TuS-Niederlage um Haaresbreite: 27:28 in Aue

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Der TuS N-Lübbecke hat einen versöhnlichen Abschluss der Zweitliga-Saison 2018/2019 leider verpasst. Trotz 5:0-Führung nach sechs Spielminuten und eines 16:13-Vorsprungs bei Halbzeit, hieß es am Ende 27:28 beim EHV Aue, wobei der Siegtreffer der Hausherren erst in der Schlusssekunde mit einem Siebenmeter fiel. Da TUSEM Essen zuhause zeitgleich gegen Hamburg gewann, rutschten die Felixson-Schützlinge noch auf den 7. Rang der Abschlusstabelle ab – bei einem Punktestand von 43:33. In der kommenden Saison soll und kann es wieder viel besser laufen für den TuS N-Lübbecke – dann mit dem neuen Trainer Emir Kurtagic aus Hüttenberg (er gewann mit seinem Team zum Abschluss 32:26 über die Rimpar Wölfe). Highlight bei der Vorbereitung des TuS auf 2019/2020: Attraktive Partien um den Spielothek-Cup am 10. August in Lübbecke und am 11. August in Lübbecke und Minden.

 

Zum genaueren Spielverlauf am frühen Samstagabend in Aue: Der TuS begann mit Birlehm, Strosack, Genz, Gierak, Walczak, Orlowski und Bechtloff. In der Abwehr kam zunächst stets Marko Baragic für Lukasz Gierak. Der TuS zeigte sich in der Anfangsphase richtig stark in der Defensive, zwang Aue zu Fehlern, erfolgreiche Tempogegenstöße waren die Folge.
Der TuS hatte Anwurf und legte zunächst mächtig los. Nach sechs Minuten heiß es 5:0 (!) für Lübbecke. In der 1. Minute (genauer: nach 27 Sekunden) traf Jó Gerrit Genz zum 0:1. Genz erzielte auch das 0:2 (2.). In diesen Minuten zeigte Joel Birlehm Paraden, die Gastgeber hatten zudem einen technischen Fehler und einen Pfostenwurf zu verbuchen. Wieder war Jó Gerrit Genz der Torschütze, es stand 0:3 (4.). Marian Orlowski schaffte im Nachwurf das 0:4 (5.) und auch Patryk Walczak zeigte sich sicher beim 0:5 (6.). Dass es bei 5:41 min. Aues erste Auszeit gab, war da nur logisch.

Wieder wurde ein Aue-Wurf geblockt (es war Marko Bagaric) und eine Birlehm-Parade folgte auf dem Fuße. Nach dem ersten TuS-Fehlwurf fiel das 1:5 (8. Minute, Bornhorn), 2:5 stand es nach 11 Minuten durch Naumann, doch prompt traf Marian Orlowski (11.) zum 2:6. Peu á peu kamen die Gastgeber näher, doch die Nettelstedter blieben einigermaßen treffsicher. Das 3:7 (12.) erzielte Lukasz Gierak, das 5:8 (15.) Marko Bagaric. Marko Bagaric ließ das 6:9 (16.) folgen und Lukasz Gierak das 6:10 (16.).

Die weiteren Lübbecker Treffer: 7:11 (18.) Gierak, 8:12 (18.) Genz und vom Siebenmeterpunkt Marian Orlowski; das war das 9:13 nach 20 Minuten. Inzwischen waren Dener Jaanimaa und Valentin Spohn auf der Spielfläche dabei. Drei Tore hintereinander brachten den EHV Aue in die Partie zurück, es stand 12:13 in der 26. Minute. Die Auszeit des TuS beflügelte die Felixson-Schützlinge dann aber wieder, so dass der Rest von Hälfte eins 3:1 für den TuS ausging. Die Trefferfolge: 12:14 (26.) Genz, 12:15 (27.) Spohn und 12:16 (29.) Strosack. Nach 13:16 für Aue durch Roch (30.) zeigte Joel Birlehm noch eine überragende Parade in der Schlusssekunde der 1. Hälfte gegen Pereikis.

