TuS hält am Schluss wieder gut dagegen – dennoch verdiente 33:36-Niederlage bei Spitzenreiter Coburg

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Der TuS N-Lübbecke hat auch das vierte Auswärtsspiel hintereinander nicht gewinnen können. Nach dem 33:36 (16:19) beim HSG 2000 Coburg haben die Ziercke-Schützlinge nun schon seit 9 Wochen in fremden Hallen keinen doppelten Punktgewinn mehr erzielt. Die Niederlage am Samstagabend in Oberfranken bedeutet, dass Nettelstedt gegenüber den nahezu gleichauf führenden Teams aus Coburg und Balingen nun schon 7 Zähler zurück liegt. In der ersten Spielhälfte konnte der TuS noch weitgehend Paroli bieten, verschlief aber den Start in die zweite Hälfte, als binnen 6 Minuten aus dem 16:19-Pausenstand ein 18:24 (36. Minute) wurde. Immerhin wurde eine überdeutliche Niederlage dann noch gut verhindert. Beste Werfer bei Lübbecke: Dener Jaanimaa (8) und Mannschaftskapitän Jens Bechtloff (6/1). Die zweitmeisten Treffer beim Gegner gelangen dem früheren TuS-Spieler Pontus Zetterman.

 

Zum genaueren Spielverlauf: Anwurf hatte der TuS N-Lübbecke, der dank Lukasz Gierak nach schon 43 Sekunden das 0:1 markierte. Leider sollte dies die einzige Führung des Abends für die Gäste bleiben. Patryk Walczak und Lukasz Gierak bildeten zu Beginn den Innenblock, der TuS hatte eine recht offensive Deckungs-Ausrichtung. Zum 2:2-Ausgleich kam erneut Lukasz Gierak (5. Minute). Varvne und Ex-TuS-Spieler Zetterman erhöhten auf 4:2, ehe Jens Bechtloff der 4:3-Anschluss gelang. Die Lübbecker legten gut nach, den 4:4-Ausgleich schaffte Valentin Spohn mit einem Rückraum-Tor (9.).

Lukasz Gierak blockte einen Coburg-Wurf ab, um einen Augenblick später das 5:5 (11.) zu erzielen. Leider musste in der 12. Minute Patryk Walczak eine Zeitstrafe hinnehmen. Über den Ausgleich zum 6:6 durfte sich Lukasz Gierak freuen, der dann in Unterzahl mit einem schönen Schlagwurf traf (13.). Den 8:7-Anschluss (15.) besorgte Patryk Walczak vom Kreis, für den 8:8-Ausgleichstreffer zeichnete „Valle“ Spohn verantwortlich (16.). Das 9:9 (18.) erzielte erneut Patryk Walczak vom Kreis. Die weiteren TuS-Treffer: 11:10-Anschluss (20.) durch Peter Strosack, das 12:11 (22.) dank „Feile“ Bechtloff, während Joel Birlehm in dieser Minute ins Lübbecker Gehäuse kam. 13:12 hieß es nach einem Jaanimaa-Treffer (23.), der auch für die Anschlüsse zum 14:13 (23.) und 15:14 (26.) sorgte. Im Folgenden legten die Hausherren auf 17:14 und 18:15 vor. Die Lübbecker Treffer 15 und 16 gelangen Dener Jaanimaa und Jan-Eric Speckmann. Leider ging ein letzter TuS-Wurf in der ersten Spielhälfte – eine Sekunde vor dem Halbzeitpfiff – nur an den Pfosten. Zur Pause führte Coburg mit 19:16.

Etwas Statistik zur Halbzeitpause sei hier aufgelistet, wo der TuS zum Beispiel mit 6:3 bei den „Rückraum-fern“-Toren vorn lag und ihm auch weniger technische Fehler (1:4) bis dahin passiert waren. Auffallend dann vor allem auch, dass es in der ersten Halbzeit weder einen Siebenmeter gab, noch ein stilechtes Tempogegenstoß-Tor auszumachen war.

