TuS scheitert knapp: 24:25 in Rimpar verloren

Bei 20:16 Punkten beendet der TuS N-Lübbecke das Kalenderjahr 2019. Erstmals nach 4 Wochen mussten sich die Kurtagic-Schützlinge am Spätnachmittag des 2. Weihnachtstages wieder geschlagen geben. Bei der 24:25 (12:13)-Niederlage bei den Rimpar Wölfen in Würzburg zeigten die „Rot-Schwarzen“ mal couragierte, mal durchwachsene Spielabschnitte, zwischendurch abschütteln ließen sich die Gastgeber dabei nie. Allenfalls die 4:1-Führung nach 6 Minuten zugunsten des TuS fiel etwas aus dem Rahmen. Nach dem Wechsel lag Lübbecke beim 15:14 (36. Minute), 19:18 (47.) und 20:19 (49.) dreimal vorn. 7:2 technische Fehler (Stand zur Halbzeitpause) zeigten aber auch auf, dass Nettelstedt nicht immer auf der Höhe war. Ein verworfener Siebenmeter in der 55. Minute schmerzte. Beim letzten Angriff war auch das Glück nicht mehr auf TuS-Seite. Und der letzte Freiwurf landete dann im Block. Überhaupt agierten die Gäste in der Offensive nicht immer konsequent genug. Oft ließen sie sich ins Zeitspiel drängen. Die TuS-Abwehr agierte in weiten Teilen ordentlich. Nun ist EM-Pause. Weiter geht’s am Freitag, 31. Januar 2020, 19.30 Uhr, wenn der TV Emsdetten in die Merkur Arena einläuft.

 

Zum Würzburger Spiel im Einzelnen: Anwurf hatte der TuS, doch erst nach einem Fehlwurf von Rimpars Meyer fiel das 0:1 (2. Minute) durch Valentin Spohn. Ein Steal des TuS gab es vor dem 0:2 (3.), das Peter Strosack besorgte. Das 1:2 (4.), es war Kaufmann für die Hausherren, bedeutete nicht viel, denn auf das 1:3 (4.) von „Valle“ Spohn, folgte ein Kaufmann-Wurf, den Lübbecke blocken konnte und Marko Bagaric erhöhte gar auf 1:4 (6.).

Der Start der Kurtagic-Schützlinge war also gelungen, doch mit einem dann folgenden 4:0-Lauf gab es eine frühe Wende. Zwei Brustmann-Paraden, drei technische Fehler des TuS, und zwei TuS-Würfe, die Rimpar blockte, trugen mit dazu bei, dass es dank eines Brielmeier-Treffers nach 13 Minuten 5:4 für Rimpar hieß. Zum 5:5 (14.) konnte Moritz Schade zwar ausgleichen, doch bald hieß 6:5 (15.) per Siebener durch Schmidt und derselbe Spieler erzielte auch das 7:5 (16.).

In der 17. Minute kam Johannes Jepsen für Peter Tatai in den TuS-Kasten. Das 7:6 (18.) gelang Ebner (Durchbruch), ebenso das 8:7 (20.). Derweil waren zwei Jepsen-Paraden zu notieren und „Mo“ Schade sorgte für das 8:8 (21.). Nach dem 9:8 durch Rimpars Gempp (21.) und einer Zeitstrafe gegen Marko Bagaric sowie je einer Brustmann- und eine neuerlichen Jepsen-Parade, sahen die 1.751 Zuschauer in Würzburg bei 22:45 Minuten die erste Auszeit des TuS.
Den 10:9-Anschluss (25.) schaffte Peter Strosack und nach einem Kaufmann-Wurf an den Pfosten, glich der TuS zum 10:10 (26.) durch Marko Bagaric aus. Die 27. Minute sah den 11:11-Ausgleich, für den Dominik Ebner verantwortlich zeigte. Zum 13:12-Anschluss (30.) kam Jens Bechtloff mit einem verwandelten Siebener, das war der Halbzeitstand.

