben wir nur im Angriff vernünftig gespielt. In der Abwehr waren wir viel zu passiv und Jan Schuldt hat aus dem Rückraum prima getroffen. Nach dem Rückstand haben wir uns dann in das Spiel hineingekämpft, die Abwehr auf eine 3:2:1-Formation mit Ante Kaleb als vorgezogenen Mann, der das sehr gut gemacht hat, umgestellt und so die Bälle in der Abwehr gewonnen. Auch Kenji Hövels hat auf Linksaußen ein gutes Spiel gemacht. Wir haben das in Rostock schon einmal gespielt und daran habe ich mich erinnert. Auch freut es mich sehr, dass Pontus Zetterman nach seinem kleinen Tief mit so einem starken Match zurückgekommen ist.“

 

Statistik:

VfL Bad Schwartau: Mallwitz, Klockmann; Akermann (1), Ranke (1),Zimmermann (3), Waschul (1), Schult (6), Damm, Fuchs, Classen (3/1), Wischnieewski (2/1), Schlichting (1), Bruhn (2), Metzner (6).

TuS N-Lübbecke: Blazicko, Tatai; Genz, Kaleb (3), Grabarczyk, Gierak (5), Tauabo (5), Gruszka, Torbrügge (3), Zetterman (10/2), Koloper (2), Hövels (4), Remer.

Siebenmeter: Zetterman an Klockmann (4.) – Damm an Blazicko (5.), Wieschnewski anTatai (59.)

Zeitstrafen: 7 – 5 Metzner (20 + 36.), Zimmermann (22.), Schlichting (27. +51.), Ramke (35. + 41.) – Blazicko (15.), Koloper (28.), Gierak (38.), Hövels (43.), Tauabo (53.)

Disqualifikation: Remer (17.) glatt Rot

Schiedsrichter: Thöne / Zupanovic

Zuschauer: 2.072

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