Zum zweiten Durchgang wechselte Peter Tatai nun wieder für Joel Birlehm ins TuS-Tor, sollte mit einigen Paraden glänzen, was dem TuS im Ergebnis aber dennoch keine tatsächliche Wende mehr verschaffte. Im Gegenteil bauten die Hausherren ihren Vorsprung erst einmal binnen sechs Minuten vom 19:16 zum 24:18 aus. Auch Poltrum auf der Gegner-Seite entschärfte so manche Würfe. Zum 21:17 verkürzte Dener Jaanimaa (34.), der ebenso beim 23:18 der TuS-Schütze war. Dieser 5:2-Lauf wies schon mal eine Richtung zum Coburg-Sieg, wenn auch noch keine endgültige Entscheidung gefallen war.

Zum 24:19 kam Valentin Spohn (37.), im Nu dann das 24:20 per Gegenstoß durch Jens Bechtloff. Nach 41 Minuten traf Peter Strosack zum 25:21-Anschluss, während Peter Tatai den nächsten Coburg-Wurf parieren konnte. Das 26:22 (42.) gelang „Valle“ Spohn und sehr schön auch der Unterarmwurf von Jó Gerrit Genz zum 27:23 (45.). Der dann folgende 3:0-Lauf der Oberfranken war gewiss auch durch eine weitere TuS-Zeitstrafe begünstigt. 30:23 stand es nun für den HSC 2000 Coburg.

Im Stenogramm-Stil seien noch die weiteren Nettelstedter Tore hier genannt: 30:24 (49.) Lukasz Gierak, und nach einem gehaltenen Siebenmeter von Peter Tatai gegen Pontus Zetterman verkürzte Jens Bechtloff von der Rückraum-Mitte aus zum 30:25 (50.). Den einzigen Lübecker Siebener im Spiel verwandelte „Feile“ Bechtloff zum 30:26 (52.) und auch das 31:27 (54.) ging auf das Konto des Mannschaftskapitäns. Lukasz Gierak traf in Überzahl zum 32:28 (55.), Dener Jaanimaa markierte das 33:29 in der 56. Minute. Nach 58 Spielminuten gab es das 34:30 durch „Specki“ Speckmann, dem in Unterzahl auch das 35:31 (59.) gelang. Das 35:32 (60.) ging auf Dener Jaanimaas Konto, und in der Schlussekunde stellte Patryk Walczak den 36:33-Endstand her. Die letzten 11 Minuten sahen somit noch einen 9:6-Lauf zugunsten des TuS.

 

Stimme zum Spiel:

Aaron Ziercke (TuS N-Lübbecke): „Unser größtes Problem war – neben dem kleinen Kader – heute Abend die Abwehr. Wir haben alle nur denkbaren Varianten ausprobiert, 36 Gegentore sind einfach viel zu viel. In der ersten Halbzeit konnten wir zudem – im Gegensatz zu allermeist sonst – die Torwartleistung nicht in die Waagschale werfen. So gab es in den ersten 30 Minuten nur eine Parade bei uns zu notieren. Im zweiten Durchgang zeigte Peter Tatai dann eine sehr ordentliche Partie, was uns half, den Abstand noch relativ gering zu halten. Wir liegen drei Mal mit vier Toren nur noch hinten und haben Ballbesitz, zudem war noch genügend Zeit zum Aufholen da. Doch dann passieren wieder Fehler. Wobei die Angriffsleistung mit 33 Treffern auswärts ja sehr in Ordnung ist. Sieben Punkte Abstand in der Tabelle bis oben sind für uns eine Menge Holz. Wir wollen noch möglichst viele Spiele gewinnen – und dann schauen, was die Konkurrenz macht.“

 

Statistik:

HSC 2000 Coburg: Kulhanek, Poltrum; Preller, Hagelin (2), Jaeger (4), Wucherpfenning (1), Sproß (4), Prakapenia (3), Timm (2), Knauer, Zetterman (7), Lilienfelds (1), Varvne (8), Neuhold (4).

TuS N-Lübbecke: Birlehm, Tatai; Genz (1), Walczak (3), Bechtloff (6/1), Gierak (6), Strosack (2), Rakovic, Spohn (4), Jaanimaa (8), Schade, Speckmann (3).

Siebenmeter: 1/0 – 1/1

Zeitstrafen: 4:8 Minuten

Schiedsrichter: Lars Geipel / Marcus Helbig

Zuschauer: 2.025 in der HUK-Coburg arena

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