TuS am Sonntag in Erlangen – Gefragt sind „Emotion, Leidenschaft und Willen“

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Dass der TuS N-Lübbecke in den jüngsten zwei Auswärtsspielen je einen Punkt mit ans Wiehengebirge gebracht hat, sollte ein Hinweis sein. Nämlich der, dass die Nettelstedter Mannschaft aktuell Positives einfahren kann, wenn die beiden Unentschieden (26:26 in Leipzig und 23:23 in Ludwigshafen) genau betrachtet auch „nur“ Teil-Erfolge gewesen sind. Nun steht am kommenden Sonntag, 12. November, 12.30 Uhr, die Aufgabe beim HC Erlangen, Bundesliga-Aufsteiger von 2014 und 2016, im Spielplan. TuS N-Lübbeckes Trainer Aaron Ziercke erwartet eher „einen Kampf auf Biegen und Brechen“. Gewiss „weniger eine Partie, die etwas für Handball-Feinschmecker verspricht“.

 

Viel sei schon darüber gesprochen worden, dass nun die Phase der Saison komme, „auf die wir uns schon immer gefreut haben“. Die Aufgaben gegen die stärker und auch viel stärker einzuschätzenden Konkurrenten hat der TuS bereits abgearbeitet, jedenfalls was den Hinrunden-Terminplan angeht. In der Partie beim HC Erlangen gehe es, so Aaron Ziercke, gegen ein Team, das oft eine offensiv ausgerichtete 6:0-Deckung stelle – mit raschen Übergängen auf die 5:1- und die 3:2:1-Variante. Vorn operierten die Mittelfranken nicht selten mit zeitweilig zweitem Kreisläufer und „Außen, die recht häufig einlaufen“. Auf alle Eventualitäten „werden wir gut vorbereitet sein“.

Was die Psychologie vor diesem richtungsweisenden Match anbetreffe, sieht der Lübbecke-Coach den stärkeren Druck beim Gegner, auch weil dieser vor eigenem Publikum antrete. „Erlangen muss gewinnen, wir wollen gewinnen“, fasste Aaron Ziercke am Donnerstagnachmittag zusammen. Auf jeden Fall sei die Auseinandersetzung am Sonntagmittag weniger etwas für Ästheten, „sondern da geht es nur über Emotion, Leidenschaft und Willen“, weiß der Nettelstedter Trainer. Genauso werde diese Angelegenheit entschieden, da müsse man „sich auch ein paar blaue Flecken holen“. Aaron räumt ein, dass es inzwischen abgegriffen klänge, dennoch: „Meine Spieler müssen und werden dahingehen, wo es wehtut!“ Ein Sonntagsausflug werde „das ganz bestimmt nicht“. Sonntagsarbeit sehr wohl, möchte man hinzufügen, zu der der TuS-Tross sinnigerweise bereits am Samstag aufbricht.

Diese Konzentration auf nimmermüden Kampf schon früh im Laufe dieser Woche seinen Mannen zu vermitteln, „und nicht erst am Sonntag um halb eins, wenn Anpfiff ist“, sei eine wichtige Aufgabe dieser Tage gewesen. Darüber hinaus sieht der Trainer gewiss auch den TuS-Rückraum in der Pflicht. Da müsse noch weit flüssiger der Ball durch die Reihen fliegen, damit „wir Würfe aus dem Stand minimieren“.
Eine frohe Kunde hatte Kenji Hövels zur Pressekonferenz am frühen Donnerstagnachmittag in die TuS-Geschäftsstelle mitgebracht – und diese betraf ihn selbst: „Ja, ich nehme ein Trikot mit“, flachste der Rückraumspieler, seit dem Minden-Derby am 3. September, als er sich an der Hand verletzt hatte, war er auf Eis gelegt. Zwar müsse abgewartet werden, wie viele Minuten er schon den Teamkameraden helfen könne, doch habe die medizinische Abteilung grünes Licht für einen Einsatz gegeben. Die so lange Auszeit sei nun vorbei, „ja – das war schon nervig, die ganzen Wochen nur zuschauen zu dürfen“.

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