Ein paar Fehler zu viel: 24:27 in Gummersbach

Nach fünf Spielen ohne Niederlage, bei vier Siegen am Stück, hat es den TuS N-Lübbecke mal wieder erwischt. Das Topspiel der 2. Liga am Sonntagnachmittag beim VfL Gummersbach ging 24:27 (10:14) verloren. Bis zur 10. Minute war es noch eine Partie auf Augenhöhe, dann aber erlaubte sich der TuS bis zur 17. Spielminute leider eine Torflaute. In dieser Phase warf der VfL Gummersbach einen Drei-Tore-Vorsprung heraus, dem der TuS von nun an hinterherlief. Die Rote Karte von Leos Petrovsky kurz vor der Halbzeitpause nahm Nettelstedt eine weitere Option. Diese erneute Schwächephase des TuS nutzten die Gastgeber und bauten den Vorsprung weiter auf 17:10 aus. Zwar kämpfte sich Lübbecke immer wieder heran, für einen Sieg kamen die Kurtagic-Schützlinge allerdings nicht mehr in Frage. Trotz der Niederlage bleibt der TuS N-Lübbecke auf Tabellenplatz 3 – bei jetzt 18:8 Punkten. Weiter geht es für die Kurtagic-Sieben bereits am Mittwoch, dann mit dem letzten Heimspiel des Jahres gegen den Wilhelmshavener HV. Anwurf in der Merkur Arena ist um 19.30 Uhr.

 

Zum Spielverlauf konkreter: Der TuS hatte Anwurf und Lutz Heiny erzielte direkt das 1:0 (1. Minute). Blohme glich für den VfL aus und wieder Lutz Heiny brachte Nettelstedt mit 2:1 (3.) in Führung. Schon bei den ersten Angriffen wurde klar, dass die Defensivreihen heute gut aufgelegt waren. Das 2:2 glich Vidarsson vom Kreis aus und nach einer Puhle-Parade netzte Blohme zum 2:3 für den VfL ein. Im direkten Gegenzug traf Tom Skroblien zum 3:3-Ausgeleich (6.). Nach einem verwandelten Santos-Siebenmeter markierte erneut Lutz Heiny das 4:4 (8.).

In Unterzahl parierte Aljosa Rezar gegen Santos, Hermann „klaute“ im nächsten TuS-Angriff den Ball und versenkte diesen im leeren TuS-Tor. Zwei TuS-Fehler in Folge nutze der VfL gnadenlos aus und Lübbecke geriet mit 4:7 (12.) in Rückstand. Folglich legte Trainer Emir Kurtagic die Grüne Karte für eine Auszeit. Eine Puhle-Parade gegen Ebner und ein verwandelter Tempogegenstoß von Santos vergrößerte den Abstand auf „5“ (4:9, 16.). Roman Becvar führte nun im Angriff Regie und traf direkt sehenswert zum 5:9 (17.). Auch Aljosa Rezar half nun mit einer Parade mit und Valentin Spohn, der ja schon gegen Emsdetten „gezündet“ hatte, netzte blitzsauber zum 6:9 (18.) ein. Ein vergebener VfL-Angriff, eine weitere Rezar-Parade und ein Durchbruch von Bogdan Criciotoiu brachten den TuS wieder auf 7:9 (20.) heran. So nahm auch VfL-Trainer Sigurdsson seine erste Auszeit (20.).

Danach trafen Hermann für den VfL (7:10) und „Valle“ Spohn für den TuS zum 8:10 (21.), der auch den folgenden Treffer für den TuS zum 9:11 (22.) schaffte. Wieder zwei Treffer für die Oberbergischen brachte Lübbecke-Nettelstedt erneut weiter ins Hintertreffen. Aufatmen, als Tom Skroblien dann den fälligen Siebenmeter zum 10:13 (27.) sicher verwandelte. Dann wurde es noch einmal etwas turbulent: Rezar hielt gegen Meinhardt, der TuS verlor seinen Ball im Angriff, Dräger sicherte aber die zweite Welle, bei dessen Abschluss dann Roman Becvar an Puhle scheiterte. Nach einem Foul von Leos Petrovsky an Timm Schneider erhielt der TuS-Spieler Leos die Rote Karte (30.) und Meinhardt traf zum 10:14-Halbzeitstand.

