TuS ohne Angst vor der hohen Hürde in Gummersbach

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Während der TuS N-Lübbecke nach zwei Niederlagen in Folge nun in einer schwierigen Situation angekommen ist, hat sich der kommende Gegner VfL Gummersbach nach mäßigem Start bereits etwas freigeschwommen. Dennoch sieht TuS-Trainer Emir Kurtagic sein Team – „bei allem Verständnis für die jetzt aufgekommene Kritik“ – in einer passablen Ausgangsposition, „so wir unser Leistungsvermögen abrufen und es schlichtweg besser machen als in den beiden jüngsten Partien“. Angepfiffen wird das Match des 7. Spieltags in der 2. Handball-Bundesliga bereits an diesem Mittwoch, 2. Oktober, 19.30 Uhr, in der Schwalbe-Arena Gummersbach.

 

Bei der obligatorischen Pressekonferenz 48 Stunden vor der nächsten Pflichtspielaufgabe stellte der Lübbecker Trainer heraus, dass die Gründe für die Misserfolge in Dormagen und in eigener Halle gegen Ferndorf „in allererster Linie beim TuS-Team selbst zu finden seien“. Emir Kurtagic erzählte die ersten fünf Angriffe beider Partien nach und kam zu dem Schluss, „dass wir jedes Mal hundertprozentige Chancen liegenlassen“, es nicht geschafft worden sei, „uns selbst zu belohnen“. Die gegenwärtige Situation biete auch eine große Chance. Bewältigen wir das Ganze jetzt gut und gemeinsam, können wir sogar gestärkt daraus hervorgehen“, gewinnt Emir Kurtagic der jetzigen Schieflage auch etwas Gutes ab.

Auch Dominik Ebner ist – bei allem Respekt vor Gummersbach – nicht bange, was die Auswärtspartie am Vorabend des Einheits-Feiertages anbetrifft. Der Rückraum-Rechte beim TuS: „Favorit sind wir diesmal nicht, das sollte uns eher zugutekommen. Wir müssen einfach besser Handball spielen, vor allem im gebundenen Angriff tun wir uns oft noch zu schwer“. Man müsse den Ball besser laufen lassen, „nicht so oft aus dem Stand spielen“. Der Ex-Lemgoer nimmt sich in die Selbstkritik unbedingt mit ein. „Auch ich habe längst nicht alles gut gelöst am Samstag gegen Ferndorf“. Seine 8 Tore dieses Abends spielten überhaupt keine Rolle, er habe sich nach der 21:24-Heimpleite „bescheiden gefühlt wie alle im TuS-Lager, denn Handball ist Mannschaftssport“. U.a. gelte für die Partie beim Altmeister: „Beim Kreuzen stärker in Richtung Tor gehen, weniger parallel agieren“- und auch: „den Gegner zu mehr Fehlern zwingen“.

Weiter appelliert der Trainer an den Mannschaftsgeist. Emir Kurtagic: „Allein kommen wir da ohnehin nicht raus. Wir müssen es als Gruppe gemeinsam schaffen, für unsere Ziele alles zu geben.“ Er habe da weiterhin ein gutes Gefühl, „auch wenn die Zeit bis zur Aufgabe in Gummersbach knapp ist“. Auch das habe etwas Gutes, „so rasch wieder die Möglichkeit zu bekommen, uns möglichst stark zu präsentieren“.

Dass die Angelegenheit beim VfL Gummersbach hoch anspruchsvoll sei, darüber bestehe allerdings nicht der geringste Zweifel, so Emir Kurtagic weiter. „Das wird nicht einfach. Der VfL hat „mit 11“ in Aue gewonnen und daher Rückenwind“. Das Team sei auf allen Positionen stark besetzt und „auch weit stärker einzustufen als in der Abstiegssaison vor dem Sommer“. Für den TuS gelte: „Wir sind kampfbereit und hissen keine weiße Fahne!“ Für Emir Kurtagic ist die Dienstreise am Mittwoch nach Gummersbach auch eine Reise in die Vergangenheit. Dort hat der heutige Nettelstedter Trainer 22 Jahre lang gelebt und gearbeitet. Doch habe sich die Zusammensetzung des VfL-Kaders in den vergangenen 2 ½ Jahren, seit er dort fort sei, „weitgehend verändert“, so dass es nicht mehr viele Berührungspunkte gebe.

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