TuS kehrt mit 27:24 gegen Ferndorf in Erfolgsspur zurück

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Der TuS N-Lübbecke hat die jüngste Heimniederlage gegen die HSG Nordhorn-Lingen gut verdaut. Am Samstagabend fanden die Ziercke-Schützlinge mit einem 27:24(11:10)-Erfolg beim TuS Ferndorf in die Erfolgsspur zurück. Extrem schwer taten sich die Nettelstedter allerdings in der ersten Halbzeit und lagen zwischenzeitlich gar mit 3:8 (19. Minute) im Hintertreffen. Die Lübbecker Mannschaft kämpfte sich aber zurück ins Match und nach der 10:9-Führung (46 Sekunden vor dem Pausenpfiff) gab sie diese bis zum Schlusspfiff nicht mehr ab. Damit hat Nettelstedt-Lübbecke seine Tabellenführung um einen Zähler ausgebaut, liegt mit 37:9 nun drei Punkte vor dem TV Hüttenberg (34:12 Punkte nach dem 29:29 bei Nordhorn-Lingen).

 

Die erste Hälfte begannen die Ziercke-Schützlinge nervös und unkonzentriert. Im Angriff lief es kaum rund, technische Fehler und Paraden von Ferndorfs Torhüter Kai Rottschäfer ließen die Lübbecker Offensive zunächst verzweifeln. Erst nach fünf Minuten war es Ramon Tauabo, der zum 1:1-Ausgleich traf. Und bis zur 10. Minute mussten die mitgereisten Lübbecker Fans auf den zweiten Treffer, dieses Mal von Jens Bechtloff zum 2:3, warten. In der 13. Minute – inzwischen stand es 2:5 – nahm Lübbeckes Trainer Aaron Ziercke die erste Auszeit. Eine erneute Parade Kai Rottschäfers und ein verwandelter Siebenmeter Miroslav Volentics ließen Ferndorf zunächst auf 6:2 erhöhen. Außerdem ließen ein verwandelter Strafwurf der Gastgeber zum 7:3 und eine Zeitstrafe gegen Pontus Zetterman (17.) Nettelstedt weiter ins Hintertreffen geraten. In Unterzahl netzte Ramon Tauabo zum 8:4 (19.) ein und die Ziercke-Jungs schienen aufgewacht zu sein, als Jó Gerrit Genz, Ramon Tauabo und Jens Bechtloff die Nettelstedter mit ihren Toren bis auf 8:7 heranbrachten (23.). Ramon Tauabo hatte gar den 8:8-Ausgleich auf der Hand, fand allerdings in Ferndorfs Schlussmann Rottschäfer seinen Meister. In der 27. Minute gelang Tim Remer der ersehnte 9:9-Ausgleich per Siebenmeter. Der zuletzt so treffsichere Ante Kaleb besorgte seiner Mannschaft mit dem 10:9 (30.) die erste Führung. Zum 11:10-Halbzeitstand verwandelte Tim Remer erneut einen Siebenmeter.

Nach der Pause knüpfte die Nettelstedter Mannschaft an die Leistung der letzten Minuten der ersten Halbzeit an und ein treffsicherer Jó Gerrit Genz hatte mit drei Treffern beim 6:2-Lauf seiner Mannschaft maßgeblichen Anteil an der 17:12-Führung bis zur 38. Minute. Ferndorf unterliefen in dieser Phase einige technische Fehler und so legte Trainer Michael Lerscht die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch. Die Nettelstedter Jungs brachte dies aber nicht aus ihrem Konzept, auch eine Unterzahlsituation (Lukasz Gierak erhielt in der 43. Minute eine Zeitstrafe) überstand man unbeschadet, Tim Remer erzielte gar ein weiteres Tor für seine Mannschaft. Da sich der TuS Ferndorf nicht so präsentierte, wie es sich ihr Coach gewünscht hatte, nahm der eine weitere Auszeit. Anschließend gelang es den Ferndorfern, bis auf 20:23 (52.) durch Miroslav Volentics zu verkürzen. Folglich nahm Aaron Ziercke sieben Minuten vor dem Ende seine zweite Auszeit. Nach dem 22:24 durch Ferndorfs Patrick Bettig (54.) und einem technischen Fehler Nettelstedts hatten die Siegerländer zwei Mal die Chance, bis auf ein Tor heranzukommen, doch ein technischer Fehler und ein Fehlwurf sowie ein Treffer Nils Torbrügges sorgten dafür, dass es bald 25:22 stand (57.). Jó Gerrit Genz kassierte noch eine Zeitstrafe, die das Ziercke-Team ebenfalls unbeschadet überstand. Eine letzte Überzahlsituation ab der 59. Minute (Daniel Mestrum musste das Feld für zwei Minuten verlassen) sowie ein Siebenmetertreffer Tim Remers zum 26:23 ließen den TuS N-Lübbecke auf die Siegerstraße einbiegen. Ante Kaleb netzte noch zum 27:23 ein und Ferndorfs Andreas Heyme sorgte zwei Sekunden vor Schluss für den 27:24-Endstand.

 

Stimme zum Spiel:

Aaron Ziercke (TuS N-Lübbecke): „Am Anfang haben wir – wie schon im Nordhorn-Spiel vergangenen Mittwoch – nervös agiert und unsere Chancen nicht genutzt. Im Laufe der Partie haben wir uns dann aber in das Match hineingekämpft. Kurz vor der Halbzeit sind wir dann mit einem Tor in Führung gegangen. Bis zur 50 Minute haben wir recht souverän gespielt. Anschließend erneut ein paar Chancen liegen gelassen und das Spiel wird etwas hektischer, da Ferndorf die Treffer erzielt. Die Zuschauer in der Halle sind dann auch wieder lauter. Letztlich haben wir aber verdient gewonnen und es zählen die 2 Pluspunkte, die wir heute Abend eingefahren haben. Das war kein schönes Spiel von uns, aber solche Spiele müssen ebenfalls gewonnen werden, um in der Tabelle vorne dabei zu sein.“

 

Statistik:

TuS Ferndorf: Rottschäfer; Stojcevski (3), Schneider (3), Celestin (1), Bettig (2), Neuteboom (1), Heyme (3), Volentics (10/4), Schneider (1), Kastening, Meastrum, Brauer, Sartisson.

TuS N-Lübbcke: Blazicko, Tatai; Genz (4), Kaleb (5), Bechtloff (2), Grabarczyk, Gierak, Tauabo (5), Gruszka, Torbrügge (2), Zetterman, Koloper, Hövels (1), Remer (8/4).

Siebenmeter: 4/5 – 4/4 Volentics scheitert an Tatai (41.)

Zeitstrafen: Brauer (27.) – Zetterman (17.), Bechtloff (24.)

Schiedsrichter: Kilp/Maier

Zuschauer: 1.015

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