TuS mit starker erster Halbzeit – 27:36 bei Rhein-Neckar Löwen

Der Deutsche Meister war am Sonntagmittag eine Nummer zu groß für den TuS N-Lübbecke. Die Ziercke-Schützlinge mussten eine 27:36-Niederlage hinnehmen. Nach einer sehr ordentlichen ersten Halbzeit, in der beim TuS N-Lübbecke sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr vieles gelang und vor allem die TuS-Rückraumspieler überzeugten, legten nach Wiederanpfiff die Rhein-Neckar Löwen dann doch so richtig los… Die Hausherren stellten jetzt eine kompakte Abwehr auf die Beine und erzielten mit Tempogegenstößen Treffer um Treffer. Dem TuS N-Lübbecke gelang es jetzt nicht mehr so gut, die Lücken in der Löwen-Abwehr zu finden und die Angriffe konsequent zu Ende zu spielen.

 

Aaron Ziercke begann mit dieser ersten Sieben in der SAP Arena Mannheim: Joel Birlehm stand im Tor, im Rückraum agierten Ante Kaleb (im Angriff), Pontus Zetterman und Marko Bagaric. Moritz Schade (am Kreis) bildete mit Piotr Grabarczyk den Abwehr-Innenblock und die Flügelzange stellten Luka Rakovic rechts und Jens Bechtloff links.

Die Lübbecker Mannschaft begann vielversprechend, Joel Birlehm zeigte gleich eine Parade gegen Andy Schmid. Den 1:1-Ausgleich besorgte der sehr gut aufspielende Marko Bagaric. Ante Kaleb und Moritz Schade verhinderten dank Ihrer Treffer bis zum 3:3 (6. Minute) ein frühes Davonziehen der Löwen. Das 5:3 (8.) gelang für die Gastgeber Kreisläufer Rafael Baena, es war der erstmalige Zwei-Tore-Abstand. Nach einem Ballverlust im Angriff fing Joel Birlehm den Ball von Andy Schmid und kurz danach legte er noch eine spektakuläre Parade gegen Jerry Tollbring beim Tempogegenstoß der Löwen nach. Das 6:6 (13.) besorgte Pontus Zetterman mit einem sicher verwandelten Siebenmeter und so zwang er Löwen-Coach Nikolaj Jacobsen zur ersten Auszeit der Partie. Beim folgenden 7:6 gingen die Nettelstedter gegen den Deutschen Meister in Führung. Zwar schaffte das Team aus Mannheim zunächst immer wieder den Ausgleich und beim 11:10 durch Mads Mensah Larsen eroberten die Hausherren sich auch die Führung kurzzeitig zurück. Pontus Zetterman, Ante Kaleb und Jens Bechtloff besorgten aber die Nettelstedter Treffer bis zum 13:13 (23.). Anschließend traf noch zwei Mal Ante Kaleb in Überzahl (Andy Schmid nahm auf der Bank Platz), so dass die Führung beim 15:14 (26.) wieder in TuS-Hand war. Nach der zweiten Zweiminutenstrafe gegen Piotr Grabarczyk (27.) traf Alexander Petersson zur erneuten Löwen-Führung doppelt (bis zum 17:15, 29. Min.). 15 Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit nahm auch TuS-Trainer Aaron Ziercke eine Auszeit und Ante Kaleb markierte dann den 17:19-Halbzeitstand.

Zu Beginn der 2. Halbzeit ließ sich die bis hierhin gut zusammenspielende Nettelstedter Mannschaft leider etwas die Butter vom Brot nehmen. Die schnellen Löwen-Außenspieler bestraften die nicht mehr so konsequent zu Ende gespielten TuS-Angriffe mit verwandelten Tempogegenstößen und Andreas Palicka im Tor trug ebenfalls zum sich ausweitenden TuS-Rückstand bei. Nach einem 5:1-Lauf für die Gastgeber stand es 24:18 und Aaron Ziercke legte erneut die Grüne Karte auf den Tisch. Lukasz Gierak kam für Marko Bagaric auf die Platte. Jens Bechtloff gelang direkt anschließend der 19. TuS-Treffer (39.) und auch Joel Birlehm zeigte weiter Paraden. Bis auf vier Tore kamen die Nettelstedter beim zwischenzeitlichen 22:26 (Bechtloff, 46.) wieder heran. Und Pontus Zetterman verwandelte den Siebenmeter gewohnt sicher – zum 23:27. Drei-Löwen-Tore in Folge jedoch waren dann zu notieren. Marko Bagaric setzte noch einmal einen Treffer zum 24:30 (51.), aber der gut kämpfenden TuS-Mannschaft gelang im Angriff nun doch zu wenig. Die Löwen-Deckung stand jetzt deutlich besser als noch in Durchgang eins. Aus einer kompakten Abwehr heraus spielten die Mannheimer das Match dann sicher nach Hause.

Stimme zum Spiel

Aaron Ziercke (TuS N-Lübbecke): „In der ersten Halbzeit haben wir viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Gerade in den ersten 30 Minuten war das ein gutes Spiel von uns. Wir haben dank viel Tempo Druck auf die gegnerische Abwehr ausüben können. In der zweiten Halbzeit sind wir dann mit drei, vier Toren in Rückstand geraten, bei den Löwen kamen auch noch Torhüterparaden sowie Kontertore dazu.“
 

Statistik:

Rhein-Neckar Löwen: Appelgren, Palicka ; Schmid (9/2), Bliznac (), Sigurdsson (4), Radivojevic (1), Barna (2), Tollbring (), Rnic (), Mensah Larsen (3), Pekeler (7), Groetzki (1), Reinind (2), Taleski (), Guardiola (2), Petersson (5).

TuS N-Lübbecke: Tatai, Birlehm; Genz (), Kaleb (5), Bechtloff (4), Grabarczyk(), Gierak (1), Bgaric (8), Gruszka (), Rakovic (1), Torbrügge (), Schade (2), Zetterman (6/3), Remer ().

Siebenmeter:2/3 – 3/3 – Schmid an Tatai (57.)

Zeitstrafen: Guardiola (23. + 47.) – Grabarczyk (8. + 27.), Schade (15. +30.), Torbrügge (45.)

Schiedsrichter: Hanspeter Brodbeck / Simon Reich

Zuschauer: 4.863 in der SAP Arena

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