Dieser TuS macht wieder richtig Spaß – Ungefährdetes 31:25 über TV Emsdetten

Der vierte Sieg hintereinander, fünf Spiele ohne Niederlage: Die Mannschaft des TuS N-Lübbecke hat sich ihr kurzes Weihnachtsfest mehr als redlich verdient. Auch wenn erst mit dem Abschluss des Kalenderjahres und nach den noch ausstehenden zwei Spielen in Gummersbach (27.12.) und zuhause gegen Wilhelmshaven (30.12.) genauer Bilanz gezogen werden sollte, bleibt festzuhalten: Diesem TuS zuzuschauen, macht derzeit ganz viel Spaß. Am Mittwochabend siegten die Kurtagic-Schützlinge in der MerkurArena mit 31:25 (20:14) gegen den TV Emsdetten, vom früheren Nettelstedt-Trainer Aaron Ziercke gecoacht. Auch wenn am allerbesten „Valle“ Spohn (8) und Tom Skroblien (8/2) einnetzten, war es auch ein Erfolg des Kollektivs. Von den 14 eingesetzten Feldspielern waren 12 TuS-Asse an den Torerfolgen beteiligt. Jetzt Sonntag, 27.12., 17 Uhr, reist der TuS dann zum Spitzenspiel nach Gummersbach.

 

Genaueres zum Spielverlauf: Mannschaftskapitän Peter Strosack traf aus halblinker Position vom Kreis zum 1:0 für die Gastgeber (1. Minute), Kolk (2.) kam für Emsdetten zum einzigen Ausgleichstreffer des ganzen Abends. Tom Skroblien von links außen (3.), Valentin Spohn halblinks (5.) und Marko Bagaric bei zweiter Welle (6.) schraubten das Resultat rasch auf 4:1 hoch. Eine Jepsen-Parade war eine gute Unterstützung in dieser Anfangsphase. Der TuS beherrschte weiter die Szenerie, erzielte dank Peter Strosack in Unterzahl das 5:2 (7.) und „Valle“ Spohns „Kracher“ bedeutete das 6:2 (9.). Nachdem Valentin Spohn mit Unterarmwurf das 8:4 gelang (11.), kamen die Gäste etwas besser in Schwung und auch wieder mehr zum Torewerfen.

Beim 9:7 (14.) von Wesseling war der TVE am nächsten dran. Einen Dreierpack der „Rothemden“ gab es aber bald zu bejubeln. Tom Skroblien aus seiner Linksaußenposition vollendete zum 10:7 (16.) und Lutz Heiny markierte bei zweiter Welle das 11:7 (17.), während nach 18 Minuten Yannick Dräger aus 12 Metern ins leere Emsdetten-Tor vollenden konnte – 12:7 (18.). Besonders schöne Tore bis zur Halbzeitpause des TuS seien hier gern noch aufgelistet. So entsprang das 13:8 (19.) einem Kempa-Trick (Strosack gab den Ball und Skroblien warf ihn hinein). Das 15:11 (24.) erzielte „Valle“ Spohn, erwähnenswert auch, weil extrem Zeitspiel drohte. Nach dem 17:14 hatten die Kurtagic-Schützlinge bis zur Pausensirene einen 3:0-Lauf: 18:14 (26.), Skroblien (Tempogegenstoß); 19:14 (29.), Spohn (durch die Beine des gegnerischen Torwarts); 20:14 (30.), Spohn (ins kurze Eck).

Nach der Pause warfen beide Teams noch je 11 Tore. Der TuS N-Lübbecke konnte und durfte also von seinem Halbzeitvorsprung bis zum Ende sehr gut zehren. Und am verdienten Erfolg gab es nichts zu deuteln. Wie versprochen vom Trainer, kamen nun auch TuS-Asse zum Einsatz, die sonst nicht immer zur „ersten 7“ gehören. Marvin Mundus löste Peter Strosack ab, Roman Becvar machte Dampf, auf links außen agierte Jan-Eric Speckmann. Ebenso fügten sich Bogdan Criciotoiu und Marek Nissen prima ein. Beim TuS gab es am Mittwochabend nicht einen Schwachpunkt. Und zwischen den Pfosten steigerte sich Johannes Jepsen im zweiten Durchgang prächtig, 9 der 11 Paraden zeigte er nach dem Pausentee. So spielte Jepsen diesmal – von einem Siebenmeter abgesehen – die 60 Minuten durch.

