In Coburg nach dem Wechsel chancenlos: Erste TuS-Saisonniederlage mit 19:27

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Beim 9:11-Pausenrückstand war noch alles drin für den TuS N-Lübbecke in Coburg. Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Hausherren aber mehr und mehr die Initiative und hatten bei ihrer 17:11-Führung nach 42 Spielminuten bereits für eine Vorentscheidung gesorgt. Zudem zeigte Coburgs Torwart Kulhanek eine starke Leistung. Klasse bei Lübbecke, wie Valentin Spohn zwischenzeitlich 5 Mal hintereinander für den TuS traf, vom 7:9 bis zum 11:13 – bei 9/2 Toren komplett. Insgesamt betrachtet hatte der TuS im Angriff zu wenig Ideen, kaum Durchschlagskraft, das alles hatte vor sechs Tagen in Emsdetten noch viel besser geklappt. Auch das Spiel über den Kreis funktionierte dieses Mal nicht richtig. Bei 3:3 Punkten gehört Nettelstedt erst einmal zum Mittelfeld in der Tabelle (von Rang 5 runter auf Platz 8), aber die Saison ist ja noch jung. Nächste Chance zur Wiedergutmachung besteht bereits kommenden Freitag in der Merkur Arena, wenn Aufsteiger HSG Krefeld ans Wiehengebirge reist.

 

Zum genaueren Spielverlauf am Samstagabend in Coburg bei der Startaufstellung des TuS mit Tatai, Speckmann, Orlowski, Bagaric, Schade, Strosack, Gierak: Anwurf hatte Coburg, wobei nach zwei Minuten bereits eine Tatai-Parade notiert werden durfte. Fehlwürfe gab es nun hüben wie drüben, dann wehrte Peter Tatai auch einen Weber-Wurf ab. Das fing ja gut an. Doch nach vier Spielminuten gelang Billek das 1:0 per Siebenmeter. Den Ausgleich zum 1:1 markierte alsbald Peter Strosack (5. Minute).

Auf Zemans 2:1 (5.) antwortete Roman Becvar dank toller Einzelaktion zum 2:2 (9.). Zuvor hatte Marko Bagaric einen Varvne-Wurf klasse geblockt. Das 3:2 (10.) gelang dem Ex-Lübbecker Pontus Zetterman, der an diesem Abend insgesamt zu 5 Treffern kam. Erneut klärte Tatai (10.), dieses Mal gegen Schröder. Nachdem der TuS einen Siebenmeter verworfen hatte (12.), machten es die Coburger vom Punkt besser und Billek durfte sich für das 4:2 (14.) feiern lassen.

Nach genau einer Viertelstunde verkürzte Peter Strosack auf 4:3. Doch zum 5:3 (17) netzte Zetterman ein und Jaeger war gar per Tempogegenstoß das 6:3 vergönnt (18.). Bei 17:49 min. war es ratsam, die erste Auszeit des TuS zu beantragen. Zum 6:4 vollendete Jó Gerrit Genz (20.). Postwendend aber gelang Varvne (Durchbruch) das 7:4. Mit dem 7:5-Anschuss (21.) begann sich Valentin Spohn in die Torschützenliste einzutragen, der inzwischen für Orlowski im Spiel war. Auf das 8:5 von Weber (23.) antwortete Jó Gerrit Genz mit dem 8:6 bei Unterzahl des TuS. Die weiteren Ereignisse vor der Pause im Telegrammstil: 9:6 (24.) Varvne, 9:7 (24.) Spohn (das erste von den bereits erwähnten fünf TuS-Treffern hintereinander, 10:7 (26.) Schröder, 11:7 (28.) Timm, 11:8 (29.) Spohn, 29. Tatai hält gegen Varvne, 30. Zeitstrafe gegen Varvne, 11:9 (30.) wieder Spohn, bei 29:46 min. Auszeit von Coburg, Schröder-Wurf (30.) vom TuS erfolgreich geblockt. Bei Halbzeit stand es also 11:9 für Coburg. Da sollte für Nettelstedt, zumal bei Anwurf zum Start der 2. Halbzeit, vielleicht doch noch etwas drin sein.

