„Oh, wie ist das schön!“ – TuS kanzelt Spitzenreiter ab: 26:21 über Coburg

Vor 1.629 Zuschauern in der Lübbecker Merkur Arena schaffte der TuS N-Lübbecke mit einer nahezu tadellosen Leistung einen gelungenen Wochenend-Auftakt für die Handball-Welt am Wiehen. Am Freitagabend gab es einen glasklaren 26:21 (13:8)-Erfolg über Tabellenführer HSC 200 Coburg. Den Grundstein legten die Kurtagic-Schützlinge erneut in der ersten Hälfe mit einer Abwehrleistung vom feinsten. Wieder ließen die Nettelstedter Deckungsspieler in den ersten 30 Minuten nur acht Gegentreffer zu, wie schon vor acht Tagen gegen den TV Emsdetten. Näschtes Heimspiel ist am Samstag, 22. Februar, 19 Uhr, gegen den TSV Bayer Dormagen.

 

Zum Spielverlauf im Detail: Anwurf hatte der TuS N-Lübbecke, beginnend mit Tatai im Tor, im Feld mit Bechtloff, Gierak, Spohn, Genz, Strosack sowie am Kreis Walczak. In die Deckung kam dann immer Marko Bagaric. Ballverlust sodann beim TuS und der Ex-Lübbecker Pontus Zetterman traf zum 0:1 (2. Minute). Rasch ließ jedoch Valentin Spohn das 1:1 folgen (2.), ehe es eine Tatai-Parade gegen Zetterman zu bejubeln gab und Patryk Walczak einen Siebener herausholte. Peter Strosack traf sicher in den Winkel zum 2:1 (3.). Coburgs Jaeger scheiterte daraufhin am Innenpfosten, doch auch der TuS fabrizierte einen Fehlwurf.

Auf einen Ballverlust der Gäste ließ Patryk Walczak das 3:1 folgen (5.), dem Zetterman-Fehlpass schloss sich das 4:1 von Marko Bagaric an. Bagaric (6.), links unten schlug der Ball ins Netz. Florian Billek verkürzte für den HSC von rechts außen zum 4:2 (7.). Doch auf „Valle“ Spohn konnten sich die Lübbecker Fans weiterhin verlassen. Das 5:2 Spohns folgte auf dem Fuße (7.). Und schon bald das 6:3 (8.) des TuS-Rückraum-Asses, der am Ende auf 7 Treffer kam, lediglch Peter Strosack hatte bei Lübbecke die noch bessere Ausbeute (8/1).

Das 7:3 für die Hausherren resultierte aus einem Tempogegenstoß (8.) von Marko Bagaric nach tollem Assist von Peter Stroasack, mit dem 8:4 (10.) legte Valentin Spohn nach, er hatte ganz einfach mal abgezogen. Peter Strosack kam zum 9:4 im Nachwurf (13.). Nun wollte Gäste-Trainer Jan Gorr die Reihen seiner Lieben neu ordnen, nahm also bei 12:33 Min. eine Auszeit.

Eine Tatai-Parade gegen Zetterman leitete das 10:4 (15.) von Jó Gerrit Genz ein. Zwei weitere Paraden von Peter Tatai, aber die TuS-Angreifer konnten zunächst kein Kapital daraus schlagen. Jan-Eric Speckmann war inzwischen im Spiel – und bei den Gästen ging nun Poltrum für Kulhanek in den Kasten. Das 11:5 gelang Peter Strosack im Tempogegenstoß in der 19. Minute. „Valle“ Spohn netzte zum 12:6 (21.) ein, das kleine Leder rauschte ins rechte Eck. Roman Becvar war inzwischen beim TuS auf der Platte. Es gab Rot für Coburg nach Foul einem Foul eben gegen Becvar, Disqualifikation für Varvne, eine nachvollziehbare Entscheidung. Den darauffolgenden Siebenmeter brachte der TuS nicht im Kasten unter, Poltrum aber hielt! Die TuS-Abwehr stand weiterhin richtig gut. Das 13:8 – wieder im Tempospiel durch Peter Strosack folgte und bedeutete bereits den Pausenstand. Kurz danach war noch ein Siebener für Coburg zu notieren, Billek gegen Tatai, Peter Tatai wehrte ab!