Den Anwurf zur 2. Halbzeit hatte Rimpar. Doch zweimal gelang es Nettelstedt, zum Ausgleich zu kommen. Das 13:13 (31.) sah Peter Strosack als Torschützen, das 14:14 (33.) Dominik Ebner. Nach verworfenem Siebenmeter (Schmidt verwirft, Jepsen pariert), gelang das 14:15. Das war eine von drei TuS-Führungen im zweiten Durchgang. Peter Strosack (36.) erzielte diesen Treffer. Das 16:15 für die Hausherren (41.) schaffte Sauer sogar in Unterzahl, doch Dominik Ebner konnte zum 16:16 (42.) ausgleichen. Wieder der Ex-Lemgoer trug sich beim 17:17 (43.) in die Torschützenliste ein.
Den TuS-Siebenmeter nach 45 Minuten verwandelte „Feile“ Bechtloff zum 18:18 und dann lag Lübbecke (nach einer Jepsen-Parade) in der 47. Minute beim 18:19 in Front. Dominik Ebner warf hier schon sein viertes Tor in der 2. Halbzeit. Das 19:20 (49.) war Lübbeckes letztmalige Führung in dieser Partie – und wieder Ebner! Also: sein fünftes Tor nach der Pause!

Im Telegrammstil die spannende Schlussphase: (49.) 20:20 Kaufmann; (49.) Zeitstrafe-Siegler; (50.) Brustmann-Parade; (51.) 21:20 51. Sauer (in Unterzahl); (51.) 21:21 Bechtloff; bei 51:07 Minuten Auszeit von Rimpar, (52.) Jepsen-Parade (gegen Brielmeier); bei 52:00 Minuten Auszeit des TuS; (53.) Technischer Fehler des TuS; (53.) 22:21 Schmidt, (54.), 22:22 54. Bechtloff; (55.) 23:22 Kaufmann; (55.) Tatai wieder im TuS-Tor; (55.) Siebener für den TuS, aber Wieser-Parade; (56.) 24:22 Kaufmann; (57.) 24:23 Orlowski; (58.) 25:23 Brielmeier; (58.) Technischer Fehler des TuS; Jepsen wieder drin; (58.) Jepsen-Parade; bei 57:40 Minuten Auszeit des TuS; (59.) 25:24 Strosack (bei 58:10 Minuten); (59.) Technischer Fehler von Rimpar; Zeitstrafe-Ebner; (60.) TuS-Wurf geblockt (5 Sekunden vor Schluss), (60.) weiterer TuS-Wurf geblockt; Endstand 25:24 für Rimpar.

 

Stimme zum Spiel:

Emir Kurtagic (TuS N-Lübbecke): „Ein paar Prozent haben heute gefehlt. Daher zeigen wir uns als gute Verlierer und gratulieren selbstverständlich dem Gegner. Ärgerlich bin ich dennoch. Denn im 2. Durchgang gelingt es uns ja, das Spiel fast schon zu drehen. Wir holen Rückstände auf, liegen mit einem Tor vorn, haben Ballbesitz, um dann immer wieder freie Bälle weg zu werfen… Und genau das hat sich am Ende gerächt. Auch die vielen technischen Fehler in der 1. Halbzeit haben genervt. Alles in allem war das einfach nicht unser Tag. Gleichwohl ist es mir wichtig, zwei Spieler bei uns positiv zu erwähnen: Johannes Jepsen im Tor, und auf dem Feld Dominik Ebner, der heute sein bisher bestes Saisonspiel gezeigt hat.“

 

Statistik

DJK Rimpar Wölfe: Wiesner (1 P.), Brustmann (9 P.); Böhm, Karle, Gempp (3), Schmidt (8), Kaufmann (6), Siegler, Meyer, Schulz, Brielmeier (2), Herth, Sauer (6).

TuS N-Lübbecke: Tatai (2 P.), Jepsen (9/1 P.); Becvar, Genz, Walczak, Bechtloff (4/2), Ebner (8), Gierak, Bagaric (2), Strosack (5), Spohn (2), Schade (2), Orlowski (1), Speckmann.

Siebenmeter: 4/5 – 2/3 Schmidt an Jepsen – Bechtloff an Wiesner

Zeitstrafen: 3:2 – Schulz (30. + 40.), Siegler (49.) – Bagaric (21.), Orlowski (34.)

Schiedsrichter: Matthias Klinke / Sebastian Klinke

Zuschauer: 1.751 in der s.Oliver-Arena Würzburg

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