TuS reist am Samstag zum Derby nach Hamm – Druck ist da, aber auch neues Selbstvertrauen

Das Momentum spricht derzeit wieder für die Handballer des TuS N-Lübbecke. Dreimal zuletzt ohne Niederlage gewesen, 5:1 Punkte dabei geholt und mit Lübeck-Schwartau und Aue in der Merkur Arena zwei starke Mitkonkurrenten aus dem Weg geräumt. Diese zwei Siege taten so richtig gut. Also, Herr Kurtagic, geht man in die nächste Auswärtspartie am Samstag, 19. Dezember, 19.15 Uhr, beim ASV Hamm-Westfalen mit etwas weniger Druck? „Nein, überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil: Druck hast Du in dieser Liga immer!“

 

Allein schon deshalb, weil „es noch viel zu früh ist für erste Zwischenbilanzen“. Aber der TuS-Coach stellt doch zufrieden fest, „dass wir in den ersten zehn Spielen gute Erfahrungen haben sammeln können“. Genau solche Erfahrungen sollen mithelfen bei diesem schweren Auswärts-Trip. Fakt sei, laut Emir Kurtagic, dass der ASV Hamm trotz im Augenblick nur Rang 8 in der Tabelle „weiterhin eine sehr starke Truppe beieinanderhat“. Wozu natürlich nicht zuletzt die Ex-Nettelstedter Marian Orlowski und Jó Gerrit Genz gehören, die bis Sommer 2020 noch am Wiehen zuhause gewesen sind.

Nur drei Tage liegen zwischen der Partie am Mittwoch gegen Aue und dem Auftritt in Hamm. Zeit, die knapp ist, aber sinnvoll genutzt wird. „Aktive Regeneration und Videoschauen zur Vorbereitung“ stehen am Donnerstag im Blickpunkt, erzählte der Lübbecker Trainer bei der Pressekonferenz am Mittag. Weiter werde – dieses schwerpunktmäßig ab Freitag – „ein Matchplan festgelegt“. Man gehe gemeinsam vieles durch und überlege sich, „wer welche Rolle übernehmen kann“.

Und dann? „Am Samstagabend wieder Vollgas geben. Unser Ziel ist vor allem, immer Freude am Spiel zu haben.“ Mit 5:1 Punkten im Rücken sei ja auch einiges an Selbstvertrauen wieder zurück. Schwächeperioden im Laufe der Saison blieben nie ganz aus, wiederholte der Handballlehrer auch einiges aus der Pressekonferenz am Abend vorher nach dem Sieg gegen Aue. Auch weil das TuS-Team im Sommer recht neu zusammengestellt worden sei. Man wolle und müsse sich immer noch weiter steigern.

Wohl noch ein bisschen mehr als üblich, ließ sich der Lübbecker Trainer in die Karten schauen, was überwiegende Stammspieler und überwiegende Bankdrücker betrifft. Er sei froh, einen so breit aufgestellten Kader zu haben und deutete an, dass Männer, die zuletzt eher auf der Bank gesessen hätten, nun zu mehr Spielanteilen kommen könnten. „Wir brauchen alle!“ Man habe immer noch bis zum Wechsel des Kalenderjahres vier Spiele vor der Brust. „Jeder will und soll seinen Beitrag leisten!“

Seinen Beitrag geleistet – zum Sieg gegen Aue am Mittwoch – hat in jedem Fall schon mal (und wiederholt) Aljosa Rezar, der sich ebenfalls den Fragen der Sportpresse stellte. „Das war eine gemeinsame Sache unserer Mannschaft in der Defensive“, gab der Torwart das Lob sofort weiter. Ein Keeper habe es einfach leichter und es mache ihn einfach froh, „wenn Du merkst, die Abwehrreihe arbeitet hervorragend“, so wie das über weite Strecken am Mittwochabend gewesen sei. „Vor allem in den ersten 20 Minuten hat unsere Abwehr klasse agiert“, ergänzte Emir Kurtagic.

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