TuS in Göppingen am Ende ohne Chance: 19:24 verloren

Knapp nach dem Seitenwechsel durfte der TuS N-Lübbecke hoffen – bei seiner Bundesliga-Partie am Donnerstagabend in Göppingen. Nach 35 Spielminuten markierte Rechtsaußen Luka Rakovic den 8:8-Ausgleich, der Pausenstand von 8:6 für die Hausherren war somit eliminiert. Doch binnen drei Minuten hatte Frisch Auf Göppingen die Dinge in seinem Sinne rasch wieder geradegerückt, es stand 11:8. Spätestens beim 19:14-Zwischenstand nach 50 Minuten war Nettelstedts Niederlage besiegelt. Der TuS ließ den Torabstand bis zum Spielende aber auch nicht mehr größer werden. 24:19 für Frisch Auf war das Endergebnis. Göppingen agierte routinierter und abgeklärter, gewann verdient. Für den TuS gilt: Zuletzt zweimal hintereinander zuhause gewonnen, aber zuletzt dreimal hintereinander auswärts verloren. Trost für den TuS: Der Drittletzte Stuttgart verlor an diesem Abend zuhause gegen Hannover-Burgdorf 26:33, sodass die Ziercke-Schützlinge weiter auf Rang 15 platziert sind.

 

Mit der Formation „Tatai, Gierak, Hövels, Jaanimaa, Bechtloff, Torbrügge, Rakovic“ ging der TuS N-Lübbecke anfangs in seine Positionsangriffe. Der Abwehr-Angriff-Wechsel hieß zu Beginn: Grabarczyk und Genz für Hövels und Jaanimaa. Anwurf hatte erst einmal Göppingen, das durch Fontaine in der 2. Minute zum 1:0 kam. Probst im FAG-Kasten wehrte ab, sodass auch das 2:0 (Torschütze Ritterbach) nicht mehr lange auf sich warten ließ. Auch im Gegenangriff dann leider wieder kein Torerfolg für die „Rot-Schwarzen“, jedoch fand auch Sesum im heute Abend über weite Strecken gut aufgelegten TuS-Torwart Peter Tatai seinen Meister. Zwei weitere Lübbecker Fehlwürfe waren zu notieren, daher war das 3:0, erneut durch Ritterbach, die logische Konsequenz.

Allerdings ermöglichte ein technischer Fehler auf Göppinger Seite einen raschen Gegenangriff Nettelstedts, der einen Siebenmeterpfiff zur Folge hatte. Jens Bechtloff netzte gewohnt sicher ein, überhaupt verwandelte „Feile“ an diesem Abend alle seine vier Siebener. Also 3:1 nach 7 Minuten. Im Gegenzug parierte einmal mehr Peter Tatai, das 4:1 durch Schiller (9.) konnte er aber nicht verhindern. Nach 12 Minuten musste man schon das 5:1 (Damgaard) notieren, TuS-Coach Aaron Ziercke hatte allen Grund für seine erste Auszeit.

Immerhin gab es das 5:2 (13.), als TuS-Wintereinkauf Dener Jaanimaa traf. Jedoch netzte Schiller für Göppingen dank eines Siebenmeters zum 6:2 ein (14.). Im Angriff wechselte Aaron Ziercke nun Ante Kaleb für Kenji Hövels ein. Damgaard warf für die Gastgeber daneben, aber dem TuS passierte ein technischer Fehler. Diesen bügelte Peter Tatai mit einer Parade aus, sodass es Lübbecke erleichtert wurde, im Gegenstoß einen Siebenmeter zu „reißen“. Jens Bechtloff (17.), es stand 6:3. Tatai hielt alsdann gegen Fontaine, doch der folgende TuS-Wurf wurde erfolgreich geblockt. Als nur kurze Zeit später erneut Peter Tatai abwehrte, noch dazu ganz spektakulär, sah sich nun auch FAG-Trainer Dr. Rolf Brack genötigt, sich nach 18 ½ Minuten für eine Auszeit zu entscheiden.

