Dieser Freitagabend machte Laune: TuS war Herr im Haus und landete ungefährdeten 27:20-Sieg über Emsdetten

Vor 1.423 Zuschauern in der Lübbecker Merkur Arena landete der TuS N-Lübbecke am Freitagabend einen nie gefährdeten 27:20 (14:8)-Erfolg über den TV Emsdetten. Schon früh war so gut wie alles klar, auch später kamen die Gäste nie mehr in Schlagweite. Nun freut sich der TuS bereits auf sein nächstes Heimspiel, es findet schon kommenden Freitag gegen das Spitzenteam aus Coburg statt. Der Nettelstedter Handball-Start in die 2020-er Jahre ist also vollauf gelungen. Weiter so!

 

Zum Spielverlauf: Der TuS N-Lübbecke startete in die Partie mit der Abwehrformation Strosack, Genz, Walczak, Bagaric, Gierak, Bechtloff und natürlich mit einem Torwart, zum Start Peter Tatai. Im Angriff kam Valentin Spohn für Marko Bagaric. Den Anwurf hatte also der TV Emsdetten. Wintereinkauf Alvis Jurdzs fand aber in Peter Tatai seinen Meister, woraufhin Marko Bagaric per Zweiter Welle zum 1:0 traf (1. Minute). Das 1:1 ließ nicht lange auf sich warten, es gelang Julian Damm (2.). Die nächsten positiven Aktionen gehörten klar den Kurtagic-Schützlingen. Seinen Rückraumwurf hatte Jó Gerrit Genz rasch angesetzt: 2:1 (3.). Erneut verwarf Jurdzs gegen Tatai und kassierte obendrein noch eine Zeitstrafe.

Eine „Abwehr durch den Kreis“ ließ sich das Gäste-Team zuschulden kommen. Den fälligen Siebener für den TuS versenkte Peter Strosack gegen Madert zum 3:1 (5.). Wieder eine Parade sodann von Peter Tatai (gegen Schliedermann) und Nettelstedt kam zum 4:1 durch „Valle“ Spohn (7.). Die TuS- Abwehr stand weiter bestens. Wieder wurde ein Pass abgefangen, der Tempogegenstoß folgte auf dem Fuße und Peter Strosack erzielte das 5:1 (10.). Auch ganz logisch, dass nun Emsdetten sein Heil in einer Auszeit suchte, bei 9 Minuten 17 Sekunden.

Wasielewski (10.) verkürzte auf 5:2 (10.) und der TuS zielte zu ungenau. Alles aber kein Problem für die Hausherren, denn einmal mehr parierte Peter Tatai gegen Jurdzs. Das 6:2 (13.) von Patryk Walczak war ein Gedicht, sein Heber zum Entzücken. Julian Damm riss auf Emsdettener Seite einen Siebenmeter und es stand nur noch 6:3 (13.), es war Holzner gegen Tatai. „Mo“ Schade war toll freigespielt worden, als er daraufhin zum 7:3 (14.) traf. Auch auf einen weiteren Damm-Treffer hatte der TuS eine Antwort, „Valle“ Spohn erzielte das 8:4 (15.) und der Ball landete im langen Eck.

Nach einer neuerlichen Tatai-Parade und einem geblockten TVE-Wurf siegte Valentin Spohn in einem „1 gegen 1“ und vollendete zum 9:4 (17.). Erneut Spohn kam zum 10:5 (20.) mit einem wahren Hammerwurf. Ab der 21. Minute ging bei den Gästen Paske für Madert zwischen die Pfosten. Lukasz Gierak riss einen Siebener, den Peter Strosack gegen Paske zum 11:6 in der 24. Minute verwandelte. Jens Bechtloffs Heber alsbald zum 12:7 (25.). Er war dabei von seinen Mannschaftskameraden toll freigespielt worden. EM-Ass Roman Becvar kam für Nettelstedt nun in die Partie und Jó Gerrit Genz traf unter die Latte zum 13:7 in Unterzahl (27.). Eine Granate von Valentin Spohn brachte das 14:8 (29.). Es war bereits der Halbzeitstand.