Die interessantesten Ergebnisse bei der Halbzeit-Statistik (Coburg immer zuerst genannt): 1:2 Technische Fehler „für“ den TuS, Wurfquote 50:45 Prozent, Quote gehaltener Bälle 40 Prozent : 26,7 Prozent, 1:0 Tempogegenstoß-Treffer, 52,4:45 Prozent erfolgreiche Angriffe, 2:0 verwandelte Siebenmeter, 0:2 Tore von außen, 3:0 Kreisläufer-Tore, 3:1 Überzahl-Treffer, 1:2 Unterzahl-Tore.

Erste nennenswerte Aktion nach der Pause war dann der zum 11:10-Anschluss verwandelte Siebenmeter von Valentin Spohn (31. Minute). Das 12:10 gelang Schröder (32.). Im Gegenzug hielt Kulhanek einen TuS-Wurf. Das 13:10 (34.) schaffte Zetterman und bei Nettelstedt kam für gut 10 Minuten Mats Grezesinski in den Kasten. Den fünften TuS-Treffer hintereinander vom selben Spieler: Das 13:11 (35.) durch Valentin Spohn. Sehr schön, dass dann Peter Strosack gegen Sproß blocken konnte. Doch ein 4:0-Lauf war in der Folge das Meister-Stück der Gastgeber auf dem Weg zu ihrem verdienten Sieg: 14:11 Neuhold in der 37. Minute, 15:11 Timm in der 38., 16:11 Wucherpfennng (39.) und schließlich 17:11 (42.) durch Neuhold, bei zwischenzeitlicher Auszeit des TuS.

Die weiteren acht Treffer der Gäste gelangen zum 17:12 Genz (42.), zum 18:13 Strosack (43.), das 20:14 (46.) fiel dank eines Siebener-Treffers von Spohn. Zum 22:15 und 22:16 netzte Spohn ein (47. und 48.). Das 22:17 fiel durch Becvar (50.) und des Weiteren: 24:18 (53.) Schade sowie 26:19 (59.) Becvar. Dieser letzte Lübbecker Treffer des Abends gelang bei Unterzahl. Das 27:19 dank eines Siebenmeters von Billek (60.) bedeutete das Endresultat.

 

Stimme zum Spiel:

Emir Kurtagic (TuS N-Lübbecke): „In der Halbzeitpause war unser Resultat bei 9:11 einigermaßen ordentlich. Doch unsere Leistung hat mich auch im ersten Durchgang überhaupt nicht zufriedengestellt. Schon da war der Gegner zwischendurch auf vier Tore davongezogen. Torwart Kulhanek und die Coburger Abwehr haben sich heute Abend von der besten Seite gezeigt. Bei uns war es das genaue Gegenteil. Wir haben letztlich verdient verloren. Auch in der zweiten Spielhälfte zieht Coburg recht deutlich davon. Dies aber auch, weil wir zu viele einfache Fehler machen. Fortan verstärkte sich natürlich der Druck auf uns… Und wir können nur mehr reagieren, statt selbst zu agieren. Mir haben auf unserer Seite diesmal ganz einfach auch die Emotionen gefehlt. Ich bin mir aber sicher, dass wir aus den Fehlern dieser Partie lernen werden. Und es nächsten Freitag zuhause gegen Krefeld besser machen!“

 

Statistik:

HSC 2000 Coburg: Kulhanek, Poltrum; Preller, Jaeger (3), Wucherpfennig (2), Sproß, Weber (1), Billek (4/4), Timm (3), Zetterman (5), Lilienfelds, Varvne (3), Zeman (1), Schröder (2), Neuhold (3).

TuS N-Lübbecke: Tatai, Grezesinski; Becvar (3), Genz (3), Walczak, Bechtloff, Ebner, Gierak, Bagaric, Strosack (3), Mundus, Spohn (9/2), Schade (1), Orlowski, Speckmann.

Siebenmeter: 4/4 : 3/2

Zeitstrafen: 10:12 Minuten (Timm, Jaeger, Varvne, Weber, Zeman / 2 x Walczak, Strosack, Becvar, Bechtloff, Orlowski)

Schiedsrichter: Paulo Ribeiro / Pawel Fratczak

Zuschauer: 1.712 in der HUK-Coburg-Arena in Coburg

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