Bei Wiederbeginn gehörte der Anwurf den Gästen aus Coburg. Erneut pfiffen die Schiedsrichter Siebenmeter für Coburg, Billek verwarf erneut gegen Tatai, weil Tatai den Ball parierte, am Boden halb sitzend, halb liegend, einfach klasse. Dominik Ebner warf den Ball knapp unter die Latte zum 14:9 (35.) in Unterzahl und Zetterman fand eine Lücke zum 14:10 (35.). Es folgte ein 4:0-Lauf des TuS, die Merkur Arena bebte, es war mehr als nur ein weiterer Grundstein zum Sieg. Die Torfolge: Valentin Spohn ins kurze Eck zum 15:10 (36.), Markus Bagaric im Tempogegenstoß machte das 16:10 (39.), Patryk Walczak schaffte das 17:10 (41.) nach geilem TuS-Zusammenspiel. Peter Strosack (42.) vollendete per Abpraller nach TuS-Fehlwurf zum 18:10.

Die Gäste kamen nun etwas näher, Poltrum wehrte zusehends besser ab, für einen Sieg kam der Tabellenführer aber nicht mehr ernsthaft in Frage. Der TuS blieb stets auf der Höhe, mental ganz stark, war weiterhin ganz souverän der Herr im Haus.

Die weitere Szenerie bis zum Ende hier jetzt noch im Telegrammstil: Zetterman, 43. 18:11; Jaeger, 44., 18:12; Unterzahl für den TuS, Poltrum-Treffer zum 18:13, 45., ins leere TuS-Gehäuse; Valentin Spohn ins kurze Eck, 46., zum 19:13, ein ganz wichtiger TuS-Treffer; Jaeger gelingt das Tor zum 19:14, 47.; Siebener für Coburg, Wucherpfennig zum 19:15, 48.; Zeitstrafe gegen Speckmann; Weber aus nächster Nähe, aber Parade von Peter Tatai; Peter Strosack trifft von rechts in Unterzahl (50.) zum 20:15 nach erneut schöner Kombination; 51. 20:16 Neuhold; Neuhold ins langes Eck zum 20:17 52.; Orlowski trifft in der 52. Minute zum 21:17, es war ein klasse Gewaltwurf von halblinks; Ballgewinn für den für den TuS; Genz hat sich toll durchgewühlt zum 22:17 in der 54. Minute; Jaeger trifft knapp zum 22:18 55.; bei 54:25 Min. Auszeit des TuS.

Und weiter: TuS im Angriff; Orlowski ins lange Eck zum 23:18 (55.) für den TuS, was für ein Selbstvertrauen bei Marian; Ballverlust bei Coburg; Jepsen beim TuS jetzt im Tor; Strosack macht dann erst recht den Sack zu. In der 57. Minute steht es 24:18 und derselbe Spieler schafft das 25:18 (57.); Riesenstimmung bei den TuS-Fans; 58., 25:19 Zeman, Mundus beim TuS jetzt drin; Jaeger 25:20 59.; Genz ins lange Eck für Lübbecke: 26:20; 60. Jaeger 26:21.

 

Stimmen zum Spiel:

Emir Kurtagic (TuS N-Lübbecke): „Unsere Zuschauer haben heute gesehen, dass wir gute Arbeit über die Monate geleistet haben. Die Jungs haben auf dem Platz ganz viel Selbstvertrauen ausgestrahlt. Auch als es zwischendurch in der 2. Halbzeit mal weniger gut lief, sind wir nie nervös geworden.“

Jan Gorr (HSC 2000 Coburg): „Das war ein verdienter Heimerfolg für Nettelstedt. Mit der Art Abwehr zu spielen, hat der TuS es uns sehr schwer gemacht. Auch als wir bei 20:17 Ballbesitz haben, ist da wir nicht wirklich noch eine Chance für uns.

 

Statistik

TuS N-Lübbecke: Tatai (13 P.), Jepsen; Becvar, Genz (3), Walczak (2), Bechtloff, Ebner (1), Gierak, Bagaric (3), Strosack (8/1), Mundus, Spohn (7), Schade, Orlowski (2), Speckmann.

HSC 2000 Coburg: Kulhanek (4 P.), Poltrum (8 P. / 1 Tor); Jäger (7), Wucherpfennig (2/2), Spooss, Kelm, Weber, Billek (3), Zetterman (3), Varvne, Zeman (2), Neuhold (3).

Siebenmeter: 1/2 – 2/4 – STrosack an Poltrum (23.) – Weber an Tatai (30. + 32.)

Zeitstrafen: 8:2 Genz (30.), Bagaric (33.), Ebner (44.), Speckmann (49.) – Varvne (23.)

Disqualifikation: Varvne (23.)

Schiedsrichter: Pawel Fratczak / Paulo Rebeiro

Zuschauer: 1.629 in der Merkur Arena

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