Der TuS N-Lübbecke steht im Finale der 37. Auflage des Spielo-Cups. Im zweiten Halbfinale setzte sich die Mannschaft von Trainer Davor Dominikovic souverän mit 34:27 (19:11) gegen den niederländischen Vizemeister HV Aalsmeer durch. Damit kommt es bereits zu einem frühen Höhepunkt der noch jungen Saison: Im heutigen Finale wartet mit GWD Minden der Kreisrivale auf den TuS. GWD Minden hatte sich zuvor im ersten Halbfinale mit 31:27 gegen den 1. VfL Potsdam durchgesetzt. Das Spiel um Platz drei zwischen dem 1. VfL Potsdam und HV Aalsmeer wird am Sonntag um 15 Uhr angepfiffen. Ab 11 Uhr findet bereits das Spiel um Platz im Spielo-Cup der Amateure statt. Dieses bestreiten GWD Minden gegen OHV Aurich. Das Finale bestrieten um 13 Uhr Lit1912 II gegen Team HandbALL. Tickets für das Finale gibt es im Ticketshop oder an der Tageskasse.
Der TuS startete mit Felix Eisele, Henri Pabst, Niklas Gautzsch, Kasper Haugen Furu, Max Santos und Patrik Blazicko im Angriff sowie Leon Grabenstein im Tor. Für Furu übernahm in der Abwehr Jacob Lundahl.
Nach einer schnellen 2:0-Führung durch Henri Pabst und Thies Bergemann kamen die Niederländer zunächst zurück und glichen zum 2:2 (6.) aus. Auch beim 4:4 (9.) war die Partie letztmals ausgeglichen. Danach nahm der TuS jedoch deutlich Fahrt auf. Mit einem 7:0-Lauf setzte sich Lübbecke auf 11:4 (19.) ab.
Die Fehler des niederländischen Vizemeisters nutzte der TuS in dieser Phase konsequent aus. Immer wieder ging es nach Ballgewinnen schnell nach vorne, die Gegenstöße wurden sicher abgeschlossen. Auch Torhüter Leon Grabenstein erwies sich als Rückhalt und parierte unter anderem einen Siebenmeter. Eine Auszeit des Aalsmeer-Trainers beim Stand von 10:4 brachte zunächst ebenso wenig Veränderung wie der Blockwechsel beim TuS nach rund 15 Minuten.
Die frischen Kräfte fügten sich ebenso gut ein. Malte Dederding erhöhte auf 12:5 (19.), Finn Wullenweber traf zum 14:7 (22.). Der TuS kontrollierte das Geschehen und hielt den Vorsprung konstant. In der 29. Minute sorgte Thies Bergemann mit einem weiteren Gegenstoß für die 18:9-Führung. Bis zur Pause konnte Aalsmeer den Rückstand noch etwas verkürzen, sodass es mit einem 19:11 in die Kabinen ging.
Zur zweiten Halbzeit schickte Davor Dominikovic erneut den zweiten Block aufs Feld, der bereits ab Mitte des ersten Durchgangs agiert hatte. Alexander Schulze, Finn Wullenweber, Niko Blaauw, Yannick Dräger, Jacob Lundahl und Thies Bergemann bildeten die Formation. Lundahl wechselte im Angriff auf der Mitte mit Tjorven Sturhahn.
Aalsmeer kam zunächst besser aus der Kabine und verkürzte auf 20:15. Nach gerade einmal 3:44 Minuten in der zweiten Hälfte sah TuS-Trainer Dominikovic Gesprächsbedarf und nahm eine Auszeit, um seine Mannschaft noch einmal an die zuvor besprochenen Vorgaben zu erinnern.
Die Ansprache zeigte Wirkung. Tjorven Sturhahn und Kasper Haugen Furu erhöhten auf 22:16, ehe Thies Bergemann endgültig aufdrehte. Der Rechtsaußen war in dieser Phase kaum zu stoppen und erzielte vier Treffer in Folge – den letzten davon sicher vom Siebenmeterpunkt. Beim 26:18 (40.) war der TuS wieder deutlich davongezogen.
Auch im weiteren Verlauf blieb Bergemann ein entscheidender Faktor. Drei weitere Treffer hintereinander gingen auf das Konto des Rechtsaußen, der damit maßgeblich dafür sorgte, dass der TuS beim 31:22 (52.) weiterhin komfortabel führte.
Die erste Zehn-Tore-Führung des Abends war schließlich Jacob Lundahl vorbehalten. Sein Treffer zum 33:23 (55.) sorgte für klare Verhältnisse. Erfreulich aus TuS-Sicht war zudem die Sicherheit vom Siebenmeterpunkt: Neben Alexander Schulze und Thies Bergemann präsentierte sich auch Felix Eisele als zuverlässiger Schütze. Der Rechtsaußen verwandelte in der 59. Minute sicher zum 34:25.
Den Schlusspunkt setzte schließlich Aalsmeer mit einem Treffer von Rechtsaußen zum 34:27-Endstand.
Damit zieht der TuS N-Lübbecke souverän ins Finale des Spielo-Cups ein. Dort wartet am Sonntag GWD Minden – und damit bereits das erste Kreisderby der neuen Saison.
Stimme zum Spiel
Davor Dominikovic (TuS N-Lübbecke): „Mit dem Sieg bin ich zufrieden, mit der Einstellung meiner Spieler nicht. Wir hatten nicht die Einstellung, die man bei so einem Spiel haben sollte. Teilweise war das nichts. Morgen kommt dann GWD. Das ist qualitativ im Vergleich zu heute ein Riesenunterschied und unsere Aufgabe ist es, dass wir morgen wir sind. Ich erwarte, dass wir morgen ein besseres Gesicht zeigen. Das erwarte ich von allen, auch von mir.“