Zweite TuS-Heimniederlage fiel deftig aus: 22:29 gegen Hamburg

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Das war die schlechteste Saisonleistung der TuS-Mannschaft. Mit 22:29 (13:14) unterlag das Nettelstedt-Lübbecker Team am Samstagabend in der Merkur Arena dem Handball Sport Verein Hamburg – und das auch in der Höhe verdient. Die zweite Saisonniederlage in eigener Halle deutete sich in der ersten Spielhälfte bei Zwischenständen von 6:9 (18. Minute) und 8:11 (20.) bereits an und wurde nach dem Seitenwechsel zwischen der 33. und 42. Minute schon fast zu einer Gewissheit, als aus dem 15:15 ein 15:22-Rückstand wurde. Beim 18:22 (46.) keimte auch kaum noch Hoffnung auf. Beim 18:25 (51.) war dann der missliche Abend aus TuS-Sicht sozusagen perfekt. Durch diesen Misserfolg verschlechterte sich der TuS N-Lübbecke vom 6. auf den 8. Tabellenplatz.

 

Zum Spielverlauf: Nur ein einziges Mal in dieser Partie lag Nettelstedt in Führung, nämlich in der 1. Minute, als Dener Jaanimaa zum 1:0 einnetzte. Die Nr. 24 beim TuS war es auch, die wenig später ins lange Eck zum 2:2 (3.) traf. Patryk Walczak vom Kreis gelang das 3:4 (6.) und Peter Strosack vom Siebenmeterpunkt das 4:5 (8.). Sieben Minuten folgten ganz ohne Torerfolg, sowohl auf Lübbecker, als auch auf Hamburger Seite. Beide Teams leisteten sich eine ganze Reihe von Fehlern. Allerdings dürfen die drei Paraden in dieser Phase von Joel Birlehm nicht unerwähnt bleiben. Marian Orlowski traf sodann zum 5:5 in der 15. Minute. Der TuS leistete sich einen Holztreffer und einen Fehlpass, was Hamburg begünstigte. Beim 6:9 (18.) und 8:11 (20.) hatten die Gäste ziemlich deutlich schon mal die Nase vorn.

Doch die Nettelstedter blieben einigermaßen auf Tuchfühlung. Mit einem satten Wurf verkürzte Valentin Spohn auf 9:11 (21.) und wiederrum Spohn traf nach wunderschöner Vorbereitung durch seine Kameraden – einem Kempatrick sehr ähnlich – zum 10:12 (23.). Das 11:13 (25.) aus Rechtsaußen-Position markierte Peter Strosack und nach erweitertem Tempogegenstoß war es Lukasz Gierak, der zum 12:13 (25.) verkürzte. Wieder mal Peter Strosack und diesmal in „2. Welle“ – der Ausgleich zum 13:13 (26.) war geschafft. Mit 13:14 ging es in die Pause.

In der zweiten Halbzeit hatte Hamburg nicht nur Anwurf, sondern dank rascher Zeitstrafe gegen den TuS auch Überzahl, doch Joel Birlehm wehrte gegen Bauer ab und den bald darauffolgenden Siebener verwandelte Peter Strosack in den Winkel zum 14:14 (32.). Wullenwebers 14:15 (33.) konterte Marian Orlowski mit dem Torwurf, der das 15:15 (33.) brachte.

Doch dann kam die – bereits erwähnte nahezu neunminütige Torflaute beim TuS, die dem Gegner die Siebentore-Führung brachte (und während der – in der 37. Minute – Peter Tatai für Joel Birlehm ins TuS-Tor kam). Nun stand es in der 41. Spielminute schon 15:22 gegen Lübbecke. In dieser torlosen Zeit leisteten sich die Hausherren drei Fehlwürfe, zwei technische Fehler und zwei Ballverluste. Positiv aber, dass der TuS keineswegs aufsteckte, sondern in der Folge mit drei Toren hintereinander nochmals auf 18:22 (46.) aufschloss. Dener Jaanimaa hatte beim 16:22 (42.) einfach mal draufgehalten, Marko Bagaric das 17:22 (44.) aus Linksaußen-Position erzielt und Peter Strosack beim 18:22 Nervenstärke vom Siebenmeterpunkt gezeigt (46.).