Bei Wiederbeginn gehörte der Anwurf dem TuS. Jan-Eric Speckmann kam nun bei Lübbecke auf die Spielfläche. Lukasz Gieraks Aufsetzer in den Winkel bedeutete das 15:8 (32.). In der Folgezeit sollte Emsdetten nicht mehr gefährlich für den TuS werden, auch wenn die Gäste ganz hervorragend kämpften. Fast ein Klassenunterschied wurde dennoch deutlich. Erneut Lukasz Gierak warf ins lange Eck zum 16:10 (35.). Er hatte seinen Wurf vorher geschickt angetäuscht. Peter Strosacks Heber war bereits das 17:10 (38.).

Die Partie in der Merkur Arena weiter (leicht verkürzt) im Telegrammstil: TVE-Fehlpass Wesseling; 18:12, 40., Tempogegenstoß Strosack; Kolk (TVE) verwirft; Super im „1 gegen 1“ zum 19:12, 41. Spohn; Parade Tatai; im Tempogegenstoß 20:12, Speckmann in Überzahl; Gierak, 44., 21:13; ganz tolle Parade von Tatai mit dem Fuß; Ebner, 45., 22:13; ab 49. Jepsen im TuS Kasten; Schade, 50., 23:15 vom Kreis; Siebener Speckmann Tor zum 24:16 (52.).
Die TuS-Treffer bis zum Ende: Ebner ins kurze Eck; 53. 25:17; Ebner reißt Siebener; Speckmann verwandelt zum 26:17, 54.; Tempogegenstoß, 58.,27:19 durch Speckmann; Endstand 27:20!

 

Stimmen zum Spiel:

Emir Kurtagic (TuS N-Lübbecke): „Ich habe mich gefreut, dass wir bereit waren – nach einigen Wochen Wettkampfpause – über die ganzen 60 Minuten so präsent zu sein. Toll war auch die klasse Leistung unserer Abwehr, vor der Pause hat sie nur 8 Gegentore zugelassen. Später habe ich durchgewechselt, da kam auch kein Bruch in unser Spiel. Wir haben drei anstrengende Wochen der Vorbereitung hinter uns, die Mannschaft hat sich den verdienten Lohn heute Abend abgeholt.“

Daniel Kubes (TV Emsdetten): „Wir haben heute Abend eine miserable Effektivität im Angriff. Dass es hier schwer für uns werden könne, war uns andererseits schon vorher klar. Lübbecke verfügt nun einmal über ein starkes Team. Unsere kommende Partie gegen Krefeld ist für uns schon so etwas wie ein Matchball, aber auch in allen anderen Spielen werden stets zwei Punkte vergeben. Die Klasse zu halten, das wird für uns eh schwer genug. Anders auftreten als heute Abend müssen wir aber auf jeden Fall.“

Statistik:

TuS N-Lübbecke: Tatai (9 P. ), Jepsen (4 P.); Becvar, Genz (2), Walczak (1), Bechtloff (1), Ebner (2), Gierak (3), Bagaric (1), Strosack (5/2), Mundus, Spohn (6), Schade (2), Speckmann (4/2).

TV Emsdetten: Paske (7 P. ), Madert; Weischer, KressToom (1), Kolk (1), Schliedermann (2), Wasielewski (7), Dräger, Damm (2), Holzner (2), Smits, Wesseling (2), Schalles (2), Mojzis.

Siebenmeter: 4/4 – 2/3 Holzner an Jepsen

Zeitstrafen: 4: 5 Genz (37.), Bechtloff (29.), Gierak (21. + 26.) – Wasielewski (37. + 41.), Dräger (19.), Jurdzs (5. + 32.)

Schiedsrichter: Julian Fedtke / Niels Wienrich

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