Hannover ist Sonntag Favorit – TuS kann befreit aufspielen

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Schon zweimal haben sich der TuS N-Lübbecke und die TSV Hannover-Burgdorf in der laufenden Saison duelliert. Beide Male verlor der TuS, beide Male – im August im Pokal, im September beim Bundesliga-Match – haben die Ziercke-Schützlinge aber gut kontra gegeben. An diesem Sonntag, 11. März, 12.30 Uhr, TUI-Arena Hannover, liegt die Favoritenrolle jedoch eindeutig bei den Gastgebern, die in dieser Spielzeit 17/18 allermeist gute Ergebnisse abgeliefert haben und in der Spitzengruppe der Tabelle mit vertreten sind. „Sie verfügen über eine starke Mannschaft und spielen eine konstante Serie“, weiß nicht nur TuS-Trainer Aaron Ziercke um die Schwere der kommenden Aufgabe in der niedersächsischen Landeshauptstadt.

 

Den Hannoveranern „Probleme bereiten, wie es uns im August und September phasenweise gut gelungen ist“, sei auch das Ziel für diesen Sonntagmittag, „zumal wir befreit aufspielen können“. Denn niemand erwarte wohl so recht, dass der Favorit straucheln werde, führte Aaron Ziercke weiter aus. Schwer werde das Ganze allemal, da brauche man sich nichts vorzumachen. Gleichwohl denke er sich bei der Vorbereitung auf diese Partie „einige Tricks und Kniffe aus“. Wenn der Gegner dann umstelle und so Probleme anders löse, „ist es an uns, mit solch einer Drucksituation fertig zu werden“.

Die TSV Hannover-Burgdorf agiere „sehr diszipliniert in Sachen Teamarbeit“, verfüge zudem aber auch über „gute Einzelkönner“. Man sei dort zudem sehr fokussiert darauf, nicht wieder so eine schwache Rückrunde zu spielen, „wie noch vor zwölf Monaten“. Neu sei inzwischen ja auch die im neuen Coach Antonio Carlos Ortega personifizierte „spanische Handballschule, die den Spielern wohl ganz gut schmeckt“. Die oft gut aufgestellte Abwehrreihe der TSV sei auch darin begründet, „dass das Team offensiv eher wenig Fehler macht“. Gute Entscheidungen träfen im Rückraum oft „vor allem Morten Olsen und Mait Partrail“, die die Mitspieler oft präzise einsetzten oder „auch mal selber werfen“. Im Gegensatz zum vorigen TuS-Gegner agiere Hannover zumeist mit einer 6:0-Deckung, was diesmal wieder „den Möglichkeiten unserer Rückraumspieler zugute“ kommen könne.
Jan-Eric Speckmann, aktuellster TuS-Neuzugang, stellte am Donnerstagmittag bei der Pressekonferenz in die TuS-Geschäftsstelle auf Nachfrage heraus, dass mit seiner plötzlichen Nominierung als Bundesliga-Spieler „natürlich ein Traum in Erfüllung gegangen“ sei. „Vor dem Spiel nervös und aufgeregt, wurde ich, als ich auf der Spielfläche stand, dann ruhig und versuchte ganz einfach, mein Bestes zu geben“, erinnert sich der 23-Jährige an sein Erstliga-Debüt vor knapp zwei Wochen in Wetzlar. Mit sich gehadert habe er schon, dabei eine gute Tormöglichkeit nicht verwertet zu haben. Gegenüber der Oberliga sei die Belastung in der 1. Liga schon um einiges höher. „Das Doppelte an Training mit viel Intensität – und „Muskelkater hatte ich in den ersten beiden Wochen auch ganz schön“, lächelt der junge Mann, der aus Oberkirchen (Landkreis Schaumburg) stammt.

Froh ist Coach Aaron Ziercke, „dass Jan-Eric nach Tim Remers Ausfall im Spiel immer mal für gute Entlastung sorgen kann“. Er kenne das Nachwuchstalent schon länger und die neue Nr. 45 beim TuS sei ja auch in Lübbecke schon länger kein Unbekannter mehr, da er als Spieler von Nettelstedts Partnerverein LIT Tribe Germania schon zuvor gelegentlich beim TuS N-Lübbecke mittrainiert habe.

Aufgrund der relativen räumlichen Nähe, reist der TuS sinnvoller Weise erst am Morgen des Spieltages zur sonntäglichen Auswärtspartie an. Von den bekannten Ausfällen – Kenji Hövels und Tim Remer – abgesehen, wird Aaron Ziercke personell aus dem vollen schöpfen können.

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