TuS zum Ende hin richtig stark – 24:26 bei Spitzenreiter Balingen

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Der TuS N-Lübbecke hat am Freitagabend zwar – nach vorher zwei Siegen hintereinander – mal wieder zwei Punkte abgeben müssen. Doch das 24:26 (10:13) beim Tabellenführer HBW Balingen-Weilstetten ist weit mehr als nur ein Achtungserfolg. Denn nach einem hoffnungslos erscheinenden 12:19-Rückstand (40. Minute) brachte ein 8:2-Lauf den Felixson-Schützlingen den 20:21-Anschluss und wenig später gar noch den 24:24-Ausgleich. Erst in den letzten 19 Sekunden kippte die Waagschale äußerst knapp dann doch auf die Balinger Seite. Trotz der Niederlage konnte Nettelstedt-Lübbecke an diesem Abend seinen 5. Tabellenplatz halten und hat jetzt 35:23 Zähler auf seinem Konto.

 

Zum genaueren Spielverlauf kommen wir nun, wobei der TuS Anwurf hatte. Peter Strosack war es vorbehalten, für den ersten Treffer der Partie zu sorgen. Es war das 0:1 in der 2. Spielminute. Durch Schoch und Gretarsson kamen die Hausherren zur 2:1-Führung, die Jó Gerrit Genz zum 2:2-Ausgleich (5.) beantwortete. Zwar verwarf Balingen sodann, nach einem technischen Fehler des TuS jedoch vollendete Niemeyer zum 3:2 (7.) und legte rasch dank Saueressig nach (4:2,8.).

Ein Ex-Balinger, nämlich Valentin Spohn, schaffte den 4:3-Anschluss (9.) für den TuS und eine Joel-Birlehm-Parade erleichterte Lübbecke den 4:4-Ausgleich (10.) durch Marian Orlowski. Im weiteren Verlauf der 1. Halbzeit lag Balingen-Weilstetten stets in Führung, aber der TuS ließ sich lediglich einmal (12:8 nach 22 Minuten) bis auf vier Treffer abschütteln. Gretarsson verwandelte einen Siebenmeter zum 5:4 (10.), wonach die Nettelstedter vom Punkt scheiterten.

Für die Lübbecker Treffer bis zur Pause sorgten zunächst: zum 7:5 Orlowski (15.), zum 8:6 (16.) dank Jó Gerrit Genz, während beim 9:7 (17.) Marko Bagaric jubeln durfte. Mit dem 9:8 (18.) durch Jens Bechtloff war der Anschluss geschafft. Bis zur 22. Minute schraubten die Hausherren das Resultat auf aber – wie erwähnt- auf 12:8 hoch. Zwei Tore erzielten die „Rot-Schwarzen“ bis zur Pausensirene noch. Jó Gerrit Genz machte das 12:9 (23.) und Lukasz Gierak war für das 13:10 (28.) verantwortlich, was auch den Pausenstand bedeutete. In dieser Phase glänzte im TuS-Tor Peter Tatai mit drei klasse Paraden.

Zur Halbzeit-Statistik lässt sich sagen, dass Balingen bei Überzahl 4:1 Tore erzielte. Weitere Daten (zuerst Balingen genannt): Wurfquote 65:55,6; Quote gehaltener Bälle 28,6:27,8; erfolgreiche Angriffe 61,9:47,6; verwandelte Siebenmeter 3:0 (!); technische Fehler 3:5.

Die 2. Halbzeit begann mit Anwurf-Balingen. Und: einer starken Spielphase des Tabellenführers! In den ersten 10 Minuten des zweiten Durchgangs (TuS-Abwehr doch erschreckend passiv) gelang es Balingen sechs weitere Tore zu werfen und erst einmal nur noch zwei Gegentreffer hinzunehmen. In dieser Zeit verbuchte der TuS fünf Fehlwürfe und Balingen konnte auch einen „Steal“ für sich verbuchen. Das 19:12 (40.) ließ für einen Moment sogar einen Kantersieg der Gastgeber erwarten und entsprechend eine Blamage für Lübbecke. Doch es kam anders – wie im Vorspann bereits erwähnt. Aus dem 19:12 wurde in den nächsten gut zehn Minuten ein 21:20. Der Vorsprung der Bürkle-Schützlinge war bis auf einen Treffer zusammengeschmolzen, Nettelstedt längst wieder in der Partie.