Nach Roman Becvars 29:21 (51. Minute), durch die Beine des Torwarts, häuften sich ein paar Fehler beim TuS, die aber völlig bedeutungslos blieben. Bis auf 29:25 (57.) schloss der TV Emsdetten auf. Als es einen Lattenknaller des TuS gab, glaubte Emsdetten den Ball sicher zu haben, aber Marek Nissen schnappte sich das kleine Leder geistesgegenwärtig und erzielte beim 30:25 (58.) sein erstes Bundesligator! Den letzten Treffer des Spiels markierte für Nettelstedt-Lübbecke Bogdan Criciotoiu, es war der Endstand zum 31:25 (59.), wie ein Strich flog der Ball hoch und knapp unter die Latte des TVE-Tores. Mit einer weiteren Johannes-Jepsen-Parade endete die Partie endgültig.

 

Stimmen zum Spiel:

Emir Kurtagic (TuS N-Lübbecke): „Ja, es trifft zu. Die Stimmung in unserer Mannschaft ist bestens. Aber wenn Du öfter gewinnst, ist das auch völlig normal. Logisch, dass wir entspannter und mit mehr Freude zurzeit Handball spielen. Ich mache meinen Jungs ein Riesenkompliment auch dieses Mal. Wir waren heute Abend wach und bereit. In der 2. Halbzeit hatten wir uns längst einen guten Vorsprung erarbeitet und dann die Dinge auch etwas locker laufen lassen. Doch das spricht für die Qualität unserer Truppe. Wir haben 60 Minuten ein gutes Tempospiel gehabt und Souveränität gezeigt. Auch Emsdetten hat uns viel abverlangt, nicht nur dank zweier starker Rückraumschützen.“

Aaron Ziercke (TV Emsdetten): „Lübbecke hat völlig verdient gewonnen. Der TuS hat von Anfang an die Partie bestimmt, vieles gut auf den Punkt gebracht. Unserem 4:8-Rückstand nach 11 Minuten sind wir dann immer hinterhergelaufen. Vor der Pause bei 14:17 versäumen wir es, unsere Chancen zu verwerten. Beim 21:29 10 Minuten vor dem Schlusspfiff war die Sache für den TuS endgültig klar und er hat das locker zu Ende gespielt. Ich mache aber auch meiner Mannschaft ein Kompliment, da manches auch bei uns funktioniert hat. Nicht so ganz einverstanden bin ich mit der Verteilung der Zeitstrafen durch die Schiris, was am Spielergebnis aber nichts groß geändert hätte.“

 

Statistik:

TuS N-Lübbecke: Rezar, Jepsen (11 P.); Becvar (1), Heiny (1), Ebner (2), Petreikis, Bagaric (3), Strosack (3), Mundus (1), Dräger (1), Spohn (8), Nissen (1), Speckmann, Petrovsky (1), Skroblien (8/2), Criciotoiu (1).

TV Emsdetten: Paske (4 P.), Lücke, Madert (5 P.); Demerza (3), Kress (1), Terhaer (2), Nowatzki, Kolk (1), Wasielewski (5), Urban (1), Damm, Holzner, Wesseling (9/2), Stüber (3), Mojzis.

Siebenmeter: 2/2 – 2/2

Zeitstrafen: 2:6 Bagaric (6.), Nissen (60.) – Wasielewski (9.), Stüber (9. + 28.), Kress (15.), Demerza (24. + 48.)

Schiedsrichter: Darnel Jansen, Lucas Helbusch

Zuschauer: – in der Merkur Arena

  • Leos Petrovsky
  • Jan-Eric Speckmann
  • Marek Nissen
  • Lutz Heiny
  • Bogdan Criciotoiu
  • Tom Skroblien
  • Dominik Ebner
  • Jan-Eric Speckmann

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