Der TuS N-Lübbecke musste sich am vierten Spieltag der 2. Handball-Bundesliga im Mühlenkreisderby bei GWD Minden mit 24:30 (10:16) geschlagen geben. Vor 3.633 Zuschauern in der ausverkauften Kampa-Halle erwischten die Gastgeber den besseren Start und erspielten sich früh einen deutlichen Vorsprung. Zwar kämpfte sich der TuS nach der Pause zwischenzeitlich noch einmal näher heran, konnte die Partie aber nicht mehr drehen. Damit blieb GWD Minden im Derby am Ende verdient siegreich.
Die Stimmung in der ausverkauften Kampa-Halle war von Beginn an aufgeladen. Der TuS startete mit Fredrik Genz im Tor sowie Alexander Schulze, Finn Wullenweber, Niko Blaauw, Yannick Dräger, Malte Dederding und Thies Bergemann. Bereits in der dritten Minute ging es intensiv zur Sache, als Max Staar und Finn Wullenweber in der Werbebande landeten.
GWD erwischte den deutlich besseren Start. Karolis Antanavičius und Philipp Vorlicek-Michalczik brachten die Gastgeber schnell mit 2:0 in Führung, ehe Staar auf 3:0 erhöhte. Niko Blaauw erzielte in der sechsten Minute den ersten TuS-Treffer. Kurz darauf verkürzte Thies Bergemann per Siebenmeter auf 3:2. Minden blieb jedoch tonangebend und setzte sich wieder ab.
Nach dem 7:3 durch Antanavičius reagierte Davor Dominikovic in der 13. Minute mit seiner ersten und einzigen Auszeit. Mit Tjorven Sturhahn, Max Santos und Manuel Hörr brachte der TuS anschließend neue Kräfte. Henri Pabst verkürzte zunächst auf 7:4, doch GWD fand immer wieder Lösungen im Angriff und erhöhte wenig später auf 9:4.
In dieser Phase verlor der TuS zunehmend den Zugriff auf das Spiel. Nach einer Zeitstrafe gegen Minden verwandelte Manuel Hörr den Siebenmeter zum 10:6 und Max Santos legte kurz darauf zum 10:7 nach. Hoffnung auf eine Aufholjagd keimte auf, doch die Gastgeber antworteten prompt. Morten Hempel Jensen und Philipp Vorlicek-Michalczik sorgten dafür, dass der Vorsprung wieder anwuchs.
Zwei schnell aufeinanderfolgende Zeitstrafen gegen den TuS führten anschließend sogar zu einer doppelten Unterzahl. Minden nutzte die Überzahl konsequent und traf per Siebenmeter zum 13:7. Bis zur Pause blieb GWD die spielbestimmende Mannschaft. Jakub Sterba erhöhte auf 15:8, bevor Tjorven Sturhahn und Manuel Hörr noch einmal für den TuS verkürzten. Mit einem 16:10-Rückstand ging es schließlich in die Kabinen.
Der TuS kam mit einer veränderten Formation aus der Halbzeitpause. Leon Grabenstein übernahm im Tor, Patrik Blazicko rückte ins Feld, während Manuel Hörr, Yannick Dräger, Finn Wullenweber, Malte Dederding und Thies Bergemann zunächst auf der Platte standen. Direkt der erste Angriff der Mindener konnte verteidigt werden. Anschließend verkürzte der offensiv eingewechselte Tjorven Sturhahn auf 16:11.
Sturhahn setzte dabei wie schon im vergangenen Spiel immer wieder starke Akzente. Mit seinem kraftvollen Eins-gegen-eins stellte er die Mindener Defensive vor Probleme und erzielte mehrere wichtige Treffer. Nach seinem Tor zum 17:13 traf er auch zum 20:15. Felix Eisele brachte den TuS anschließend sogar auf 20:16 heran. Der Rückstand war damit zwischenzeitlich auf vier Tore geschmolzen.
GWD ließ sich davon allerdings nicht aus der Ruhe bringen. Die Gastgeber nutzten ihre Chancen konsequent und stellten den alten Abstand wieder her. Nach dem 22:17 durch Morten Hempel Jensen folgte eine Phase, in der Minden die Partie endgültig wieder kontrollierte. Vorlicek-Michalczik traf mehrfach und erhöhte auf 24:17 beziehungsweise 25:18. Niko Blaauw konnte zwischenzeitlich noch zwei Treffer für den TuS beisteuern.
Auch in der Schlussphase kämpfte Lübbecke weiter um ein besseres Ergebnis. Nach dem 28:20 und 29:20 durch die Gastgeber setzte der TuS noch einmal Akzente. Malte Dederding übernahm Verantwortung und erzielte in der 58. Minute zwei Treffer in kurzer Folge. Zunächst traf er zum 29:21 sehenswert in den Winkel, anschließend legte er im Gegenstoß zum 29:22 nach.
Minden nahm daraufhin seine dritte und letzte Auszeit. Die Gastgeber ließen sich den Sieg jedoch nicht mehr nehmen. Lasse Franz erzielte das 30:22, ehe Dederding noch einmal auf 30:23 verkürzte. Den Schlusspunkt aus TuS-Sicht setzte Manuel Hörr, der wenige Sekunden vor dem Ende ins leere Tor traf und damit den Endstand von 30:24 herstellte.
Trotz der Niederlage zeigte der TuS vor allem nach dem Seitenwechsel Moral und kämpfte bis zur letzten Sekunde. Besonders Tjorven Sturhahn konnte mit fünf Treffern wichtige Akzente setzen. Auch Malte Dederding überzeugte in der Schlussphase mit drei Treffern. Insgesamt verteilten sich die TuS-Tore auf mehrere Schultern.
Vor einer beeindruckenden Kulisse von 3.633 Zuschauern in der ausverkauften Kampa-Halle endete das Mühlenkreisderby schließlich mit 30:24 für GWD Minden. Nach dem Heimsieg gegen Dormagen musste der TuS damit am vierten Spieltag die zweite Saisonniederlage hinnehmen.
Torschützen: Sturhahn 5, Hörr 3, Pabst 3, Blaauw 3, Dederding 3, Santos 2, Wullenweber 2, Eisele 2, Bergemann 1/2, Schulze 0/1.





