TuS gewinnt in jeder Hinsicht verdient: 35:26 über EHV Aue

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Na, das war doch eine mehr als passende Antwort auf die Niederlage vor acht Tagen in Coburg: Beim 35:26 (18:11) am Samstagabend in der Merkur Arena gegen den EHV Aue haben die Ziercke-Schützlinge die Fans in jeder Hinsicht wieder versöhnt. In allen Belangen verdient setzte sich der TuS N-Lübbecke durch. Bestes TuS-Ass dabei „Valle“ Spohn, der gleich 10 Mal einnetzte! Aber auch Joel Birlehm zeigte seine Extraklasse, parierte 17 Mal. Die 1.685 Zuschauer waren begeistert. Der TuS gab sich selbst an diesem Abend die beste Vorlage für einen guten Jahresabschluss in vier Tagen. Denn am 2. Weihnachtstag, Dienstag, den 26. Dezember, kommt der TSV Bayer Dormagen an den Wiehen. Es ist bereits das erste Spiel der Rückrunde.

 

Zum Spielverlauf: Sofort ging es los mit dem Torewerfen, denn den ersten TuS-Angriff schloss Lukasz Gierak schon gleich zum 1:0 (1.) ab, als er im Fallen den Ball am gegnerischen Keeper vorbei legte. Auf das 1:1 durch Peteikis (1.) folgte nach zwei Minuten Jens Bechtloffs 2:1, nach dem er sich im 1 gegen 1 super durchgesetzt hatte. Per 2. Welle schraubte Jó Gerrit Genz das Resultat auf 3:2 und zwei weitere Bechtloff-Aktionen führten zum 4:2 (4.) und 5:2 (5.), der fünfte Treffer gelang dem Kapitän im Tempogegenstoß. Als dann Joel Birlehm gegen Petreikis parierte, vollendete Jó Gerrit Genz in der zweiten bis dritten Welle, es stand 6:2 (6.) für die Gastgeber.

Leider erlaubten dann Unkorrektheiten im Nettelstedter Spiel dem Gegner aus Aue den Anschluss bis zum 6:5 (9.). Durch die Beine von Aue-Keeper Erik Töpfer rutschte das Leder nach dem nächsten Wurf von Valentin Spohn, es stand 7:5 (10.). Zwei Tempogegenstöße der Ziercke-Schützlinge, die „Feile“ Bechtloff (11.) und Peter Strosack (12.) zum Erfolg brachten, gaben wieder die nötige Sicherheit im Spiel der Gastgeber. Moritz Schade traf anschließend im Doppelpack. Mit einem Tempogegenstoß gelang dem Kreisläufer das 10:6 (15.) und in Unterzahl schaffte er den Treffer zum 11:6 (17.). Vor dem 12:6 von „Valle“ Spohn hatte dieser zunächst klasse angetäuscht. Und auch im weiteren Verlauf der ersten Spielhälfte hielten die TuS-Asse ihren Gegner sehr gut auf Distanz.

Als folgende Torschützen im TuS-Team begeisterten Jó Gerrit Genz (13:6, 19.), Jens Bechtloff (14:8, 22., Siebenmeter) und – wieder genesen – Kenji Hövels (15:9, 23.). Es war alsdann wieder ein Tor mit der 2. Welle, bei der Valentin Spohn das 16:9 feiern durfte (24.). Auch die verbliebenen zwei Tore bis zur Halbzeitpause sahen den früheren Balinger als Treffergarant. So beim 17:10 (1-gegen-1-Situation) in der 28. Minute und mit wunderbarem Unterarmwurf zum 18:11-Pausenstand (60.).

Mit dem Beginn der zweiten Hälfte gelang zwar Jens Bechtloff zunächst noch ein weiterer Siebenmeter-Treffer, das 19:11 (31.), doch Aue konterte mit zwei Toren, es stand 19:13 (37.). Es gab nun allermeist einen offenen Schlagabtausch, beinahe hätten die Gäste die zweiten 30 Minuten sogar sozusagen unentschieden gestalten können. Auf jeden Fall war für die Zuschauer jene Menge an Unterhaltung gegeben. Und auch der TuS warf zahlreiche wunderbar anzuschauende Tore.

Da sei zum Beispiel das 21:13 (39.) genannt, bei dem Jó Gerrit Genz im Tempogegnstoß in den Winkel traf. Oder Mo Schades Kreisläufer-Tor im Sitzen, nach mustergültigem Assist von Lukasz Gierak. Es war das 25:17 (43.). Quer in der Luft lag Patryk Walczak, als er zum 26:17 (44.) ins Schwarze traf. Zuvor waren in der 42. Spielminute gleich vier Treffer gefallen, zwei für den TuS, zwei für Aue. In den Winkel und in Unterzahl traf Lukasz Gierak zum 27:18 (47.).

Einen Rückraum-Knaller schaffte Valentin Spohn mit dem 29:20 (50.). Überhaupt Spohn: Zehnmal traf der Ex-Balinger an diesem Samstagabend. Freude auf den TuS-Rängen auch, als Jan-Eric Speckmann noch aufs Spielfeld kam und noch zwei Treffer in die Auer Maschen setzte. Leider ging in dieser Endphase noch ein Kempa-Trick schief, doch das machte überhaupt nichts. Denn aus dem 33:26 wurde noch der 35:26-Endstand.Beim 34:26 durch Spohn war schon Zeitspiel angezeigt gewesen. Per Tempogegenstoß vollendete „Specki“ Speckmann zum Endstand von 35:26 unmittelbar vor der Schlusssirene.

 

Stimmen zum Spiel

Aaron Ziercke: „Ich bin sehr zufrieden. Von der ersten Minute an waren die Jungs da – und zeigten auch die richtige Körpersprache. Sie sind vor allem in der ersten Spielhälfte super aufgetreten. Nach dem Wechsel kamen die Gäste besser zurecht. Mag man vielleicht sagen, wir hätten noch mehr für das Torverhältnis tun sollen, aber Aue ist keine Laufkundschaft. Es machte Spaß, unseren Jungs zuzuschauen. Und jetzt hoffen wir, die gute Leistung für den Jahresabschluss gegen Dormagen konservieren zu können.“

Stephan Swat: „Unser Hauptproblem war die 1. Halbzeit. Wir wollten Tempo spielen, was uns überhaupt nicht gelang. Nettelstedt hat dagegen zunächst sehr viel richtig gemacht. Beim 6:5 waren wir dann wieder gut im Spiel, aber der Pausenstand von 18:11 machte dann klar, dass heute für uns hier nichts zu holen sein wird. Es war uns klar, dass die Trauben in Nettelstedt hoch hängen. Nach dem Wechsel haben wir es ein Stück weit besser gemacht.“

 

Statistik

TuS N-Lübbecke: Birlehm, Tatai; Genz (5), Walczak (1), Bechtloff (6/2), Gierak (2), Strosack (2), Rakovic, Spohn (10), Jaanimaa, Schade (5), Speckmann (2), Hövels (2).

EHV Aue:Musil, Rasimas; Töpfer, Meinhardt (3/3), Naumann (3), Roch (4), Ebert (2), Bornhorn, Petreikis (4), Dumcius (3), Roth (3), Brykner (2), Neuteboom, Slachta (1), Schauer, Tuminskis (1).

Siebenmeter: 3/4 – 3/3 – Bechtloff an Töpfer (36.)

Zeitstrafen: Walczak (16.), Schade (28.), Spohn (45.) – Naumann (43.), Roth (54.)

Schiedsrichter: Frederic Linker / Sascha Schmidt

Zuschauer:1.685 in der Merkur Arena

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