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Starker Heimsieg gegen Hüttenberg: TuS überzeugt mit Abwehrarbeit und Tempo

Der TuS N-Lübbecke hat sich am achten Spieltag der 2. Handball-Bundesliga mit einer überzeugenden Leistung mit 30:26 gegen den TV 05/07 Hüttenberg durchgesetzt. Vor heimischer Kulisse in der MERKUR Arena legten die Lübbecker mit einer aufmerksamen Abwehr, starken Paraden von Fredrik Genz und konsequent ausgespielten Gegenstößen den Grundstein für den Erfolg. Besonders in der Anfangsphase setzte der TuS die Gäste unter Druck und erspielte sich früh einen deutlichen Vorsprung. Auch als Hüttenberg nach der Pause noch einmal näher herankam, bewies die Mannschaft von Trainer Davor Dominikovic großen Kampfgeist und brachte den Heimsieg souverän ins Ziel. Das Spiel fand vor 1.420 Zuschauern statt.

Aufgrund der Ausfälle von Wullenweber, Sturhahn (vorsorgliche Schonung nach Trainingsverletzung) und Furu standen mit Justus Westerbeck und Filip Dominikovic, dem Sohn des Trainers, zwei neue Gesichter im Kader. In der Anfangsformation begannen Fredrik Genz im Tor sowie Niko Blaauw, Alexander Schulze, Niklas Gautzsch, Yannick Dräger, Henri Pabst und Thies Bergemann.

Der TuS fand von Beginn an gut in die Partie. Fredrik Genz setzte mit einer direkten Parade früh ein Zeichen, während die Abwehr aufmerksam arbeitete und den Hüttenberger Angriff vor schwierige Aufgaben stellte. Im Angriff funktionierte insbesondere das Zusammenspiel zwischen Blaauw und Dräger hervorragend. Nach einem schönen Anspiel von Blaauw vollendete Dräger zum 3:2.

Besonders erfreulich war der Auftritt von Thies Bergemann, der nach seinen Blessuren in den vergangenen Wochen schnell wieder seinen Rhythmus fand und früh wichtige Treffer beisteuerte. Die starke Defensive ermöglichte dem TuS immer wieder Ballgewinne, die Schulze und Bergemann mit hohem Tempo in einfache Tore ummünzten. So setzten sich die Gastgeber auf 7:3 ab und zwangen Hüttenberg früh zum Reagieren.

Lübbecke blieb konsequent und baute den Vorsprung weiter aus. Beim 9:4 zeigte sich, wie gut das Tempospiel funktionierte. Auch die Achse zwischen Blaauw und Dräger sorgte im Positionsangriff weiterhin für Gefahr und stellte die gegnerische Abwehr immer wieder vor Probleme. Beim 10:5 war der TuS bereits deutlich auf Kurs. Bergemann fing anschließend in der Defensive clever einen Ball ab und verwandelte den Gegenstoß zum 11:6. Hüttenbergs Trainer reagierte darauf mit seiner ersten Auszeit.

Doch auch danach blieb Lübbecke konzentriert. Niklas Gautzsch sorgte mit einem spektakulären Treffer für Begeisterung: Sein Wurf krachte an die Unterkante der Latte und landete anschließend im Tor. Hüttenberg hielt auf der anderen Seite vor allem durch David Kuntscher dagegen, der sich vom Siebenmeterstrich äußerst sicher zeigte.

In der Schlussphase der ersten Halbzeit blieb Fredrik Genz ein wichtiger Rückhalt. In der 23. Minute parierte er einen Rückraumwurf, woraufhin die Stimmung in der MERKUR Arena noch einmal deutlich anstieg. Kurz vor der Pause setzte Bergemann mit einem abgefangenen Ball und einem Treffer ins leere Tor ein weiteres Ausrufezeichen.

Nach dem Seitenwechsel knüpfte Genz nahtlos an seine starke Leistung an. Auch in Unterzahl hielt er mit wichtigen Paraden den Vorsprung fest. Die Lübbecker verteidigten leidenschaftlich, und selbst in personeller Unterlegenheit gelang es ihnen, Hüttenberg entscheidend auf Abstand zu halten. Beim 21:18 war die Partie zwar wieder enger, doch der TuS bewies in dieser wichtigen Phase Nervenstärke. Blaauw eroberte in Unterzahl den Ball, ehe Gautzsch nach einer starken Einzelaktion zum 23:18 traf. Hüttenberg nahm daraufhin seine zweite Auszeit.

Lübbecke ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. Mit großem Einsatz in der Abwehr hielt die Mannschaft den Gegner auf Distanz und führte zwischenzeitlich mit 25:21. Blaauw traf aus der zweiten Reihe zum 27:23 und sicherte damit den wichtigen Vorsprung von vier Toren. Anschließend nutzte Schulze einen Gegenstoß sehenswert zum 28:23: Obwohl Hüttenbergs Torhüter gerade auf dem Weg zurück ins Tor war, brachte Schulze den Ball an ihm vorbei im Netz unter.

Spätestens beim 30:24 durch Yannick Dräger in der 58. Minute war der Heimsieg nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Davor Dominikovic nahm zwei Minuten vor dem Ende noch einmal eine Auszeit. In der Schlussphase kamen Filip Dominikovic und Justus Westerbeck auf die Platte – ein besonderer Moment für die beiden.

Damit belohnte sich der TuS N-Lübbecke für eine geschlossene Mannschaftsleistung. Eine starke Abwehr, zahlreiche Paraden von Fredrik Genz und das konsequente Umschaltspiel waren die entscheidenden Faktoren für den Erfolg. Auch in schwierigen Phasen blieb die Mannschaft ruhig und kämpferisch. Vor heimischer Kulisse sicherte sich der TuS damit zwei wichtige Punkte.

Torschützen: Genz (10 Paraden), Bergemann 6, Pabst 4, Gautzsch 4, Blaauw 4, Dräger 4, Schulze 4, Hörr 2, Santos 2