TuS ohne Fortune: 24:34-Niederlage beim SC Magdeburg

Es hat am Donnerstagabend die erwartete Niederlage in Magdeburg für den TuS N-Lübbecke gegeben. Im Vergleich zu den vorigen beiden Auswärtspartien lässt sich wohl zusammenfassen: Nicht so gut wie in Hannover, aber sehr viel ordentlicher als in Melsungen bzw. Kassel zeigte sich das TuS-Team. Zwar kam der TuS beim SCM ab etwa der 25. Minute nicht mehr wirklich für einen Sieg in Frage, doch gab es gute Ansätze und engagierten Kampf bei den Ziercke-Schützlingen. Zudem machte Ante Kaleb ein gutes Spiel und auch Joel Birlehm gebührt Lob, der im zweiten Durchgang eine ganze Reihe von Paraden zeigte. Nun fiebert alles der Heimpartie nächsten Donnerstag gegen die Eulen Ludwigshafen entgegen. Da Hüttenberg und Ludwigshafen diesen Donnerstag nicht spielten, ändert sich erst einmal am Pluspunkte-Abstand nach unten nichts. Auch nicht nach oben: Der Tabellen-15. Gummersbach verlor nämlich – parallel zum TuS-Spiel in Magdeburg – zuhause 25:26 gegen den TVB Stuttgart.

 

Zum Spielverlauf Magdeburg gegen Lübbecke konkreter: Anwurf hatte Nettelstedt und der TuS begann mit Tatai im Tor sowie Speckmann, Gierak, Kaleb, Jaanimaa, Rakovic und Schade im Feld. Defensiv agierten Moritz Schade und Lukasz Gierak zunächst im Innenblock, Jó Gerrit Genz für kam für Dener Jaanimaa in die Abwehr. Mit einer Parade des früheren TuS-Torwarts Dario Quenstedt begann die Partie (1. Minute), dennoch ging Nettelstedt 1:0 in Führung (2. Minute, durch Lukasz Gierak). Zwei Tore der Hausherren folgten jedoch, das 2:1 (3.) gelang Weber im Tempogegenstoß. Den letztmaligen Lübbecker Ausgleich – zum 2:2 – schaffte Dener Jaanimaa (3.). Peu á peu setzte sich dann jedoch der Gastgeber zunächst etwas ab. Längst nicht alles gelang beim TuS, zudem war SCM-Keeper Dario Quenstedt in glänzender Form. Die Magdeburger legten zunächst bis auf 6:2 (7.) vor, Chrapkowski zweimal und Musche waren unter den Torschützen. Der TuS verbuchte aber auch gute Szenen. Ante Kalbe traf um 6:3 (8.) und in derselben Minute parierte Peter Tatai gegen Christiansen. Zudem blockte Lukasz Gierak einen Damgaard-Wurf und es gab einen Siebenmeter für den TuS, den Gierak zum 6:4 (10.) verwertete. Und erneut war es der Pole, der das 6:5 (12.) erzielen konnte.

Das 7:5 (13.) für den SCM erzielte Bezjak, den 8:6-Anschluss verbuchte Dener Jaanimaa. Der 10:7-Treffer gelang den Ziercke-Schützlingen in Unterzahl (17.). Bei 17 Minuten 21 Sekunden entschied sich der Trainer für die erste Nettelstedter Auszeit. Zuvor hatte es in TuS-Unterzahl eine erneute Tatai-Parade gegeben. Moritz Schade erkämpfte für sich und die Kameraden einen Siebenmeter, den Lukasz Gierak ganz nervenstark zum 10:8 (19.) einnetzte. Und der TuS hatte noch mehr zu bieten – hatte jetzt eine starke Phase. Dem 10:9-Anschluss nach 20 Minuten war ein tolles Anspiel mit Tempo von Lukasz Gierak an den Kreis zu Moritz Schade vorausgegangen. Nach dem Magdeburger 11:9 (21.) wurde beim TuS etwas umgestellt, leider ging die Zeitspanne zwischen der 21. und der 29. Minute nun mit 8:2 an die Magdeburger. Die Nettelstedter Treffer markierten zum 13:10 Lukasz Gierak (24.) per Siebener, während das 16:11 nach 28 Minuten auf das Konto von Dener Jaanimaa ging. Den 18:12-Pausenstand markierte Ante Kaleb in der Schlussminute der 1. Halbzeit. Kleine Halbzeitbilanz: SCM-Schlussmann Dario Quenstedt überzeugte mit 11 Paraden, was den entsprechenden Vorsprung bei der „Quote gehaltener Bälle“ bedeutete. Auffällig auch der SCM-Vorsprung von 3:0 bei den verwandelten Tempogenstößen.

