Der vierte Sieg hintereinander: Nun war Dormagen an der Reihe – 36:25 für den TuS N-Lübbecke

Vor 1.517 Zuschauern in der Lübbecker Merkur Arena gelang es dem TuS N-Lübbecke, auch im vierten Spiel hintereinander erneut siegreich zu bleiben. Dabei geriet der 36:25 (18:13)-Erfolg am Samstagabend nie ernsthaft in Gefahr. Nur beim 0:1 und 6:7 lag der TSV Bayer Dormagen mal kurz in Front. Mit zunehmender Spieldauer bekamen die Hausherren die Partie immer mehr in die Hand, waren die mit Abstand bessere Mannschaft, später wurde über weiter Phasen geradezu gezaubert. Die Bilanz der Kurtagic-Schützlinge im neuen Kalenderjahr: Satte 8:0 Punkte. So darf es weitergehen, jetzt auswärts in Ferndorf und am 6. März gegen Altmeister Gummersbach. Wer diesmal nicht in die Merkur Arena gekommen war, hat auf jeden Fall viel versäumt…

 

Zum Spielverlauf im Detail: Anwurf hatte Bayer Dormagen und Patrick Hüter riss auch rasch einen Siebener, den Reuland zum 0:1 (2. Minute) einnetzte. Valentin Spohn gelang aber das 1:1 (3.), es war ein Sprungwurf und der Ball landete im linken unteren Eck. Per zweiter Welle ließ Patrick Walczak das 2:1 (3.) folgen. Beim 3:1 durch Peter Strosack (5.) war dieser schön von Jó Gerrit Genz freigespielt worden. Im Tempogegenstoß erhöhte Jan-Eric Speckmann auf 4:1 (5.).
Klasse „im 1 gegen 1“ setzte sich „Valle“ Spohn vor seinem 5:3 (7.) durch. Doch drei Treffer hintereinander brachten die Gäste mit 5:6 in Front, letztmalig in dieser Begegnung. Der TuS schlug schnell zurück. „Valle“ Spohn brach wieder durch, es stand 6:6 (10.). Dann sahen die Zuschauer Peter Strosacks Tempogegenstoß zum 7:6, der TuS-Rechtsaußen warf den Ball ins leere Dormagen-Gehäuse. Jó Gerrits Genz war für das 8:6 verantwortlich, er traf ins lange Eck. Die weiteren Lübbecker Tore bis zur Halbzeit: Valentin Spohn (13.) zum 9:7, Jó Gerrit Genz (15.) zum 10:8 (Unterarmwurf), Valentin Spohn zum 11:9 (16.) (Aufsetzer), das 12:9 durch Bagaric (17., Tempogegenstoß), zwischendrin weitere Tatai-Paraden, per „3. Welle“ Orlowski mit dem 13:9, (19.), Marko Bagaric schaffte das 14:9 (18.). Und schließlich waren noch Treffer zu bejubeln, die Speckmann zum 15:10 (23.), Ebner zum 16:12 (26.) (Unterzahl), Peter Strosack zum 17:12 (27.) (wieder Unterzahl) und wieder Speckmann zum 18:12 (30.) (ins leere Tor) jubeln ließen.

Bei Wiederbeginn gehörte dem TuS N-Lübbecke der Anwurf. Die Geschichte der zweiten Hälfte ist schnell erzählt. Es fielen viele Tore, die wackeren Gäste kamen für einen Sieg nicht mehr infrage – und der TuS durfte seine Fans weiterhin mit richtig gutem Handball verwöhnen. Toll z.B. das 19:13 (31.) durch Peter Strosack. Roman Becvar hatten nur den Pfosten getroffen, den Abpraller aber gesichert und zu Peter Strosack gesteckt, der dann vollendete. Wieder etwas Besonderes nur eine Minute später: Peter Tatai wehrte einen Siebener ab, der Ball kullerte aber hinter ihn, bis an den rechten Pfosten, wo das kleine Leder buchstäblich kleben blieb! Dem Harz sei dank!

Was noch auffiel, waren im zweiten Durchgang die vielen Unterzahltore der Kurtagic-Schützlinge. Auch ein Zeichen für die Überlegenheit des TuS an diesem Abend. Erst in der 38. Minute fiel beim 22:14 das erste Bayer-Tor der 2. Halbzeit. Glatt Rot gab es gegen Patryk Walczak (44:15 Minuten), kein hartes Foul. Es fiel bei diesem Handball-Fest aber weder auf – noch ins Gewicht. Zum Einsatz kamen in der Endphase beim TuS noch Johannes Jepsen im Kasten und Marvin Mundus auf Rechtsaußen.

In der 56. Minute kam es zum 32:23 durch „Specki“ Speckmann, trotz Festhaltens gelang Dominik Ebner das 33:24 (57.) Zum letzten Treffer dieses Abends kam „Mo“ Schade in der Schlussminute. Es war der Endstand zum 36:25. Die Merkur Arena bebte vor Glück, die TuS-Spieler hüpften im Kreis!

 

Stimmen zum Spiel:

Emir Kurtagic (TuS N-Lübbecke): „Wir wussten, dass Dormagen aus personellen Gründen nicht viel wechseln konnte. Und dass wir auch daher als klarer Favorit hier heute Abend ins Rennen gegen würden. Aber gerade solche Spiele können dann sehr gefährlich werden. Doch meine Mannschaft hat das alles super gelöst, ich darf den Jungs ein Riesenkompliment machen. Ein ganz dickes Lob möchte ich auch unserem Publikum aussprechen. Was da an Stimmung von den Rängen kam – eine nochmalige Steigerung gegenüber dem Coburg-Spiel. Tausend Dank!

Dusko Bilanovic (TSV Bayer Dormagen): „Das war ein verdienter Sieg für den TuS. Wir haben gut zehn Minuten mithalten können, aber dann wurde es ein sehr schweres Spiel für uns, auch weil wir stark ersatzgeschwächt hier auflaufen mussten. So hatten wir im Rückraum nur drei Spieler zur Verfügung. Für mich ist der TuS N-Lübbecke derzeit das stärkste Team in der 2. Liga.“

 

Statistik:

TuS N-Lübbecke: Tatai (10/2 P.), Jepsen (1 P.); Becvar (2), Genz (3), Walczak (2), Bechtloff, Ebner (2), Gierak, Bagaric (2), Strosack (5/1), Mundus, Spohn (7), Schade (2), Orlowski (6), Speckmann (5).

TSV Bayer Dormagen: Boieck (1 P.), Bartmann (4 P.); Johannmeyer, Reuland (7/6), Görgen (3), Richter (6/2), Löfström (2), I. Hüter (4), Mast, P. Hüter (2), Braun, Sterba, Grbavac (1), Mircic.

Siebenmeter: 1/1 – 8/10 – Reuland an Tatai (32.), Richter an Tatai (45.)

Zweiminuten: Genz (25. + 32.), Bagaric (41.), Ebner (49.) – P. Hüter (8.), Reuland (27.)

Disqualifikation: Walczak (45.)

Schiedsrichter: Leonard Bona und Malte Frank

Zuschauer: 1.517 in der Merkur Arena

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