Spielfreude vom Sieg in Essen mitnehmen: TuS erwartet am Freitag Hamm-Westfalen

Längst ist die gute Laune zum TuS N-Lübbecke zurückgekehrt. Durchhalteparolen zu verkünden, wie noch vor gar nicht allzu langer Zeit, ist erst einmal kein Thema mehr. Eher übertriebene Freude etwas zu dämpfen, ist jetzt das Vorgehen des Betreuerstabes, allen voran bei Trainer Emir Kurtagic. „Natürlich haben wir jetzt eine gute Phase und brauchen uns vor keinem anderen Team der Liga zu verstecken. Doch zuhause gegen Hamm-Westfalen erwartet uns ein vollkommen neues Spiel gegen einen Gegner, der schon seit rund drei Jahren auf einem stetigen Weg nach oben ist“, so der TuS-Coach. Anwurf in der Merkur Arena ist am Freitag, 29. November um 19.30 Uhr – dann wird dauch klar sein, ob LuziTuS siene Wette mit den mindestens 1.750 Besuchern gewonnen hat.

 

Zweifellos aber habe der Auswärtssieg am vergangenen Freitag beim Spitzenreiter in Essen sehr gutgetan. „Die Jungs haben wieder Freude am Spiel, die sie mitnehmen wollen ins Westfalen-Derby in zwei Tagen“, so TuS-Coach Emir Kurtagic am Mittwochmittag. Der ASV Hamm sei gewiss ein äußerst unangenehmer Gegner, doch inzwischen „werden wir von den anderen Teams der Liga auch wieder als unangenehm empfunden“. Antworten parat zu haben, wie jüngst beim TUSEM Essen, werde ebenso weiterhelfen, „wie wir um unsere Stärken wissen“.

Hamm sei ebenso leistungsstark einzuschätzen wie Essen, auch wenn der ASV „anders spielt“. Während der TUSEM vor allem über Stärken im „1 gegen 1“ verfüge, falle bei Hamm „in erster Linie ein funktionierendes Kollektiv auf“, wenngleich gepaart mit individuellen Stärken, „nicht zuletzt bei Sören Südmeier und Merten Krings“. Hamm setze reichlich Akzente, auch „über die Schnelle Mitte“.

So schön der Erfolg in Essen war, so sehr verwundert fragen sich manche Anhänger am Wiehen manchmal doch noch, wie das denn möglich war. „Ja, ich hab mir das gesamte Spiel auf Video nochmal genau angesehen“, so Emir Kurtagic. Das sehr hohe Niveau bei Torwart und Abwehr zwischen der 2. und 20. Spielminute sei unbestritten gewesen. Noch wichtiger aber, „wie wir uns durch den 12:12-Ausgleich kurz nach der Pause überhaupt nicht vom Weg haben abbringen lassen“. Das TuS-Team habe alles Können abgerufen, souverän weiter agiert und „schlichtweg eine reife Leistung angeliefert.

“Ruhe nicht nur in der Partie beim TUSEM, sondern auch in der Phase behalten zu haben, als es drei Niederlagen hintereinander gegeben hatte, das zahle sich inzwischen aus, betonte am Mittwochmittag beim Pressegespräch in der Geschäftsstelle auch Jens „Feile“ Bechtloff. Was den TuS jetzt noch aufhalten könne? Eine Menge. Denn: „Leute, wir haben noch gar nichts erreicht!“ Unter den 6 Spielen ohne Niederlage zuletzt „war auch das enttäuschende Heim-Unentschieden gegen Konstanz, also noch gar nicht so lange her“, warnt der Linksaußen ganz recht vor Überheblichkeit. „Unser Anspruch war und ist es, so eine Partie wie gegen Konstanz klar für uns zu entscheiden“. Und beim 12:12-Zwischenstand in Essen hätte das leicht „auch in die andere Richtung kippen können“. Also: „Wir dürfen uns nie zu sicher sein. Haben uns die insgesamt gute Entwicklung aber dank harter Arbeit verdient“, so „Feile“ abschließend.

Stand Mittwochmittag kann der TuS N-Lübbecke gegen Freitagabend gegen Hamm-Westfalen mit dem kompletten Kader ins Rennen gehen. „In Essen hatten wir erst zum ersten Mal in der laufenden Saison alle Mann an Bord gehabt“, erinnerte der Trainer noch einmal daran, dass davor immer mal ein bis drei Leute nicht zur Verfügung gestanden haben. „In die verbliebenen vier Wochen bis zur am 26. Dezember beginnende Winterpause werden wir nochmals alles investieren“, hofft der TuS-Coach auf eine Fortsetzung der derzeit guten Phase. Es gebe aber „keinen Grund abzuheben – und die Tabelle interessiert mich auch weiterhin nicht.“

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