Anwurf zur 2. Hälfte hatte dann der SC Magdeburg und Joel Birlehm wechselte für Peter Tatai beim TuS zwischen die Pfosten. Toll blockte dann Marko Bagaric einen Damgaard-Wurf (31.). Sekunden später aber gab es einen Siebenmeter für Magdeburg und eine Zeitstrafe gegen den TuS. Immerhin warf Weber den Siebener vorbei. Im weiteren Verlauf konnte Lübbecke oft gut dagegenhalten, zudem machte Joel Birlehm eine gute Partie, parierte auch einige „Freie“. Gleichwohl brachten die Hausherren die Angelegenheit dann doch für sich sicher nach Hause.

Einige TuS-Tore sollten hier noch Erwähnung finden: So gelang das 19:13 (33.) in Unterzahl, das 21:14 schaffte Dener Jaanimaa (35.). Zum 24:16 (41.) trug sich Ante Kaleb in die Torschützenliste ein. Ab der 45. Minute ging dann Jens Bechtloff im Angriff an den Kreis und die Lübbecker Nummer 8 spielte den „Indianer“ in der 5:1-Deckung. Zum 25:17 verwandelte Luka Rakovic inzwischen einen Siebener (45.). Das 26:18 gelang Marko Bagaric aus dem Rückraum (48.). Für das 31:20 und auch das 31:21 sorgte Ante Kaleb, beides geschah in der 55. Spielminute. Jan-Eric Speckmann war für das 33:22 (58.) verantwortlich. In der 59. Minute traf dann Moritz Schade im Tempogegenstoß zum 33:23 und sieben Sekunden vor dem Ende sorgte René Gruska für den 34:24-Endstand.

 

Stimme zum Spiel:

Aaron Ziercke (TuS N-Lübbecke): „Wir haben uns heute Abend eine Zeitlang ordentlich gewehrt. Wir vergeben dann aber doch ein paar klare Tormöglichkeiten zu viel. Es gelingt uns, weiter alles einigermaßen im Rahmen zu halten. Später machen wir aber doch einige technische Fehler zu viel, was Magdeburg oft gut kontern konnte. Jedoch hat Joel Birlehm noch einiges klasse abgefangen. Der SCM verfügt schon über einen leistungsstarken Kader. Dann waren einige Leute auf unserer Seite nicht einsatzbereit aufgrund von Verletzungen bzw. mussten leicht angeschlagen spielen. Auch Ante Kaleb hat recht ordentlich agiert. Wir hatten – wie gesagt – manche Chancen, verwerfen aber vom Kreis und von außen zu oft. Es hilft alles nichts: An dieses Spiel machen wir einen Haken dran und im wichtigen Heimspiel in acht Tagen gegen Ludwigshafen geht’s weiter.“

 

Statistik:

SC Magdeburg: Green, Quenstedt; Musa (1), Chrapkowski (2), Musche, Pettersson (2), De la Pena (n.e.), Molina, Christiansen (2), Mertens (3), O’Sullivan (1), Bezjak (3), Weber (3/2), Kalarash (5), Damgaard (7), Musche (4), Zelenovic (1).

TuS N-Lübbecke: Tatai, Birlehm; Genz, Kaleb (5), Bechtloff (2), Gierak (5/3), Bagaric (2), Gruszka (1), Rakovic (1/1), Jaanimaa (4), Schade (2), Zetterman, Speckmann (2).

Siebenmeter: 2/3 – 4/5

Zeitstrafen: 2:8 Minuten (Musche – Bagaric, Gierak, Schade, Speckmann)

Schiedsrichter: Timo Hofmann / Thomas Horath

Zuschauer: 5.858 in der GETEC Arena Magdeburg

 

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