Zum Ende hin verdient: TuS 32:27 gegen Saarlouis

Der TuS N-Lübbecke gewann am Samstagabend sein Zweitligaspiel gegen die HG Saarlouis nach einem erst in der zweiten Hälfte der zweiten Halbzeit souveränen Auftritt mit 32:27 (18:15). Die Ziercke-Schützlinge taten sich wie schon im Hinspiel zunächst lange schwer. Kaleb und Co. kämpften sich jedoch in die Partie hinein und gingen auch schon mit einem 18:15-Vorsprung in die Halbzeitpause. Die Vorentscheidung war das aber noch nicht. Beim 22:22 (44. Minute) konnte Saarlouis zum letzten Mal ausgleichen. Die Schlussviertelstunde brachten die Ziercke-Schützlinge dann recht souverän und clever zu Ende. Tabellenführer TuS N-Lübbecke konnte seine Führung noch ausbauen, da Hüttenberg und Bietigheim am Wochenende unentschieden spielten. Gleichgeblieben ist der 9-Punkte-Vorsprung auf den ersten Nichtaufstiegsplatz, da Rimpar als Vierter wie der TuS siegreich war.

 

Peter Tatai begann im TuS-Tor. Auf Rechtsaußen startete René Gruszka, links Tim Remer und am Kreis Nils Torbrügge. Im rechten Rückraum agierten zunächst Jó Gerrit Genz, auf der Mitte Kenji Hövels, für den in der Abwehr Piotr Grabarczyk auf die Platte kam, und im linken Rückraum Ante Kaleb.

Die HG Saarlouis erwartete den TuS-Angriff mit einer sehr offensiven 6:0-Deckung, die früh attackierte und die Lübbecker Offensive vor hohe Hürden stellte. Holztreffer, technischer Fehler und Ballverlust auf TuS-Seite brachten den Nettelstedter 1:3-Rückstand (4. Minute). René Gruszka gelang durch einen Tempogegenstoß in der 7. Minute der 3:3-Ausgleich. Bis zum 8:8 (16.) legte Saarlouis vor und der TuS glich stets postwendend aus. Beim 9:8 (17.) erzielte Jó Gerrit Genz die erste Lübbecker Führung. Zwei Gierak-Tore in Folge, davon eins in Unterzahl (Gerrit Genz nahm auf der Bank Platz), und ein zauberhaft gedrehter Heber von Linksaußen Tim Remer sorgten für das zwischenzeitliche 12:9 (20.). HGS-Trainer Jörg Bohrmann nahm die erste Auszeit, brachte im Tor Patrick Schulz für Darius Jonczyk. Beim 14:13 (26.), Weissgerber verwandelte den Siebenmeter sicher, verkürzten die Saarländer bis auf ein Tor. Auch Aaron Ziercke legte seine erste Grüne Karte (27.) und bis zum Pausentee trafen René Gruszka, Ante Kaleb und Gerrit Genz jeweils noch einmal.

Die zweite Hälfte begann unsere Mannschaft fast zwei Minuten lang Überzahl, da Peter Walz zwei Sekunden vor Ende des ersten Durchgangs nach einem Foul an Jó Gerrit Genz eine Zweiminutenstrafe kassiert hatte. Die Nettelstedter spielten in der Abwehr nun deutlich offensiver, praktizierten beinahe eine 5:1-Deckung, mit einem vorgezogenen Piotr Grabarczyk. Patrick Schulz im HG-Tor parierte gegen den Lübbecker Rückraum aber einige Male und Saarlouis gelang durch Jerome Müller der 19:19-Ausgleich (38.). Das Spiel entwickelte sich ähnlich wie zu Beginn der 1. Halbzeit, legte jetzt Nettelstedt ein Tor vor, glich Saarlouis aus, vom 19:18 zum 21:10. Die TuS-Führung von 22:20 (42.) glichen die Gäste erneut aus. Das 22:22 (44.) sollte allerdings der letzte Ausgleich für Saarlouis sein. Nils Torbrügge, Tim Remer vom Kreis und Ante Kaleb brachten die Rot-Schwarzen beim 25:22 (47.) wieder in eine komfortablere Position. Beim 26:23 (49.) nahm Jörg Bohrmann seine zweite Auszeit. Beim TuS kam Branimir Koloper für Nils Torbrügge in den Abwehr-Innenblock. Piotr Grabarczyk glänzte mit zwei tollen Blöcken, die Lukasz Gierak und Tim Remer zum 27:23 und 28:24 (51.) – jeweils per Tempogegenstoß – verwandelten. Eine letzte Auszeit Jörg Bohrmanns (54.) läutete die Schlussphase ein. Aaron Ziercke brachte Nikola Blazicko für Peter Tatai im Kasten und beim 31:25 (55.) durch Ante Kaleb zweifelte niemand in der Merkur Arena an einem weiteren Lübbecker Erfolg. Der Vollständigkeit halber seien noch die Zeitstrafe Piotr Grabarczyks (56.) und je ein Treffer auf jeder Seite, beim TuS von Jó Gerrit Genz (60.) und bei Saarlouis von Philipp Leist (60.) zum 32:27-Endstand erwähnt.

