Der TuS N-Lübbecke muss mehrere Monate auf Kasper Haugen Furu verzichten. Nach einer erneuten fachärztlichen Untersuchung seiner verletzten Schulter steht nun fest, dass sich der norwegische Spielmacher einer Operation unterziehen muss. Aufgrund des zusätzlichen Ausfalls von Tjorven Sturhahn sondiert der TuS den Markt nach einer Verstärkung für den Rückraum.
Kasper Haugen Furu hatte sich beim Saisonauftakt gegen den VfL Lübeck-Schwartau am 28. August an der rechten Wurfschulter verletzt. Betroffen ist die Gelenklippe, das sogenannte Labrum. Nach Rücksprache mit Mannschaftsarzt Dr. Frank Käber und unter Einbeziehung der Expertenmeinung von Dr. Sven Lichtenberg in Heidelberg war zunächst eine konservative Behandlung empfohlen worden. Mit einem konsequenten Reha-Programm sollte eine Rückkehr auf das Spielfeld ohne operativen Eingriff ermöglicht werden.
Die Kontrolluntersuchung in dieser Woche in Heidelberg brachte nun jedoch die enttäuschende Gewissheit: Die erhoffte Verbesserung ist nicht ausreichend eingetreten. Die aktuellen Untersuchungen und Funktionstests zeigen, dass eine Operation erforderlich ist.
Mannschaftsarzt Dr. Frank Käber organisiert derzeit einen möglichst zeitnahen Operationstermin. Wann der Eingriff stattfinden wird, soll sich in den kommenden Tagen klären. Eine verlässliche Prognose zur genauen Ausfallzeit ist aktuell noch nicht möglich. Das vollständige Ausmaß der Verletzung lässt sich erst während der Operation beurteilen, da die MRT-Aufnahmen nicht immer alle Schädigungen und deren Schwere abschließend erkennen lassen. Fest steht jedoch bereits, dass Furu dem TuS mehrere Monate fehlen wird.
„Diese Nachricht ist für uns ein schwerer Schlag. Kasper hat in den vergangenen sechs Wochen gemeinsam mit dem Physioteam von Körperhandwerk Florian Beck sehr hart und diszipliniert gearbeitet. Für ihn tut es mir unendlich leid. Aber auch uns als TuS N-Lübbecke trifft diese Nachricht wirklich hart. Nach der Verletzung von Tjorven ist das die zweite Hiobsbotschaft“, sagt TuS-Geschäftsführer Rolf Hermann.
Da auch Tjorven Sturhahn aufgrund seiner Oberschenkelverletzung mehrere Wochen pausieren muss, beschäftigt sich der TuS N-Lübbecke nun intensiv mit einer möglichen Nachverpflichtung. Die Suche gestaltet sich zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison allerdings schwierig: Im Oktober sind die Möglichkeiten begrenzt, einen passenden Spieler zu finden, dessen Verein zugleich zu einer vorzeitigen Freigabe bereit ist.
„Wir sondieren derzeit den Markt. Es ergibt aber nur Sinn, jemanden zu verpflichten, der uns qualitativ wirklich weiterhilft, für uns wirtschaftlich darstellbar ist und dessen Verein einem Wechsel auch zustimmt. Auch wenn Eile geboten ist, müssen und werden wir uns die Zeit nehmen, die es für eine passende Lösung braucht“, erklärt Hermann.
Der TuS N-Lübbecke wird Kasper während seiner Ausfallzeit bestmöglich unterstützen und wünscht ihm für die bevorstehende Operation und die anschließende Rehabilitation alles Gute, viel Kraft und einen guten Heilungsverlauf.