TuS gibt vierten Heimpunkt ab: Nur 31:31 gegen Emsdetten

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Diesmal hüpfte der Gegner nach seinem (Teil-)Erfolg fröhlich im Kreis auf der Spielfläche in der Merkur Arena… Der TV Emsdetten hatte sich zumindest diesen einen Punkt beim 31:31 (16:16) am Samstagabend mehr als redlich verdient. Für den TuS war es durchaus so was wie eine Kopie der Hinspielniederlage von 31:34. Wieder war weniger die Angriffsreihe als vielmehr die Deckung das Problem bei den Nettelstedtern. Immerhin erlebten die 1.463 Zuschauer eine spannende Partie mit aufopferungsvollem Kampf auf beiden Seiten. Und wenigstens bleibt in der Tabelle für Lübbecke alles beim Alten, jedenfalls was die Platzierung angeht – Rang 4 für Nettelstedt-Lübbecke. Treffsicherster TuS-Spieler: Peter Strosack mit 10/5 Toren.

 

Zum Spielverlauf: Mo Schade, Jó Gerrit Genz und zweimal Peter Strosack (ein verwandelter Siebenmeter und ein Aufsetzer) trafen bis zum 4:1 nach vier Minuten. Das ließ noch Gutes erwarten, auch weil dabei noch eine erste Joel-Birlehm-Parade zu notieren war. Doch bereits nach neun Spielminuten hatte Emsdetten zum 5:5 aufgeschlossen. Zwei Lübbecker Fehlwürfe begünstigten die Gäste. Bald darauf – beim 6:7 (12.) und 7:9 (15.) – setzten die Kubes-Schützlinge Duftmarken. Patryk Walczak vom Kreis zum 8:9 (15. Minute), derselbe Spieler per Aufsetzer beim Tempogegenstoß zum 9:9 (16.) und Jó Gerrit Genz ins untere rechte Eck mit dem 10:9-Treffer zwangen die Gäste dann aber zu ihrer ersten Auszeit.

Auch beim 11:10 (19.) durch Peter Strosack lagen die Hausherren in Front, als ihn die Kameraden sehr schön freigespielt hatten. Doch in der Folgezeit erspielte sich der TVE Vorteile, lag zweimal sogar mit zwei Treffern vorn. Sehenswert waren die Lübbecker Tore derweil trotzdem, so bei Valentin Spohns Unterarmwurf zum 12:12 (22.), bei Lukasz Gieraks 13:13 (24.) ins untere linke Eck, während Patryk Walczaks 14:15-Anschluss (29.) per Heber im gegnerischen Kasten landete. In einer 1:1-Situation setzte sich Jó Gerrit Genz durch, als er zum 15:16 (30.) traf. Das 16:16 (30.) von „Valle“ Spohn wurde zum Halbzeitresultat.

In der zweiten Halbzeit bleib es ein offener Schlagabtausch mit recht vielen Treffern. Auf beiden Seiten gaben also eher die Offensivreihen den Ton an. Manngedeckt wurde der bis dahin sehr auffällig spielende Emsdettener Merten Krings – allermeist von Peter Strosack. Fehlversuche und Ballverluste auf beiden Seiten waren zwischen der 34. und 38. Minute zu notieren, die Tore blieben erst einmal aus. Den Bann brach Peter Strosack per Tempogegenstoß zum 19:18 (38.). Janko Bozovic erzielte ohne große Gegenwehr das 21:23 (45.), nun mussten sich die Ziercke-Schützlinge sehr bemühen, nicht frühzeitig auf die Verliererstraße zu geraten. Doch der Kampf stimmte bei Nettelstedt.

