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TuS unterliegt GWD im Finale des SPIELO-CUP‘s mit 27:31

Das erste Mühlenkreis-Derby der noch jungen Saison hatte bereits vieles zu bieten, was sich das Handball- und insbesondere das Derbyherz wünscht: viel Energie, intensiven Kampf und jede Menge Emotionen auf beiden Seiten. Leider gelang es dem TuS N-Lübbecke nicht, diese Energie über die gesamten 60 Minuten auf die Platte zu bringen. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit musste sich der TuS dem GWD Minden im Finale des 37. Spielo Cups mit 27:31 geschlagen geben. Damit verschenkte die Mannschaft von Davor Dominikovic in der zweiten Halbzeit einen möglichen Turniersieg und beendet den SPIELO-CUP auf dem zweiten Platz. Im Spiel um Platz drei setzte sich der 1. VfL Potsdam gegen den HC Aalsmeer mit 40:30 durch.

Wie bereits in den Testspielen zuvor setzte der TuS auch im Finale auf einen Wechsel der kompletten Mannschaftsblöcke. Nach rund 15 Minuten wurde jeweils gewechselt. Im ersten Block begannen Thies Bergemann, Malte Dederding, Kasper Haugen Furu, Finn Wullenweber, Alexander Schulze, Yannick Dräger und Torhüter Frederik Genz.

Malte Dederding eröffnete die Partie mit dem 1:0 (2.). Zwar gelang GWD umgehend der Ausgleich, doch in den folgenden Minuten legte der TuS immer wieder vor, während die Mindener nachzogen. Bereits in der vierten Minute gab es auf beiden Seiten die erste Zwei-Minuten-Strafe. Max Santos und Jakub Sterba lieferten sich einen etwas härteren Kampf um den Ball.

In Unterzahl setzte Davor Dominikovic auf den sechsten Feldspieler. Das Risiko wurde allerdings nicht belohnt: GWD nutzte die Situation und erzielte den Treffer zum 5:4 ins leere TuS-Tor. Nach einer starken Parade von Frederik Genz brachten Alexander Schulze und Malte Dederding den TuS beim 8:6 (12.) wieder mit zwei Toren in Führung.

Nach rund 15 Minuten erfolgte der angekündigte Blockwechsel. Am Spielverlauf änderte sich zunächst wenig. Beide Mannschaften kämpften um jeden Ball, wobei GWD beim 10:12 (20.) erstmals mit zwei Treffern davonzog. GWD-Trainer Aaron Ziercke nahm dennoch eine Auszeit. Anschließend fand der TuS jedoch wieder besser ins Spiel und drehte die Partie erneut.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff nahm auch Davor Dominikovic noch einmal eine Auszeit, um seinem Team die letzten taktischen Anweisungen mit auf den Weg zu geben. Der gewünschte Führungstreffer gelang allerdings nicht mehr. Stattdessen erzielte GWD noch das 16:15 zur Halbzeit. Ein direkter Freiwurf von Niko Blaauw landete anschließend über dem Tor.

Die zweite Halbzeit ist aus TuS-Sicht schnell erzählt. Während sich bei den Lübbeckern gerade zu Beginn zunehmend Fehler einschlichen, nutzte GWD diese konsequent aus. Mit einem 7:3-Lauf setzten sich die Mindener ab. Davor Dominikovic reagierte und nahm in der 37. Minute seine zweite Auszeit.

Kasper Haugen Furu und Finn Wullenweber sorgten anschließend noch einmal für TuS-Treffer, doch in die Nähe des Ausgleichs kamen die Lübbecker nicht mehr. Auch die Umstellung in der Abwehr von einer 6:0-Formation auf eine 5:1-Deckung mit dem vorgezogenen Niklas Gautzsch brachte nicht die erhoffte Wende.

Für die Schlussminuten brachte Dominikovic noch einmal frisches Personal auf die Platte. Doch auch die neuen Kräfte konnten die Partie nicht mehr drehen. Am Ende musste sich der TuS GWD Minden mit 27:31 geschlagen geben.

Damit geht der Turniersieg beim 37. Spielo Cup an den Nachbarn aus Minden. Der TuS beendet das Turnier nach dem Sieg im Halbfinale gegen HC Aalsmeer auf einem guten zweiten Platz.

Stimme zum Spiel

Davor Dominikovic: „In der ersten Halbzeit war ich mit der Einstellung, mit der wir in das Spiel gegangen sind, zufrieden. Man hat von der ersten Minute an auf beiden Seiten gemerkt, dass es ein Derby war. Und das war genau diese Reaktion, die ich nach gestern wollte. In der zweiten Halbzeit haben wir zu Anfang ein paar Bälle verworfen. GWD hat das ausgenutzt und ein Polster herausgeworfen, welches wir nicht mehr geschafft haben, aufzuholen. Es war ein verdienter Sieg für GWD und ich gratuliere! Ab Dienstag werden wir wieder fleißig arbeiten und uns dann auf das Testspiel gegen Hagen vorbereiten.“

Statistik

TuS N-Lübbecke: Genz, Grabenstein; Santos (1), Sturhahn, Furu (5), Schulze (7/4), Lundahl (2), Dräger, Wullenweber (3), Blaauw, Gautzsch, Pabst (1), Bergemann (2), Blazicko (1), Dederding (4), Eisele (1).