Meisterschale glänzt für den TuS – trotz Niederlage zum Schluss

Die Jungs dürfen mächtig stolz auf diese Meisterschale sein. Die Trophäe nahmen die Spieler des TuS N-Lübbecke nach der letzten Partie der Saison am Samstagabend in Hüttenberg aus den Händen von HBL-Justitiar Andreas Thiel in Empfang. Nun wird die Schale über Nacht gehegt, gepflegt, beschützt, um sie anderntags auf dem Lübbecker Marktplatz dem „Volke“ zu präsentieren. Gespielt wurde auch noch und es ging – ausnahmsweise – nicht so gut aus für den TuS. Hüttenberg siegte 25:19 (12:10) und begleitet als Zweiter der Abschlusstabelle Nettelstedt ins Oberhaus. Als Dritter in der Eliteliga demnächst dabei: die TSG Ludwigshafen-Friesenheim.

In diesem letzten Saisonspiel des TuS N-Lübbecke 2017/2018 begann man mit Peter Tatai im Tor, Pontus Zetterman im rechten Rückraum, Tim Remer auf der Mitte und Ante Kaleb links, Nils Torbrügge postierte sich am Kreis. Auf den Außenbahnen starteten Ramon Tauabo (rechts) und Jens Bechtloff (links). In der für den TuS gewohnten 6:0-Deckung wechselte Kenji Hövels in der Abwehr auf Linksaußen, Jens Bechtloff deckte auf Halbposition und Piotr Grabarczyk kam für Ante Kaleb. Beim 2:1 durch den ersten verwandelten Siebenmeter von Pontus Zetterman (5. Minute) gab es für den TuS die erste Führung zu notieren. In den folgenden Minuten entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, die beiden Mannschaften schenken sich nichts. Hüttenberg ackerte in der sehr guten 3:2:1-Deckung, die dem TuS-Angriff doch reichlich Probleme bereitete. Aber im TuS-Tor stand ja immer noch Peter Tarai, der seine Teamkollegen mit einigen Paraden im Spiel hielt. Nach dem 7:7-Ausgleich durch Hüttenbergs Sebastian Roth (21.) brachte Aaron Ziercke Jó Gerrit Genz für Pontus Zetterman. In der Abwehr agierte der TuS nun mit einer 5:1-Deckung. Ante Kaleb übernahm die Rolle des „Indianers“. Nach der 8:7-Führung für Hüttenberg nahm Aaron Ziercke die erste Auszeit der Partie (21.). Die Lübbecker Mannschaft kämpfte sich zwar heran, verpasste es aber zu häufig, den möglichen Ausgleich zu markieren. Beim 10:11-Anschluss recht kurz vor der Pause durch Jens Bechtloff (25.) war für den TuS noch alles drin. Und auch nach dem Hüttenberger Treffer von Rangar Johannsson zum 10:12 in der 27. Minute, der zugleich den Halbzeitstand bedeutete, hatte Nettelstedt noch alle Perspektiven, dran zu bleiben.

Die zweite Halbzeit begann für die TuS-Mannschaft aber nicht gut. In der Abwehr ließ man hier und da doch ein wenig Konsequenz vermissen und im Angriff lief auch eher wenig zusammen. Im Hüttenberger Tor machte zudem Matthias Ritschel ein überragendes Spiel und zog den Nettelstedter Angriffsspielern der Reihe nach den Zahn. So erzielte Ante Kaleb in der 45. Minute erst das zweite TuS-Tor in der 2. Halbzeit – Hüttenberg dagegen hatte schon sechsmal wieder ins Gehäuse von Nikola Blazicko getroffen. In der 46. Minute nahm Trainer Aaron Ziercke bereits die nächste Auszeit, versuchte seine Mannschaft noch einmal kräftig wachzurütteln, die Auszeit zuvor in der 39. Minute hatte ihre Wirkung verfehlt gehabt. Danach lief es kurzzeitig etwas besser, Jó Gerrit Genz und Ante Kaleb trafen ins Hüttenberger Tor zum 14:20 (48.) und 15:22 (50.). In der 51. Minute nahm Hüttenbergs Trainer dann die letzte Auszeit des Spiels und läutete damit auch die Schlussphase ein. An einem Hüttenberger Sieg zweifelte längst niemand in der Halle mehr. Matthias Ritschel vernagelte weiter seinen Kasten und beim TuS lief nur selten etwas zusammen. So gewann der TV Hüttenberg am Ende völlig verdient mit 25:19 und steigt damit – gemeinsam mit dem TuS N-Lübbecke und der TSG Ludwigshafen-Friesenheim – in die DKB Handball-Bundesliga auf.

 

Stimme zum Spiel:

Aaron Ziercke (TuS N-Lübbecke): „ Glückwunsch an Hüttenberg zum Sieg und zum Aufstieg in die erste Liga. Ich bin heute enttäuscht, denn ich kann schlecht verlieren und die Jungs sind auch nicht glücklich über die Leistung, die sie heute gezeigt haben. Wir wollten zwar gewinnen, doch Hüttenberg wollte den Sieg heute einfach mehr. Es ist ärgerlich, dass wir nicht die letzten Prozent herausgekitzelt haben. Nichtsdestotrotz müssen wir jetzt nach vorne gucken. Erst einmal freue ich mich auf die Aufstiegs- und Meisterparty morgen auf dem Marktplatz. Die Feier haben wir uns alle verdient. Dann freue ich mich auf meinen Urlaub und anschließend auf die Vorbereitung auf die neue Saison.“

 

Statistik:

TV Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Sklenak, Lambrecht, Werning (6/1), Rompf (1), Zörb (2), Fernandes (4), Johannsson (5), Roth (1), Mappes (6/1), Hofmann, Stefan, Wörner, Semmelroth.

TuS N-Lübbecke: Blazicko, Tatai; Genz (2), Kaleb (4/2), Bechtloff (3), Grabarczyk, Tauabo (1), Gruszka (1), Torbrügge (1), Zetterman (5/3), Koloper (2), Hövels, Remer.

Siebenmeter: 2/3 – 5/7 Werning an den Pfosten (7.) – Zetterman an Ritschel (30.), Gruszka an Ritschel (40.)

Zeitstrafen: 2 – 3 Rompf (21.), Zörb (29.) – Zetterman (17.), Kaleb (35.), Koloper (49.)

Schiedsrichter: vom Dorff / vom Dorff

Zuschauer: 1.054

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