In der zweiten Halbzeit traten leider wieder vermehrt die bekannten Probleme beim TuS auf. Der TuS begann genauso wie zu Beginn der 1. Halbzeit mit Birlehm, Strosack, Genz, Bagaric (Gierak), Walczak, Orlowski und Bechtloff. Beim 17:17 (37. Minute) durch Dumcius hatte Aue erstmals an diesem Abend den Ausgleich geschafft und erzielte schon Sekunden später auch die erste Führung durch Roch zum 18:17 (38.). Nach dem 21:18 (44.), das Dumcius gelang, schien schon fast ein richtig klarer Erfolg für Aue möglich zu sein. Doch der TuS verhinderte dies dann doch. Marko Bagaric (44.) zum 21:19 und Patryk Walczak (46.) mit dem 21:20 schlossen auf. Erstmals wieder ein Ausgleichstreffer gelang dem TuS beim 22:22 (48.), als Valentin Spohn ins Auer Netz traf.

Das Geschehen bis zum Spielende mit den wichtigsten Ereignissen im Telegrammstil: 22:23 (49.) Rakovic, 49. Zeitstrafe gegen Genz, Meinhardt-Fehlwurf (Siebenmeter, Peter Tatai hält, Parade von Aues Torwart Töpfer, 23:23 (50.) Roch (ins verwaiste TuS-Tor), 51. zwei Birlehm-Paraden, 24:23 (52.) Ebert, Zeitstrafe gegen Faith, 24:24 (53.) Orlowski (Siebenmeter), 54. Ebert wirft daneben, 24:25 (55.) Genz, bei 54:46 min. Auszeit von Aue, 56. Zeitstrafe gegen Speckmann, 56. Siebenmeter für Aue, den Petreikis zum 25:25 verwandelt, 56. Töpfer-Parade, 26:25 (57.) Petreikis, Töpfer-Parade, 26:26 (58.) Gierak (im Nachwurf bei „angezeigtem Zeitspiel“), 59. Siebenmeter für Aue: 27:26 (59.) Petreikis, 27:27 (60.) Orlowski (bei 59:04 min.), bei 59:32 min. Auszeit von Aue, Walczak-Zeitstrafe, noch 7 Sekunden, bei 59:59 min. Siebenmeter für Aue, der Ball von Eric Meinhardt ist drin, Endstand 28:27 für Aue gegen Nettelstedt!

 

Stimme zum Spiel:

Heidmar Felixson (TuS N-Lübbecke): „Zweifellos war unsere erste Halbzeit sehr ordentlich. Dann aber passiert das, was so oft in dieser Saison geschehen ist. Die Jungs denken, sie hätten bei 16:13 zur Halbzeit schon weiß ich was erreicht, geben 10 Prozent weniger – und so nimmt alles seinen Lauf… Handball ist nicht Fußball, Handball ist kein Schickimicki. Leidenschaft und Emotionen gehören zum Handball, das hat aber in der 2. Halbzeit bei uns zu oft gefehlt. Ich sage aber auch, dass es am Ende der Partie sehr eng gewesen ist. Und die Schiri-Entscheidungen in der Schlussphase haben mir auch nicht gefallen. Ich habe nach dem Spiel mit den beiden jungen Schiedsrichtern auch darüber gesprochen. Doch die Niederlage mache ich an den beiden definitiv nicht fest, das war unsere fehlende Einstellung in den zweiten 30 Minuten!“

 

Statistik:

EHV Aue: Musil, Töpfer; Meinhardt (4/2), Naumann (1), Roch (6), Ebert (2), Bornhorn (5), Petreikes (4/2), Dumcius (6), Faith, Neuteboom, Slachta, Schauer, Tuminskis.

TuS N-Lübbecke: Tatai, Birlehm, Grzesinski; Genz (7), Walczak (3), Bechtloff, Gierak (4), Bagaric (3), Strosack (1), Rakovic (1), Spohn (2), Jaanimaa, Schade, Orlowski (5/2), Speckmann (1), Hövels.

Siebenmeter: 6/4 : 2/2

Zeitstrafen: 4:12 Minuten (Roch, Faith / 2 x Genz, 2 x Speckmann, Bagaric, Walczak)

Schiedsrichter: Lucas Hellbusch / Darnel Jansen

Zuschauer: 1.720 in der Erzgebirgshalle Aue/Lößnitz

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