Kam der TuS nochmals so richtig in Schlagdistanz? Nein – vielmehr legten die Hansestädter wieder auf 18:25 (51.) vor. In dieser Phase verwarfen die Lübbecker gleich zwei Siebenmeter. Nachdem der eingewechselte Luka Rakovic das 19:25 (53.) markiert hatte, verwarfen die Gastgeber erneut vom Punkt. Die letzten drei Nettelstedter Treffer gelangen Valentin Spohn, darunter war der Siebener zum 22:28 (59. Minute). Der Rest war der 22:29-Treffer (60.) durch Hamburgs Wullenweber und schier ungebremster hanseatischer Jubel!

 

Stimmen zum Spiel:

Nikola Blazicko (TuS N-Lübbecke): „Die Hamburger haben es heute Abend einfach viel besser gemacht als wir. Sie hatten auch viel mehr Selbstvertrauen. Bald nach der Halbzeit machen wir eine Reihe entscheidender Fehler. Was da genau passiert ist, kann ich im Moment kaum sagen. Wir machen eine Vielzahl technischer Fehler, das ist auch durch Torwartparaden gar nicht mehr auszugleichen. Im Training unter der Woche haben wir gut gearbeitet und hatten uns für heute Abend viel vorgenommen. Unser Gegner spielt vor allem mit viel Geschwindigkeit. Das tut jetzt schon sehr weh, hatten uns das alles ganz anders vorgestellt.“

Torsten Jansen (Handball Sport Verein Hamburg): „Wir sind zwar nicht ohne Hoffnung, aber doch ohne Enthusiasmus hierhergefahren. Denn ein Trainerwechsel ist für die jeweils andere Mannschaft selten eine optimale Ausgangsposition. Dann wussten wir, wieviel Qualität normal in der TuS-Mannschaft steckt. Und doch war uns klar, wenn wir geduldig spielen und die Partie lange offenhalten können, können wir Nadelstiche gegen Nettelstedt setzen. Wenn der Favorit dann das Selbstvertrauen verliert, kann es schwer für ihn werden. Meine Jungs haben aber auch überragend gespielt. Wir kamen zu einer Reihe von Rückraumtoren und konnten das Tempo hochhalten. Gratulation an meine Mannschaft!“

 

Statistik

TuS N-Lübbecke: Tatai (6/1 Paraden), Birlehm (9/1 Paraden); Genz, Walczak (1), Gierak (1), Bagaric (1), Strosack (5/3), Rakovic (1), Spohn (7/1), Jaanimaa (3), Schade, Orlowski (3), Hövels.

Handball Sport Verein Hamburg: Kokoszka (0 Paraden), Baatz (n.e.), Edvardsson (14/2 Paraden); Schröder (1), Fick (n.e.), Lackovic, Tissier, Weller (2), Ossenkopp, Axmann (2), Fuchs (1), Bauer (11), Wullenweber (10), Vogt, Herbst (2/1).

Siebenmeter: 7/4 : 3/1 (Strosack und Rakovic scheitern an Edvardsson / Herbst scheitert an Birlehm und an Tatai)

Zeitstrafen: 6:4 (min.) = (Bagaric (27.), Genz (31.), Walczak (40.) / (Weller (32.), Tissier (46.))

Spielfilm: 1:0 (1.), 2:4 (46), 5:5 (15.), 5:7 (16.), 6:9 (18.), 8:11 (20.), 10:13 (24.), 13:13 (26.), 13:14 (27.) – 14:14 (32.), 14:15 (33.), 15:15 (33.), 15:22 (41.), 18:22 (46.), 18:25 (51.), 19:26 (55.), 21:26 (58.), 22:27 (59.), 22:29 (60.).

Schiedsrichter: Christian Moles / Lutz Pittner

Zuschauer: 1.747 in der Merkur Arena Lübbecke

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