Meister gibt sich keine Blöße: TuS mit 32:30-Sieg in Bietigheim

Der bereits feststehende Zweitligameister TuS N-Lübbecke konnte am Samstagabend das Spitzenspiel bei der SG BBM Bietigheim mit 32:30 für sich entscheiden. Nach einem 16:16-Unentschieden zur Halbzeit, ließ Nettelstedt-Lübbecke im zweiten Durchgang trotz vieler Zeitstrafen nicht nach, kämpfte sich nach einem 14 Minuten andauernden Rückstand sehr gut zurück und sicherte sich – am Ende völlig verdient – die Punkte 59 und 60 auf der Habenseite. Bester Nettelstedter Werfer war Ante Kaleb mit 9 Toren. Nach dieser Niederlage rutschte die SG BBM Bietigheim auf Platz 3 (26:24 Punkte, +47 Tore) ab. Neue Zweite sind die DJK Rimpar Wölfe (26:24, +52 Tore), die im Parallelspiel die HG Saarlouis 36:26 bezwangen.

 

Müdigkeit oder Sättigung aufgrund der jüngsten Erfolge konnte man dem TuS N-Lübbecke nun wahrlich nicht unterstellen. Von Beginn an untermauerten die Lübbecker am Samstagabend ihre Ambitionen, auch nach dem feststehenden Aufstieg und der Meisterschaft, in der Liga weiter unbedingt punkten zu wollen. Aber auch die Gastgeber taten alles, um dem TuS auf dem Gang in Liga 1 möglichst rasch zu folgen. Die TuS-Mannschaft legte gut los, Jó Gerrit Genz mit dem 1:0 (1.) sorgte für die erste TuS-Führung, die Ante Kaleb nach dem zwischenzeitlichen Bietigheimer Ausgleich beim 3:2 (3.) zurückeroberte. Zwei Zeitstrafen (3. Minute Genz und 5. Kaleb) ließen Nettelstedt in Unterzahl agieren und Bietigheim riss zunächst die Führung wieder an sich. Bereits in der 9. Minute, beim Stand von 6:4 für den TuS, nahm Bietigsheims Trainer Hartmut Mayerhoffer die erste Auszeit und Jonathan Scholz gelang der 6:6-Ausgleich (11.). Bis zum 11:11 (19.) duellierten sich die beiden Spitzenteams der Liga weiter sehr auf Augenhöhe. Einer legte vor, der andere glich stets aus. Indes musste der angeschlagene Kenji Hövels passen. Die Schulterverletzung ließen den Mittelmann nur unter Schmerzen werfen und “Allrounder” Tim Remer agierte nun auf der Spielmacherposition. Nach dem 12:11 für Bietigheim durch Paco Bathe nahm auch TuS-Trainer Aaron Ziercke seine erste Auszeit (20.). Ein verworfener Siebenmeter von Jens Bechtloff und ein Treffer von Robin Haller ließen Bietigheim beim 13:11 (21.) mit zwei Toren in Front gehen. Dieser Vorsprung währte nur kurz, Jens Bechtloff traf zum 14:14-Ausgleich (25.). Eine Zweiminutenstrafe (die bis hierher schon vierte gegen den TuS), Piotr Grabarczyk saß auf der Sünderbank, ließ Bietigheim auf 16:14 wieder davonziehen. Jó Gerrit Genz und René Gruszka, der den Siebenmeter nach der Schlusssirene noch verwandelte, besorgten das 16:16-Unentschieden zur Pause.

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit musste der TuS erneut ohne Abwehrchef Piotr Grabarczyk auskommen. Der Defensivspezialist erhielt seine zweite Zeitstrafe (35.) und Bietigheim setzte sich erneut ab – auf 20:18 (37.). Für den TuS schlug nun die Zeit Tim Remers. Auf den „Allrounder“ im Team war Verlass. Der Niederländer hielt mit seinen Toren zum 20:21 und 21:22 (42.) seine Nettelstedter auf Tuchfühlung. Branimir Koloper und wenige Sekunden später auch Nils Torbrügge (beide in der 46. Minute) mussten auf der Bank Platz nehmen. In doppelter Unterzahl gelang dem treffsicheren TuS-Rechtsaußen René Gruszka das 24:25 (48.). Ein Doppelschlag von Branimir Koloper und Jens Bechtloff brachten den 26:26-Ausgleich (49.), daraufhin regierte Bietigsheims Trainer mit seiner 2. Auszeit (49.). Je eine Zweitstrafe auf beiden Seiten sowie bei den Toren einmal Tim Remer und zwei Mal Ante Kaleb ermöglichten Nettelstedt-Lübbecke erstmalig eine Führung mit drei Treffern (29:26, 54.). Es sah also sehr gut aus fürs TuS-Team. Der Tabellenzweite aber kämpfte, gab nicht auf, wollte das Match drehen und unbedingt für sich entscheiden. Schmidt per Siebenmeter und Babarskas hielten die Bietigheimer Hoffnungen mit ihren Treffern bis zum 28:29 (57.) aufrecht. René Gruszka, ein Fehlwurf von Tim Dahlhaus und ein weiteres Tor Tim Remers stellten den Drei-Tore-Abstand wieder her, das Team vom Wiehen lag 31:28 vorn. Dann Auszeit für Bietigheim, letzte Besprechung in der Partie, um – aus Bietigheimer Sicht – doch noch etwas Zählbares auf der Habenseite verbuchen zu können. In den letzten 70 Sekunden gelangen den Hausherren tatsächlich noch zwei weitere Treffer bis zum n30:31-Anschluss. Der letzte Treffer der Partie von Tim Remer fünf Sekunden vor dem Ende brachte endgültig den Nettelstedter Sieg – bei der SG BBM Bietigheim mit 32:30!

 

Stimme zum Spiel:

Aaron Ziercke (TuS N-Lübbecke): „Ein fettes Kompliment an meine Truppe! Wir haben dieses Spiel heute mit 4 Außenspielern, 3 Kreisläufern und 2 Rückraumspielern gewonnen. Nachdem Kenji nach 11 Minuten aufgrund der Schulterverletzung passen musste und Pontus aufgrund der Reizung im Knie auch nur 3 Angriffe spielen konnte, hat Tim seine Sache auf der Mitte super gemacht. Nach der intensiven Trainingswoche hat die Mannschaft einen tollen Charakter bewiesen, hat ihre Sache außerordentlich gut gemacht. Einfach ein geiles Spiel gezeigt. Die Jungs, die auf der Platte standen, haben wirklich alles reingehauen.“

 

Statistik:

SG BBM Bietigheim: Ebner, Edvardsson ; Haller (5), Rentschler, Dahlhaus (1), Schäfer (1/1), Schmidt (4), Babarskas (8), Barthe (2), Asmuth, Scholz (4), Döll (4), Emrich (1), Emanuel.

TuS N-Lübbecke: Blazicko, Tatai; Genz (5), Kaleb (9), Bechtloff (4/3), Grabarczyk, Tauabo, Gruszka (7/4), Torbrügge, Zetterman, Koloper (2), Hövels, Remer (5).

Siebenmeter: 1/1 – 5/6 Bechtloff an Ebner (20.)

Zeitstrafen: 4 – 8 Gerdas (15.), Bathe (20.), Schmidt (38.), Rentschler (51.) – Kaleb (3.), Genz (5.), Gruszka (11.), Grabarczyk (26. + 35. ), Koloper (46. + 51.), Torbrügge (46.)

Schiedsrichter: Baumgart / Wild

Zuschauer: 2.582

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