Mo Schade (sehr schön am Kreis durchgesetzt, 46.) und Peter Strosack vom Punkt (47.) brachten das 23:23. Als Bozovic per Siebener auf 25:27 (51.) erhöhte, konterte der TuS immer wieder mal erfolgreich, hatte aber erst in der 56. Minute wieder den Ausgleich geschafft. Im Tempogegenstoß nach einem Emsdettener Fehlpass war es Valentin Spohn, der treffen konnte. Patryk Walczak vom Kreis gelang das 30:30 (57.). Obwohl nicht von einer Zeitstrafe personell belastet, entschied sich Gäste-Trainer Daniel Kubes dann für den zusätzlichen Feldspieler. Doch schief ging’s, so dass Peter Strosack das 31:30 für den TuS schaffte (58.). Es war ein Wurf ins leere Emsdetten-Tor, obwohl Gäste-Torwart Mark Ferjan schon fast sein Gehäuse wieder erreicht hatte. So gut wie im Gegenzug aber dann das 31:31 (58.), das Yannick Terhaer für die Kubes-Schützlinge aus Rechtsaußen-Position gelang. Nach abgepfiffenem Zeitspiel-TuS bekam der TVE Ballbesitz, verdaddelte das kleine Leder jedoch wieder. 19 Sekunden vor der Schlusssirene nahm Aaron Ziercke noch eine weitere Auszeit. Mehr als ein Freiwurf aus recht ungünstiger Position durch Marko Bagaric blieb dem TuS aber nicht mehr, als die Uhr schon auf „60:00“ stand. Sicher und wie erwartet blockte die Emsdetten-Abwehr diesen letzten Ball ab.

 

Stimmen zum Spiel:

Aaron Ziercke (TuS N-Lübbecke): „Den einen Punkt hat sich unser Gegner heute Abend verdient. Ein Kompliment möchte ich unseren Zuschauern zukommen lassen, die alles für uns gegeben haben. Wir mussten das Problem lösen, unsere beiden Linksaußen zu ersetzen. Der Beginn des Spiels war gut für uns, wir gehen mit Geschlossenheit, Tempo und Esprit hinein. Doch schon nach zwei bis drei Fehlern sind wir von unserem Pfad abgekommen. Phasenweise lief es mal wieder besser. Wir waren aber nicht konsequent genug – Emsdetten blieb dran. Das Match wogte auch später hin und her. Knackpunkte im zweiten Spielabschnitt war, dass die in den Auszeiten besprochenen Dinge gleich danach nicht umgesetzt wurden.“

Daniel Kubes (TV Emsdetten): „So direkt nach dem Spiel ist es recht schwer zu beurteilen, ob dieses Ergebnis für uns ein gewonnener Punkt oder ein verlorener war. Auf jeden Fall bin ich glücklich über diesen einen Zähler, der uns in der Endabrechnung noch sehr helfen kann und den wir bei einem Favoriten geholt haben. Klar – wir hätten auch gewinnen können, denn mehrmals in der zweiten Hälfte liegen wir mit zwei Treffern in Front. Ein höherer Torabstand war uns aber nicht vergönnt. Doch wir sind hier geschlossen aufgetreten, trotz des ein oder anderen Fehlers.“

 

Statistik:

TuS N-Lübbecke: Tatai (4 Paraden), Birlehm (6/1 Paraden); Genz (4), Walczak (4), Gierak (2), Bagaric, Strosack (10/5), Rakovic (n.e.), Spohn (6), Jaanimaa, Schade (2), Orlowski (3), Hövels.

TV Emsdetten: Ferjan (5 Paraden), Madert (1 Parade); Weischer (n.e.), Krings (6), Franke, Terhaer (3), Hübner (n.e.), Toom (n.e.), Kolk (n.e.), Dräger, Holzner (5/1), Smits (5), Wesseling (2/1), Kropp (2), Bozovic (8/4).

Siebenmeter: 5/5 : 7/6 (Holzner scheitert an Birlehm)

Zeitstrafen: 2:4 (min.) = Walczak (49.) / Dräger (33.), Terhaer (46.)

Spielfilm: 2:1 (2.), 4:1 (4.), 4:3 (7.), 5:5 (9.), 6:7 (12.), 7:9 (15.), 9:9 (16.), 11:12 (21.), 13:13 (24.), 13:15 (27.), 15:16 (30.), 16:16 (30.) – 16:18 (32.), 19:18 (38.), 21:20 (42.), 21:23 (45.), 23:23 (47.), 25:27 (51.), 26:28 (53.), 27:29 (54.), 29:29 (56.), 29:30 (56.), 30:30 (57.), 31:30 (58.), 31:31 (58.).

Schiedsrichter: Jannik Otto / Raphael Piper

Zuschauer: 1.463 in der Merkur Arena Lübbecke

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