Saubere Arbeit abgeliefert: TuS N-Lübbeckeübertrumpft Elbflorenz beim 32:20

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Nur einmal lag der Gegner in Front (beim 0:1), nur einmal glich er aus (beim 2:2), beim 14:6 nach 27 Minuten waren alle Messen gelesen: Ziemlich beeindruckend nahm der TuS N-Lübbecke mit 32:20 (16:7) die Hürde HC Elbflorenz und schloss die Englische Woche mit 6:0 Zählern ab. Nach 4:6 Punkten zuvor, schauen die Ziercke-Schützlinge bei 10:6 und Rang 5 (Stand Samstagabend) schon wieder viel frohgelaunter auf die kommenden Aufgaben (in Großwallstadt und gegen Balingen) und auf die Tabellensituation insgesamt. Aus einer geschlossenen TuS-Mannschaftsleistung ragten noch Joel Birlehm (17 Paraden) sowie Moritz Schade und Valentin Spohn mit 7 bzw. 6/1 Treffern heraus.

 

Wie erwähnt: Ganz zu Beginn stand es 0:1 und 2:2 (2. und 5. Minute). Den ersten Lübbecker Treffer markierte Jó Gerrit Genz (2.) nach kurzer und prima Kombination des TuS-Angriffs. Den 2:1-Führungstreffer (5.) schaffte „Käpt’n“ Jens Bechtloff per Siebenmeter. Das 3:2 (5.) ließ „Feile“ rasch per „2. Welle“ folgen. Ein wunderschöner Assist von Marko Bagaric an Patryk Walczak verwertete dieser mit herrlichem Heber zum 4:2 (6.). Zwei Birlehm-Paraden erleichterten die Tore zum 5:2 (9.) und 6:2 (10.). Zunächst fand Jó Gerrit Genz die Lücke im Elbflorenz-Deckungsverband, dann vollendete Marko Bagaric per „2. Welle“.

Mit einem Rückraum-Knaller fiel das 7:3 (14.) durch Genz, während Kenji Hövels beim 8:4 (18.) einfach mal draufhielt. In Unterzahl (Walczak hatte Zeitstrafe) gelang Marian Orlowski das 9:5 (20.) und beim 10:5 (21.) war Bechtloff zuvor mustergültig auf links bis halblinks freigespielt worden. Der 3:0-Lauf der Ziercke-Schützlinge vom 12:6 bis 14:6 brachte im Grunde schon die Entscheidung des gesamten Spiels. Zum 12:6 kam Moritz Schade (Super-Anspiel von Luka Rakovic, 25.), nach Ballgewinn-Schade verwertete „Feile“ Bechtloff den Tempogegenstoß (25.) und nach einem Steal des inzwischen eingewechselten Deener Jaanimaa schaffte Marian Orlowski das 14:6 (27.) im erweiterten Tempogegenstoß. Kurios der Treffer zum 15:7 nach 28 Minuten, der TuS war von halblinks schon gescheitert, als Gäste-Spieler Gugisch das kleine Leder nach vorne befördern wollte, den Ball aber direkt in die Hände von Moritz Schade warf, der vorsichtshalber am Kreis verblieben war. Gutes Näschen gehabt!

Die 2. Halbzeit ging ja genau genommen „nur“ 16:13 für Nettelstedt-Lübbecke aus. Die Gäste spielten – jedenfalls im Angriff – ein wenig disziplinierter und hatten auch in Gabor Pulay (11/4 Treffer) einen sehr auffälligen Spieler. Dem klaren Sieg für die Hausherren tat dies jedoch keinen Abbruch mehr. Vor allem vorn wurde oft gezaubert, engagiert gefightet und so war alles auch toll anzusehen, was die TuS-Jungs zu bieten hatten. Schön auch, dass Lukasz Gierak und Jan-Eric Speckmann jetzt noch zu Spielanteilen kamen. Wie auch Tatai-Ersatz Mats Grzesinski der zu seinem ersten Einsatz überhaupt in der 2. Liga kam. Mats wechselte zunächst bei drei Siebenmetern in den Kasten des TuS und dann von der 52. Minute an. Einen Siebenmeter von Pulay hielt er sogar noch, musste aber den Nachwurf passieren lassen.

