Samstag in Wilhelmshaven: TuS rechnet mit „scharfer Brise an der Küste“

kopfgrafik_news_valentin_spohn
Die Weltmeisterschaft ist schon wieder Geschichte, der Ligaalltag im Handball kehrt zurück. Dass dieser Alltag nicht grau wird, sondern vielmehr mit möglichst vielen TuS-Siegen gewaltig aufgehübscht, damit möchte der TuS N-Lübbecke schon an diesem Wochenende in Wilhelmshaven beginnen. Beim Abstiegskandidaten WHV (Anwurf am Samstag, 9. Februar, 19.30 Uhr, Nordfrost-Arena) wartet „auf uns ein ganz wichtiges und richtungsweisendes Spiel“, verdeutlichte TuS-Coach Aaron Ziercke am frühen Donnerstagmittag. Mit Miladin Kozlina hat der Gegner in der Januar-Pause seinen Kader verstärkt, „da haben sie eine gute Alternative mehr“, so der Lübbecker Trainer weiter.

 

Gerne erinnert man sich am Wiehen an die ersten 27 Minuten der siegreichen Partie in der Hinrunde, als Nettelstedt den Gegner von der Küste bis zum 20:8-Zwischenstand förmlich an die Wand spielte. Die Aufgabe nun zum Start der zweiten Saisonphase sei bestimmt ungleich schwerer, warnt der TuS-Coach, „die Wilhelmshavener stecken im Abstiegskampf und werden schon allein deshalb alles Erdenkliche in die Waagschale werfen“. Unangenehm hitzig könne die Partie werden, passend zur geografischen Lage der Stadt Wilhelmshaven wählte Aaron Ziercke zudem die überschrifttaugliche Formulierung: „Uns dürfte an der Küste eine scharfe Brise erwarten“.

Aber auch dies sei klar: „Dagegenhalten um jeden Preis“, fair, aber körperbetont, so der TuS-Trainer. Dabei freut er sich, dass Marko Bagaric nach Verletzung und Operation (Ellenbogen) sich immer besser wieder zurechtfindet. Dies betreffe die Abwehr-Aktivitäten ebenso wie das Angriffsspiel unmittelbar nach Ballgewinnen bei der Lübbecker Nr. 13. Bei den Würfen sei Marko „noch nicht ganz wieder bei 100 Prozent“, im Deckungsverband aber schon. Zum weiteren Einüben, gerade auch mit diversen Abwehr-Aufstellungen, sei die WM-bedingte Januar-Pause sehr hilfreich gewesen.

In den Partien im neuen Kalenderjahr sollen sich die TuS-Jungs steigern. Gefordert seien u.a. „starke Laufbereitschaft, schnelle Passgeschwindigkeit, hohe Konzentration in der Abwehrarbeit und stets den besser postierten Nebenmann im Blick haben“. Es soll „kein Harakiri“ mehr geben. Klare Vorgaben von Aaron Ziercke, denen TuS-Rückraum-Ass Valentin Spohn nur beipflichten möchte.

Die Nr. 23, bekanntlich vergangenen Sommer ans Wiehengebirge gewechselt, sagte aber bei der Pressekonferenz in der TuS-Geschäftsstelle zuallererst, wie sehr es ihn freue, „dass es endlich wieder um Punkte geht“. Man trainiere ja schließlich nicht fürs Training, „sondern für möglichst gute Ergebnisse in den Pflichtspielen“. Eine gute Rückrunde wolle man auf die Platte bringen, der Ausgang der nächsten vier bis fünf Partien sollte den weiteren Weg bis zum Saisonende vielleicht bereits aufzeigen können. Auf alle Fälle wolle man diese frühe Phase des zweiten Saisonziels „nicht verschlafen“.

Bis auf den Langzeitverletzten Marian Orlowski, der gleichwohl weiter Fortschritte macht, kann der TuS-Coach – Stand Donnerstagnachmittag – personell in Wilhelmshaven aus dem Vollen schöpfen.

Werbung

ad_handmade

ad_azkoyen