 

Stimmen zum Spiel

Jörg Bohrmann (HG Saarlouis): „Glückwunsch an meinen Trainerkollegen zum auch in der Höhe verdienten Sieg. Wir haben Nettelstedt heute lange Zeit Paroli geboten, mussten erst ab Mitte der 2. Halbzeit uns geschlagen geben. Wir haben heute viele Dinge gut gemacht. Im Angriff haben lange Zeit Lösungen gefunden und in der Abwehr gut gedeckt. Erst als Nettelstedt die Tore vom Kreis erzielt hat, konnten sie 3 bis 4 Tore wegziehen. Wir mussten uns dann ganz schön aufreiben, Nettelstedt stand in der Abwehr jetzt kompakter und hat einfache Tore über den Tempogegenstoß und die 2. Welle erzielt. Unser künftiger Co-Trainer Philipp Kessler hat die Mannschaft unter der Woche gut eingestellt. Mit der Leistung der Mannschaft bin ich zufrieden, die richtige Einstellung war da. Für die Zukunft macht mir unser Auftritt keine Angst und ich bin sicher, dass wir unsere Punkte noch holen werden.“

Aaron Ziercke (TuS N-Lübbecke): „Als Trainer ist man nie ganz zufrieden. Selbst wenn man ein Spiel gewonnen hat, gibt es immer noch etwas, was hätte besser laufen können. Saarlouis war unangenehm zu spielen. In der ersten Halbzeit hat mir bei meiner Mannschaft etwas der richtige Fokus auf die Partie gefehlt, wir waren zu passiv und Saarlouis hat die Laufwege gut zugestellt. Bis zum Unentschieden Mitte der 2. Halbzeit haben wir Saarlouis im Spiel gehalten. Dann ist es uns gelungen, einfache Tore über den Tempogegenstoß zu erzielen. Am Ende haben wir aber wieder den Faden etwas verloren. Man darf nicht vergessen, dass das heute für beide Mannschaften bereits das 30. Pflichtspiel war, und die Saison ist noch lang. Es liegen noch 10 Spiele vor uns. Ich muss meinen Jungs ein Kompliment machen, wie gut sie auch im Training arbeiten. Am Ende haben wir souverän gewonnen und ich hoffe, dass wir auch in den nächsten Spielen unsere Leistung weiterhin so bringen und die Ergebnisse so positiv bleiben.“

 

Statistik:

TuS N-Lübbecke: Blazicko, Tatai; Genz (5), Kaleb (7), Bechtloff, Grabarczyk, Gierak (4), Tauabo, Gruszka (5/3), Torbrügge (2), Koloper, Hövels (3), Remer (6/1).

HG Saarlouis: P. Schulz, Jonczyk; Faulenbach (2), Leist (1), Meoki-Etxebeste, Kessler, P. Walz (2), Murawski (5), Weissgerber (6/5), Müller (5), M. Schulz (2), Polydore, Engels (3), L. Walz (1).

Siebenmeter: 4/6 Remer an Schulz (30.), Gruszka neben das Tor (57.) – 5/6 Weißgerber an Tatai neben das Tor (17.)

Zeitstrafen: 4 – 2 Genz (17. +40.) Grabarczyk (21. + 56.) – P. Walz (30.) Müller (41.)

Schiedsrichter: Klinke / Klinke

Zuschauer: 1.623

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