TuS am Sonntagnachmittag in Dresden: „Gegner stabiler als in der Vorsaison“

Angesichts von 5:1 Punkten aus den jüngsten drei Spielen mag die Vokabel „Wiedergutmachung“ als Zielvorgabe für die kommende Partie zunächst etwas befremdlich klingen. Doch das 23:23 vor acht Tagen zuhause gegen Kellerkind Konstanz war schmeichelhaft und – trotz der Torfolge am Schluss vom 21:23 zum 23:23 – auch kein gefühlter Sieg. Für den TuS N-Lübbecke gibt es somit viel gegenüber vergangenem Samstag zu verbessern; jetzt am Sonntag, 10. November, 17 Uhr, in der Ballsport-Arena Dresden gegen den HC Elbflorenz.

 

„So spielen wie in den ersten 15 Minuten gegen Konstanz“, das wünscht sich TuS-Trainer Emir Kurtagic am Sonntagnachmittag. Dazu „im Angriff noch viel besser auf unsere Chancen warten“ – das soll eine weitere Maxime für das Vorgehen bei der nächsten Dienstreise sein. Die Partie zuhause gegen die HSG Konstanz habe man gemeinsam analysiert und aufgearbeitet. „Das war gut und wichtig“, gleichwohl erwarte seine Jungs beim HC Elbflorenz sehr wahrscheinlich eine komplett andere Partie, so der Lübbecker Trainer am Donnerstagmittag.

Die Schützlinge von Rico Göde seien ein unangenehmer Gegner, der alle Spielbereiche bestens beherrsche, „egal ob Abwehr, Angriff, Tempogegenstoßspiel, Rückzugsverhalten und so fort“, führte der Nettelstedter Coach weiter aus. Damit müsse sich der TuS „auseinandersetzten, das wird schwer genug“. Das Zeug zu einem neuerlichen Erfolgserlebnis in fremder Halle nach dem doppelten Punktgewinn in Bietigheim am 19. Oktober, „haben wir aber dennoch“. Die aufeinanderfolgenden Siege gegen Hütttenberg und dann halt in Bietigheim hätten „zu wesentlich mehr Selbstvertrauen“ bei seinen Spielern geführt, so Emir Kurtagic.

Das gilt insbesondere für Jó Gerrit Genz, der dieses Mal den Nettelstedt-Coach zur Pressekonferenz begleitete. Nach Peter Strosack (48/9) und Valentin Spohn (39/4) liegt die Nr. 5 auf Rang 3 der TuS-internen Torschützenliste mit 34/1. Nachdem Jó Gerrit Genz seine erste etwas längere Antwort in der Presserunde beendet hatte, nickte der Trainer zufrieden: „Sechs bis siebenmal hat Jó eben das Wort Selbstvertrauen verwendet.“ Selbstvertrauen sei so ungeheuer wichtig im Sport. Dazu komme die richtige Einstellung und „eine positive Ausstrahlung zu haben“. Es gehe schon eine Menge voran inzwischen bei der Weiterentwicklung der TuS-Mannschaft.

Gewiss hatte Jó Gerrit Genz in seinem Statement auch deutlich gemacht, „wo es noch gehakt hat gegen Konstanz“. Man habe nach der so guten Anfangsphase nicht ordentlich weitergearbeitet. „Dann haben wir das Spiel so gut wie verloren…“ Mit Kampfkraft „und auch Glück“ sei es dann gelungen, gerade noch einen Punkt ergattern zu können. Diese Schadensbegrenzung habe zwar für die gute Moral im Team gesprochen, so das TuS-Rückraum-Ass sinngemäß, „doch unser Anspruch muss sein, so ein Spiel früh nach Hause zu bringen“. Zuhause gegen Konstanz nur einen schmeichelhaften Teilerfolg erzielt zu haben, könne aber auch „ein neuerlicher Schuss vor den Bug gewesen sein“ und daher Sinn machen. Die Qualität im TuS-Team sei da, um aus Dresden zwei Punkte mitzunehmen. Vorausgesetzt, man rufe „in den 60 Minuten alles ab“.

Den HC Elbflorenz sieht Emir Kurtagic „stabiler als noch in der letzten Saison“. Und die Dresdner verfügten über mehr Potenzial als manch andere Teams der 2. Liga. Auf allen Positionen seien sie zwei- bis dreifach gut besetzt mit zahlreichen erstligaerfahrenen Spielern. „Die Hürde ist hoch, dennoch können wir relativ entspannt diese Aufgabe angehen“. Entspannt sicher auch, weil der TuS-Tross sich bereits am Samstag nach Sachsen aufmacht.

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