
Letztes Auswärtsspiel der Saison: TuS reist zum Showdown nach Krefeld
29. Mai 2026Der TuS hüpft auf Rang 8 und schickt Gegner Krefeld zurück in die 3. Liga – Der 34:33-Sieg war verdient, hätte noch weitaus höher ausfallen können

Immer Herr der Lage, also ruhig und abgeklärt agierend, wenngleich nicht immer ohne Fehler: So präsentierte sich der TuS N-Lübbecke im letzten Saison-Auswärtsspiel am frühen Samstagabend beim 34:33 (13:15)-Sieg bei der HSG Krefeld Niederrhein. Als die Dominikovic-Schützlinge in der 51. Minute mit 29:24 führten, deutete sich nicht an, dass es bis zum Ende recht spannend bleiben würde. 5:9 verloren die Jungs vom Wiehen diese Schlussphase. Und doch war das Endergebnis auch das Ende in der 2. Liga für den Gegner. Aus den 5 Spielen, die dem 22:30 gegen Ludwigshafen folgten, haben die Rothemden aus Lübbecke 4 Siege erzielt. Schön auch, das sie nach der Dessauer Niederlage am Freitag in Balingen nun auf Rang 8 hüpfen konnten.
Die besten Werfer beim TuS waren diesmal Niko Blaauw (6) sowie Kasper Haugen Furu (5) und Alexander Schulze (5). In der Kiste begann Fredrik Genz megastark, lag nach 12 Minuten schon bei einer Bilanz von 7 Paraden, bei Schlusspfiff waren es dann deren 8. Mit 10:12 Rettungstaten insgesamt ging das Torwarte-Duell knapp für Krefeld aus. Der starke Beginn von Fredrik Genz erklärte auch die 3:6-Führung des TuS zu diesem Zeitpunkt. Nach und nach kämpften und spielten sich die Gastgeber besser in die Partie und hatten zur Halbzeitpause eine 15:13-Führung erzielt.
Die Punktebilanz vom 35:31 macht Mut und Lust, das wahr zu machen, was Geschäftsführer Rolf Hermann nach der Niederlage in Hagen mehr oder minder gefordert hatte, nämlich drei Siege aus den letzten drei Partien gegen die drei am Ende der Tabelle platzierten Teams zu erreichen. Ohnehin hat der TuS gegen die – bis Spielende in Krefeld – noch um den Klassenverbleib zitternden Essenern und Krefeldern zweimal alles gegeben, um nicht in den Verdacht zu geraten, sich gegen eines der Teams weniger um den Sieg bemüht zu haben.
Nicht ganz so rühmlich, wie oben bereits erwähnt, wie die Nettelstedt-Lübbecker in der Schlussphase jetzt in Krefeld die Niederrheiner noch einmal herankommen ließen. Lange Zeit drückte der TuS der 2. Halbzeit nämlich seinen Stempel auf. So lag man beim 18:19 (37., Alexander Schulze in der 2. Welle) erstmals wieder in Führung. Beim 20:20 (38.) hatte Krefeld sich letztmals einen Ausgleich erarbeitet. Den Weg vom 21:23 (43.) zum 24:29 (51.) erleichterte zudem zwischen den Pfosten Leon Grabenstein, der in der 44. Minute einen Siebener des früheren TuS-Spielers Falk Kolodziej abwehrte.
Am kommenden Wochenende ist in der MERKUR Arena Abschiednehmen angesagt. Davor – Anwurf am Samstag, 6. Juni, um 18 Uhr – gibt Absteiger und Tabellenletzter HC Oppenweiler/Backnang seine Visitenkarte am Wiehengebirge ab. Die Spieler, die den TuS N-Lübbecke werden, heißen Tim Roman Wieling, Lutz Heiny, Sven Weßeling, Bence Hornyak und Mannschaftskapitän Jó Gerrit Genz.
Rolf Hermann, Geschäftsführer des TuS N-Lübbecke, zeigte sich äußerst zufrieden mit diesem Resultat jetzt in Krefeld. Auch wenn „in der Abwehr wir nicht immer auf der Höhe waren“ und zum Ende „der Gegner unnötigerweise nochmals stärker aufkommt“. Die „tropischen Temperaturen“ sollten bei der Bilanzierung dieser Partie „unbedingt Berücksichtigung finden“. Zum wiederholten Male „sage ich sehr, sehr gern, wie klasse uns die Fans auch an diesem Samstag mal wieder lautstark den Rücken gestärkt haben!“ Und dieses Lob „möchte ich für die gesamte Saison aussprechen!“
Stimme zum Spiel:
Davor Dominikovic (TuS N-Lübbecke): „Natürlich bin ich zufrieden mit unserem Spiel und mit unserem Ergebnis. Okay, am Schluss machen wir es wieder etwas spannend… Aber es ist zu bedenken, dass heiße Temperaturen in der Halle herrschten. Du hattest manchmal kaum noch Luft zum Atmen. Wir haben einen Auswärtssieg eingefahren, was in jedem Spiel der 2. Liga schwer genug ist. Die Jungs spielen, wie sie trainieren – hart und mit Tempo. Selbst jetzt noch zum Saisonende hin. Diese Mentalität macht mich stolz. Unsere geschlossene Mannschaftsleistung führte zum verdienten Sieg!“
Statistik:
HSG Krefeld Niederrhein: Rüspeler, Guitart Alguacil (12 P.); Krass (1), Kolodziej (5/2), Kix (3), Klasmann (2), Schneider (3), Siegler (6), Schulz, Marquardt, Michalski (4), Braun, Jagieniak (2), Persson (1), Ingenpaß (2), Rose (4).
TuS N-Lübbecke: F. Genz (8 P.), Grabenstein (2/2 P.); G. Genz (3), Santos (2), Heiny (1), Hörr (1), Furu (5), Schulze (5), Lundahl, Dräger (2), Hornyak (1), Blaauw (6), Weßeling (1), Pabst (1), Blazicko (1), Wuieling (5/2).
Siebenmeter: 4/6 -Kolodziej an Grabenstein (28. + 44.) 2/2
Zweiminuten: Schneider (42.) – Pabst (11.+ 33.), Lundahl (19.), Genz (26.), Dräger (37. + 58.)
















