Es fielen im zweiten Durchgang noch insgesamt 29 Tore. Sehenswerte vor allem von TuS-Seite. Erwähnenswert sollten noch sein: Das 19:9 (34.) durch Moritz Schade ins gerade noch leere Elbflorenz-Tor, der Heber von Luka Rakovic zum 20:10 nach 36 Minuten und auch Schades Unterzahl-Treffer nach mustergültigem Anspiel von Jaanimaa. Das war das 21:11 in der 38. Minute. Auch Valetin Spohns Tore zum 22:12 (39.), 25:15 (46.) und 26:15 (47.) waren ihr Eintrittsgeld wert, das 26:15, als der Ball wie an einem Strich gezogen in die lange Ecke rauschte. Schließlich kam Marko Bagaric zu seinem zweiten Treffer, als er am Schluss noch vorne mit ran durfte, nachdem er vorher hinten (mit Walczak und Schade im Wechsel im Innenblock) sich Bestnoten verdienen konnte. Es war der Endstand zum 32:20 in der 60. Minute. Ein Ballverlust der Gäste und ein TuS-Fehlpass in den letzten 20 Sekunden waren dann nicht mehr von Belang.

 

Stimmen zum Spiel:

Aaron Ziercke (TuS N-Lübbecke): „Wir sind stabil und souverän aufgetreten. Da gab es heute Abend zu keinem Zeitpunkt einen Zweifel, wer als Sieger die Halle verlassen würde. Das hat mir imponiert, wie die Mannschaft die drei Spiele in acht Tagen mit 6:0 Punkten hinter sich gebracht hat. Auch wer eingewechselt wurde, war sofort da – und hat Leistung gebracht. Dazu kam, dass wir uns nur wenige Fehler leisteten und wir den Gegner nur wenig zur Entfaltung kommen ließen. So kam es, dass wir einen klaren Sieg einfahren konnten. So erfolgreich wollen wir weiterarbeiten.“

Christian Pöhler (HC Elbflorenz): „Das war der stärkste Gegner, der uns in dieser Saison bisher begegnet ist. Ich denke aber auch, dass es das bis dato beste Spiel des TuS N-Lübbecke gewesen ist. Das war heute Abend jedoch auch begünstigt durch unser schlechtes Auftreten, jedenfalls in der 1. Halbzeit, nachdem wir bis zum Zwischenstand von 8:5 zunächst noch im Plan gewesen waren. Doch auch da hatten wir schon hundertprozentige Chancen liegen gelassen. Und dann fangen wir uns zu viele Gegenstöße. In der zweiten Spielhälfte agieren wir dann besser. Doch wie gesagt: Es war eine sehr souveräne Leistung des TuS.“

Statistik:

TuS N-Lübbecke: Birlehm (17/1 Paraden), Grzesinski (1/1 Parade); Genz (3), Walczak (1), Bechtloff (4/1), Gierak (1), Bagaric (2), Strosack (n.e.), Rakovic (2), Spohn (6/1), Jaanimaa (1), Schade (7), Orlowski (3), Speckmann (1), Hövels (1).

HC Elbflorenz 2006: Halfmann (0 Paraden), Huhnstock (6 Paraden); Pulay (11/4), Jurgeleit, Dierberg, Gugisch (2), De Santis, Flödl, Kretschmer (2/1), Hoffmann (1), Greß, Kammloth (4), Becvar, Quade, Pechstein.
Siebenmeter: 2/2:8/5 (Kretschmer scheitert an Birlehm, Pulay scheitert an Grzesinski, Pulay an den Pfosten)
Zeitstrafen: 8:2 (min.) = (Walczak (19. + 54.), Bagaric (31.), Genz (37.) / Becvar (32.))

Spielfilm: 0:1 (2.), 2:1 (5.), 3:2 (5.), 6:2 (10.), 8:4 (18.), 9:5 (20.), 11:5 (22.), 12:6 (25.), 14:6 (27.), 14:7 (27.), 16:7 (29.) – 19:9 (34.), 20:10 (36.), 22:12 (39.), 24:15 (46.), 27:15 (49.), 29:17 (54.), 30:18 (55.), 31:20 (59.), 32:20 (60.).

Schiedsrichter: Jannik Otto / Raphael Piper

Zuschauer: 1.323 in der Merkur Arena Lübbecke

  • Kenji Hövels
  • Joel Birlehm
  • Mats Grzesinski
  • Jan-Eric Speckmann
  • Moritz Schade
  • Luka Rakovic
  • Marian Orlowski
  • Jó Gerrit Genz
  • Dener Jaanimaa
  • Jó Gerrit Genz und Kenji Hövels
  • Valentin Spohn, Marian Orlowski und Joel Birlehm
  • Jens Bechtloff, Jan-Eric Speckmann, Dener Jaanimaa und Valentin Spohn nach dem 32:20-Sieg

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