Mit noch 1:33 Minuten in Unterzahl startete Lübbecke in die 2. Halbzeit. Kontrec, Hermann und Santos per Strafwurf ließen den TuS mit ihren Treffern weiter ins Hintertreffen zum 10:15, 10:16 und 10:17 (34.) geraten. Valentin Spohn gelang Nettelstedts erster Treffer in Halbzeit zwei zum 11:17 (35.) und Marko Bagaric legte nach einem Lattentreffer von Blome das 12:17 (37.) nach. Für das 13:18 (38.) zeigte sich Dominik Ebner verantwortlich. Der TuS blockte nun den nächsten VfL-Angriff und Tom Skroblien verwandelte den Tempogegenstoß sicher zum 14:19. Das 15:19 (41.) erzielte Lutz Heiny. Aljosa Rezar erhielt nun eine Zweiminuten-Strafe und Johannes Jepsen kam ins TuS-Tor. Leider konnte auch er den Siebenmetertreffer von Santos zum 15:20 (43.) sowie das Tor von Meinhardt (15:21) nicht verhindern.

Valentin Spohn schloss erneut zielsicher zum 16:21 (45.) ab und als Peter Strosack ins leere VfL-Tor zum 16:21 (45.) traf, nahm auch VfL-Coach Sigurdsson seine zweite Auszeit. Janko Bozovic hieß nun der Mann der nächsten Minuten: Drei Treffer des Gummersbachers waren zu sehen, währenddessen der TuS leider nur mit einem verwandelten Siebenmeter (Tom Skroblien) und einen weiteren Spohn-Treffer ein wenig kontern konnte. So nahm Emir Kurtagic nach einem frei vergebenen Wurf seine letzte Auszeit (51.).

Yannick Dräger traf anschließend zum 20:24 (51.). In der Abwehr agierte der TuS nun offensiver mit einer 5:1-Deckung, aber wieder war es der VfL, der das Tor traf, dieses Mal Vidarsson vom Kreis zum 20:25 (54.). Yannick Dräger trug sich erneut in die Torschützenliste zum 21:25 (55.) ein und zwei Paraden von Aljosa Rezar sowie ein Tor von Roman Becvar sorgten für das 22:25 (57.). Auch Sigurdsson nahm jetzt seine letzte Auszeit (57.) um den Endspurt der Partie einzuläuten. Wieder war es Meinhardt, der für den VfL nach der kurzen Pause traf. Valentin Spohn hatte mit seinem Tor zum 23:26 (57.) aber eine Antwort parat, ebenso wie Aljosa Rezar, der den nächsten Gegentreffer verhinderte. Es setzten dann für diesen Sonntagabend Fanger und Becvar mit ihren Toren die Schlusspunkte zum 24:27-Endstand.

 

Stimme zum Spiel:

Emir Kurtagic: „Der VfL Gummersbach hat heute einfach weniger Fehler gemacht und verdient gewonnen. Wir waren nicht gut genug. Wir verzeichnen 16 technische Fehler und 14 Fehlwürfe, das ist einfach zu viel. Kämpferisch kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, wir haben in keiner Phase aufgegeben. Wir hatten dann noch zwei, drei Gelegenheiten, um zurück ins Spiel zu kommen, aber auch diese nicht gut genug genutzt.“

 

Statistik

VfL Gummersbach: Diogo, Puhle (10 P.); Schröter, Fanger (2), Vidarsson (3), Blome (3), Kontrec (1), Häseler, Hermann (6), Schneider (1), Meinhartdt (2), Santos (5/3), Kiesler, Haller, Stüber, Bozovic (4).

TuS N-Lübbecke: Rezar (10 P.), Jepsen (1 P.); Becvar (3), Heiny (4), Ebner (1), Petreikis, Bagaric (1), Strosack (1), Mundus, Dräger (2), Spohn (7), Nissen, Speckmann, Petrovsky, Skroblien (4/2), Criciotoiu (1).

Siebenmeter: 3/3 – 2/2

Zeitstrafen: 2: 3 Vidarsson (45. + 50.) – Dräger (8.), Petrovsky (30.), Rezar (42.)

Disqualifikation: Petrovsky (30.) nach Foul an Schneider

Schiedsrichter: Paulo Ribeiro und Pawel Frabtczak

Zuschauer: – in der Schwalbe Arena

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