Nun gilt’s: TuS-Saison-Finale am Sonntag in Lemgo

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Manchmal ist die Ausgangslage auch in einem seit einiger Zeit schon dramatischen Abstiegskampf ganz einfach: Gewinnt der TuS N-Lübbecke sein letztes Saisonspiel 2017/18 beim OWL-Derby in Lemgo (Anwurf in der Lipperlandhalle ist am Sonntag, 3. Juni, um 15 Uhr), dürfen die Ziercke-Schützlinge definitiv ab Ende August ein weiteres Jahr DKB Handball-Bundesliga spielen. Bei Unentschieden oder Niederlage muss man dagegen um ca. 16.45 Uhr schauen, was die Eulen Ludwigshafen (zu Hause gegen Erlangen) und der TV Hüttenberg (in Berlin) fabriziert haben. Der TuS liefe dann Gefahr, doch wieder in die 2. Liga gehen zu müssen. Soweit will es der TuS gar nicht erst kommen lassen. Trainer Aaron Ziercke und sein Linksaußen, Ex-TBV-Spieler Jens Bechtloff, machten am Freitagmittag beim Pressegespräch deutlich, dass die Zielsetzung nur Sieg lauten könne, gleichwohl „es eine schwere Angelegenheit für uns wird“, sagten beide in der TuS-Geschäftsstelle unisono. Der TuS-Coach: „Lemgo hat sich in dieser Saison sehr weiterentwickelt und wird das am Sonntag demonstrieren wollen“. Allerdings, fügt Aaron Ziercke hinzu: „Der Aufwärtstrend bei uns zeigt nach oben. Erst unser Sieg in Gummersbach, dann haben wir gute Spiele in Berlin und gegen Flensburg abgeliefert!“

 

Anspannung, aber auch Finalstimmung sei bei den Jungs auszumachen, betonte der Lübbecker Trainer weiter. „Wir haben es in der eigenen Hand, das ist ein Vorteil.“ Erster erheblicher „Stimmungsaufheller ist unser Sieg in Gummersbach gewesen“. Man spüre, dass die Spieler es nun auch wissen und zeigen wollen. „Sie müssen ein gehöriges Maß an Lockerheit aufbringen – verkrampfen brächte nichts.“ Bestätige man die Konstanz aus den jüngsten drei Partien, „haben wir alle Chancen, auch in Lemgo zu bestehen“.

So ganz einfach werde die Angelegenheit im Lipperland aber keineswegs, weiß auch TuS-Linksaußen Jens „Feile“ Bechtloff, der vor seinem Wechsel zum TuS N-Lübbecke im Sommer 2015 acht Jahre das Trikot vom TBV Lemgo getragen hat. „Wir sind auch nur Menschen…“, daher könne gewiss auch noch was schiefgehen. Aber, bringt „Feile“ ein gutes Beispiel und verkleidet dies in eine rhetorische Frage: „Ging es denn vor unserem Spiel in Gummersbach nicht auch schon um sehr viel?“ Das Resultat ist bekannt: Die „Rot-Schwarzen“ holten sich bei den Oberbergischen zwei immens wichtige Punkte! Ob er selbst am Sonntagnachmittag mitwirken könne, stehe indes noch nicht fest (Stand Freitagmittag). Bechtloff: „Heute Nachmittag ist’s der erste konkrete Test im Training.“ Er hoffe, „dass es bis Sonntag langt.“ Gegen seinen alten Klub zu spielen, sei kaum mehr etwas Besonderes. „Sicher habe ich acht schöne Jahre dort gehabt“. Aber sehr groß sei die Zahl der Mitspieler von damals inzwischen auch nicht mehr.

Der TBV Lemgo habe allen Ehrgeiz, aus eigener Kraft den 9. Platz halten zu wollen. Mit Nachbarschaftshilfe rechne daher niemand im Nettelstedter Lager, so Aaron Ziercke und Jens Bechtloff. Schon allein auch deshalb, weil die gesamte Handball-Öffentlichkeit in Deutschland solch ein Spiel daraufhin besonders im Auge habe. Überdies könne der TBV, so Aaron Ziercke „unglaublich viel Tempo machen, im sofortigen Gegenstoß, in der 2. Welle und auch über die schnelle Mitte“. Insgesamt dürfe man am Sonntag in Lemgo kein schönes Spiel, sondern eher „einen zähen Abnutzungskampf“ erwarten, so der TuS-Trainer.

Abgesehen von Tim Remer, der natürlich weiter passen muss, hofft der TuS, mit komplettem Aufgebot antreten zu können. Neben Jens Bechtloff, dessen Verletzung übrigens wohl doch ein kleiner Muskelfaserriss (und nicht nur Wadenprobleme) gewesen ist, soll möglichst auch Piotr Grabarczyk (Kapselriss im Zeh) „wenigstens ein paar Minütchen“ (Aaron Ziercke) zur Verfügung stehen.

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