Der TuS hatte nun eine bessere Phase. Jens Bechtloff vollendete per 7-er zum 6:4, woraufhin – na, was wohl… – Tatai erneut abwehrte, in der 22. Minute, diesmal gegen Schöngarth. Als dann Göppingen auch seinen Siebener-Wurf (Schiller) nicht im TuS-Gehäuse unterbringen konnte, hatte der TuS nach 25 Minuten beim 6:5 den Anschluss geschafft. Auf Fehlwürfe bei beiden Seiten folgte das 7:5 (29.). Marco Bagaric gelang für Lübbecke der 7:6-Anschluss (29.), aber Schöngarth machte noch den 8:6-Pausenstand (30.) klar. Recht ordentlich bis dahin die TuS-Abwehr, nicht allein wegen Peter Tatai. Man verschob recht gut, die FAG-Kreisläufer bekamen kaum Bälle.

Die zweite Halbzeit begann mit Anwurf vom TuS. Und rasch gelang den Gästen das 8:7, als Dener Jaanimaa (31.) vollendete. Nach einem Kneule-Fehlwurf gab es wieder eine Traum-Parade von Tatai gegen Fontaine zu erleben. Nach einem weiteren Göppinger Fehlwurf und gar zweien vom TuS, war der Jubel bei den Ziercke-Schützlingen natürlich groß, als Luka Rakovic zum bereits erwähnten 8:8-Ausgleich (35.) kam.

Doch wieder wussten die Göppinger mehr als respektabel zu antworten. 9:8 Rentschler (35.), 10:8 Kneule (36.), 11:8 Damgaard (38.) – so das weitere Stenogramm. Ante Kaleb netzte ein zum 11:9 (39.). Auf das 12:9 von Göppingens Fontaine (40.) folgte der nächste Siebenmeter-Treffer dank des nervenstarken Jens Bechtloff, es stand somit nach 40 Minuten 12:10. Auf das 13:10 (40.) antwortete Nettelstedt dank Dener Jaanimaa zum 13:11 (41.). Noch was drin für den TuS?
Nein! Leider nicht, denn die Gastgeber kamen nun zu drei Treffern hintereinander. Das 14:11 (41.) gelang Sesum, das 15:11 (42.) warf Kozina und erneut Sesum (44.) schaffte das 16:11. Da half auch die zwischenzeitliche Auszeit des TuS (bei 41:41 Minuten) nichts. Weitere Tore im Telegrammstil: 16:12 Jaanimaa (45.), 16:13 Bechtloff (46.) (schönes Anspiel von Jaanimaa auf Bechtloff), 17:13 (47.). Beim 19:14 (50.) war die Partie, wie schon erwähnt, entschieden. Gut, dass der TuS die verbliebenen zehn Minuten wieder ausgeglichen gestalten konnte. Vom 19:14 bis zum 24:19.

Stimme zum Spiel:

Aaron Ziercke (TuS N-Lübbecke): „Ich bin schon sehr enttäuscht. Der Grund für unsere Niederlage lag diesmal klar in der schlechten Angriffsleistung. In der Defensive war das ja weitgehend in Ordnung heute Abend, und nicht zuletzt Peter Tatai hat gut gehalten. Aber vorn haben wir katastrophal gespielt. Alles viel zu statisch, in zu viele Zweikämpfe haben wir uns verzettelt, da war einfach kein Mannschaftsspiel. Und setzen wir uns einmal durch, gelangen uns auch die hundertprozentigen Torchancen nicht… Und es waren auch einfach zu viele individuelle Fehler an diesem Abend auszumachen. Alles einfach sehr ärgerlich.“

 

Statistik:

FA Göppingen: Rebmann, Probst; Kneule (1), Ritterbach (2), Damgaard (2), Heymann, Bagersted (1), Sesum (2), Fontaine (3), Schiller (3/2), Rentschler (3), Nagele (3), Schöngarth (3), Kozina (1).

TuS N-Lübbecke: Tatai, Wesemann; Genz, Kaleb (4), Bechtloff (5/4), Grabarczyk, Gierak, Bagaric (1), Gruszka (2/1), Rakovic (1), Torbrügge (2), Jaanimaa (4), Schade, Zetterman, Hövels.

Siebenmeter: 2/3 – 5/5

Zeitstrafen: 4:6 Minuten (Ritterbach, Sesum – Torbrügge, Rakovic, Schade)

Schiedsrichter: Phlipp Dinges / Daniel Kirsch

Zuschauer: 3.800 in der EWS-Arena Göppingen

 

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