TuS zieht mit Leidenschaft ins Spielo-Cup Finale ein

21:19 besiegte im zweiten Halbfinale des 30. Spielo-Cups der TuS N-Lübbecke den SC DHfK Leipzig am Samstagabend in der Merkur Arena. Nachdem zuvor GWD Minden gegen den HSC 2000 Coburg mit 20:23 das Nachsehen hatte, spielen morgen, Sonntag, die beiden Zweitligisten das Finale in der Kampa Halle Minden aus. Das Spiel um Platz 3 von Minden gegen Leipzig wird um 15 Uhr angeworfen, das Finale beginnt um 17 Uhr. Tickets gibt es ab 14 Uhr an der Tageskasse.

 

In den ersten Heimauftritt der Saison 2019/20 schicket Trainer Emir Kurtagic Peter Tatai, Jan-Eric Speckmann, Marian Orlowski, Patryk Walczak, Roman Becvar, Jó Gerrit Genz und Peter Strosack. Nach je einem Fehlwurf auf beiden Seiten ließ Marian die gut gefüllte Merkur Arena zum ersten Mal nach 2:22 Minuten nach seinem Treffer zum 1:0 jubeln. Per Siebenmeter glich Leipzigs Neuzugang Kristjansson zum 1:1 aus und Patryk Walczak nahm nach einem Foul zwei Minuten auf der Bank platz. Die Unterzahlsituation meisterte der TuS gut und Jó Gerrit Genz netzte zum 2:1 (4.) ein. Nach einer Tatai-Parade glänzte Jan-Eric Speckmann, der den zunächst gblocken Wurf von Roman Becvar zum 3:1 verwandelte. Nach wieder zwei technischen Fehlern auf beiden Seiten pfiffen die Schiedsrichter erneut Strafwurf für Leipzig. Auch diesen verwandelte Kristjansson sicher zum 3:2-Anschluss. Roman Becvar besorgte das 4:2 und in der Abwehr gewann Patryk Walczak den Ball für den TuS. Den Gegenstoß verwandelte Peter Strosack sicher zum 5:2 (10.). Zwei Treffer von Marian Orlowski schraubten das Ergebnis weiter für den TuS zum 7:3 (12.) in die Höhe. In den folgenden Minuten kam Leipzig immer besser ins Match und erkämpfte sich nach dem 7:6-Anschluss von Krzikalla und anschließend Viggo Kristjansson per Siebenmeter den 7:7-Ausgleich (20.). Emir Kurtagic brachte nun Marvin Mundus und Valentin Spohn für Marian Orlowski und Jó Gerrit Genz. Bis zur Halbzeitpause eroberten sich die Nettelstedter die Führung zurück, Valentin Spohn sorgte mit zwei sauberen Treffern für die erneute 10:8-Führung. Bis zum 11:10-Halbzeitstand trafen noch Moritz Schade für den TuS sowie Marko Mamic und per Tempogegenstoß Lukas Binder.

Nach dem 11:11-Ausgleich der Leipziger direkt nach Wiederanwurf, traf Gerrit Genz nur die Latte. In der Abwehr kämpfte der TuS allerdings hervorragend und brachte den SC DHfK ein ums andere Mal in Bedrängnis. Gleichso beim 12:11 von Patryk Walczak, der nach einem Orlowski-Einwurf einen super Pass von Marko Bagaric erhielt und diesen sicher zum 12:11 verwandelte. In Unterzahl erhöhte Roman Becvar für den TuS auf 13:11 (35.). Nun dominierten beiden Abwehrreihen, bis sich Nationalspieler Franz Semper ein Herz fasste und aus dem Rückraum zum 13:13 (40.) abzog. Zwei Tatai-Paraden in Folge und ein erneutes Becvar-Tor brachten den TuS beim 14:13 wieder zurück in die Erfolgsspur. Nach einer Kurtagic-Auszeit in der 46. Minute traf Valentin Spohn für den TuS zum 15:13 (48.).

Leipzig verkürzte zwar wieder, doch Peter Strosack beantwortete auch diesen Treffer mit einem verwandelten Siebenmeter zum 16:14 (49.). In den letzten 10 Minuten nahm der TuS sein Herz in die Hand! Fightete in der Abwehr vorbildlich und nutzte die sich bietenden Chancen im Angriff. Die Auszeit von Leipzigs-Trainer André Haber in der 57. Minute beim Stand von 19:18 half dem SC DHfK zunächst nicht. Kristjansson scheiterte mit einem Strafwurf an Peter Tatai. Auch die letzte Auszeit des Leipziger Trainers verhalf eher dem TuS. Nach einem Ballverlust des Sport Clubs setzte sich Patryk Walczak am Kreis vorentscheidend zum 20:18 durch. In der Abwehr langte der Kreisläufer im nächsten Angriff zu hart zu und kassierte die rote Karte (3. Zeitstrafe). Den Schlusspunkt setzte Jan-Eric Speckmann mit einem Gegenstoßtreffer zum 21:19-Sieg des TuS N-Lübbecke.

 

Stimme zum Spiel:

Emir Kurtagic: „Ich bin heute sehr zufrieden. Auch wenn es mir nicht in erster Linie um das Ergebnis ging, sondern vielmehr um die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind. Man darf auch nicht vergessen, dass uns mit Jens Bechtloff und Dominik Ebner zwei wichtige Spieler, die tragende Rollen in der Mannschaft übernehmen, fehlen. Mit Jan-Eric Speckmann, Jó Gerrit Genz und Marvin Mundus haben wir das als Mannschaft super aufgefangen. Und genau das, ist es, was bei mir im Fokus steht. Wir haben heute gezeigt, dass wir gegen starke Mannschaften mithalten können und in der Lage sind, Fehler durch Leidenschaft und Kampf zu kompensieren. Allerdings dürfen wir den Sieg heute auch nicht überbewerten. Wir können heute mit dem, was wir geleistet haben zufrieden sein, müssen für das Spiel morgen aber genauso bereit sein.

 

Statistik:

TuS N-Lübbecke: Tatai, Gerloff; Becvar (3), Genz (1), Walczak (3), Gierak, Bagaric, Strosack (4/3), Mundus, Spohn (3), Schade (1), Orlowski (3), Speckmann (3), Lengauer.

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