Die Folgezeit im Telegrammstil: 19:13, Spohn (41.), Balingen-Wurf geblockt, Balingen-Wurf daneben, 19:14, Spohn (43.), Tatai-Parade (43.), Tatai-Parade (44.), 19:15 Bechtloff (45.), 46. Tatai-Parade gegen Niemeyer, bei 45:12 Minuten dann Auszeit-Balingen, 20:15 Niemeyer (Siebenmeter, 46.), 20:16, Spohn (47.), technischer Fehler Balingen, 48. Bozic jetzt im Balinger Tor, 20:17, Bechtloff (48.), 21:17, Tor für Balingen durch de la Pena Morales (48.), 21:18, Gierak, (49.) Geht da noch was, TuS? – werden sich viele TuS-Fans gefragt haben. Und wie: Tatai-Parade (schon wieder), 50. 21:19 Bagaric, 50. Mrkva bei Balingen wieder zwischen den Pfosten, Niemeyer wirft hinter das Tor, 50. Zeitstrafe gegen Spohn, 51. TuS-Wurf geblockt, 51. Siebener für den TuS, Orlowski verwandelt zum 21:20 (8:2-Lauf für den TuS – nach 12:19), Zeitstrafe-Gretarsson, 52. 22:20 Nothdurft, bei 51:20 Minuten Auszeit des TuS, 52. Orlowski 22:21.

Balingen setzte aber noch einmal nach und traf zum 23:21 (54.). Dann folgten zwei Torwart-Paraden, in der 54. Minute bei Mrvka, in der 55. bei Peter Tatai. Den 23:22-Anschlusstreffer markierte daraufhin Jens Bechtloff (56.). Auch noch in der 56. Minute fiel das 24:22 durch Nothdurft. War es das nun doch – gegen den TuS? Nein. Dener Jaanimaa verkürzte zunächst auf 24:23 (57.) und er war es auch, der zum 24:24-Ausgleich einnetzte (58.). Schoch jedoch gelang das 25:24 (59.). 19 Sekunden vor Schluss nahm Heidmar Felixson nochmals eine Auszeit, doch mit zwei Würfen kurz hintereinander scheitern die TuS-Asse unglücklich. In den letzten 5 Sekunden – bei offener Manndeckung des TuS – preschte Thomann durch und sorgte für den 26:24-Endstand.

 

Stimme zum Spiel:

Heidmar Felixson (TuS N-Lübbecke): „Unsere Einstellung nach dem 12:19-Rückstand war echt klasse. Da haben wir eine unfassbare Moral gezeigt. Und am Ende haben wir nur denkbar knapp ein Erfolgserlebnis verpasst. Wenn es uns gelingt, so eine starke Leistung – wie heute Abend ab der 40. Minute – künftig über längere Zeiträume zu zeigen, können wir noch für viele Gegner brandgefährlich sein. Wir müssen gemeinsam diese Moral und Leidenschaft weiterentwickeln. Wir haben Balingen vor manche Probleme gestellt. In der 1. Halbzeit waren die drei verworfenen Siebenmeter ein Problem für uns, die haben uns ein besseres Pausenresultat gekostet. Anfangs der 2. Hälfte sind wir in der Abwehr zu passiv. Doch die Steigerung danach war bestens. Also insgesamt – trotz der Niederlage – bin ich sehr zufrieden mit dem, was die Jungs hier abgeliefert haben!“

 

Statistik:

HBW Balingen-Weilstetten: Mrkva, Bozic; Zobel, Niemeyer (2), Flohr, Hausmann (3), Thomann (4/3), Friedrich, Nothdurft (2), Meschke, Gretarsson (6/1), Diebel, De la Pena Morales (1), Schoch (5), Oliveira, Saueressig (3).

TuS N-Lübbecke: Tatai, Birlehm; Genz (3), Walczak, Bechtloff (4), Gierak (1), Bagaric (2), Strosack (1), Rakovic (1), Nedeljkovic, Spohn (5), Jaanimaa (2), Schade (1), Orlowski (4/1).

Siebenmeter: 5/4 : 4/1

Zeitstrafen: 10:10 Minuten

Schiedsrichter: Thorsten Kuschel / Thomas Kern

Zuschauer: 2.350 in der SparkassenArena Balingen

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