Start-Ziel-Sieg in Wilhelmshaven: 32:21 für den TuS vollauf verdient

„Hand in Hand“, so möchte man fast sagen, haben sich die drei Teams des Führungstrios am Freitagabend mit Siegen in der 2. Handball-Bundesliga schadlos gehalten. Dabei gewann der TuS N-Lübbecke seine Partie beim Wilhelmshavener HV ungefährdet mit 32:21 (15:9). Der Start-Ziel-Sieg der Nettelstedter überraschte nicht wirklich – bei sieben verletzten Spielern im gegnerischen Aufgebot. Ein dickes Kompliment gebührt den Jungs vom Wiehen dennoch. Denn hoch konzentriert, vorbildlich fokussiert lösten die Kurtagic-Schützlinge diese Aufgabe in der Nordfrost-Arena. Nächsten Freitag kommt Dessau auf 19.30 Uhr in die Merkur Arena, ehe in Rimpar und zuhause gegen Ferndorf der TuS diese Saison abschließt.

 

Nie gelang dem WHV an diesem Abend eine Führung oder wenigstens ein Spielgleichstand. Dominik Ebner aus seiner angestammten halbrechten Position (0:1, 2. Minute) und Lutz Heiny im Tempogegenstoß (0:2, 3.) sorgten für die ersten Schlaglichter des Abends. Erstmals mit fünf Toren in Front lag Lübbecke beim 10:5 (17., wieder Ebner). Dass es von Beginn an für den TuS – bei aller Spielklasse und der gebotenen Fokussierung der Nettelstedter auf die Partie – doch ein ruhiger Abend wurde, lag zusätzlich an „Joschi“ Rezar, der allein schon nach dem ersten Durchgang 10 (!) Paraden auf seinem Konto hatte. Er war sehr oft zur Stelle, hatte sich doch mal eine kleine Lücke im TuS-Abwehr-Bollwerk ergeben. Besonders bemerkenswert einmal mehr die Keeper-Paraden bei den Bällen von außen!

In Durchgang zwei kamen nach rund 45 Spielminuten mit Matic Gercar, Marvin Mundus, Florian Baumgärtner, Marek Nissen und Jan-Eric Speckmann frische TuS-Kräfte aufs Feld. Sie standen der Startsieben (Angriff-Abwehrwechsel Petreikis-Bagaric), häufiger wechselten da sonst über das ganze Spiel lediglich Lutz Heiny und Valentin Spohn, in nichts nach. Die Lübbecker spulten ihr Programm sehr ordentlich ab, verbunden mit schulmäßigen Kombinationen, nun zwar eher selten im Tempogegenstoß und in der zweiten Welle, dafür ein paar Mal fantastisch angespielt an den Kreis. Der Gegner war klar unterlegen, auch wenn dem WHV auf der Zielgeraden der Partie auch noch ein paar ansehnliche Spielzüge und Treffer gelangen. Die Disqualifikation nach 49 Minuten gegen Yannick Dräger nach der 3. Zeitstrafe blieb eine Randnotiz. Der 32:21-Sieg für den TuS ging auch in der Höhe völlig in Ordnung.

Rolf Hermann, Sportlicher Leiter beim TuS, war daher unter dem Strich auch sehr zufrieden. „Okay, der Start verlief noch etwas holprig, weil wir da noch recht unnötige Gegentreffer kassieren. Wenn man dann noch vom Überzahl-Spiel absieht, was diesmal nicht grad prall bei uns war, haben wir über weite Strecken vieles sehr gut gemacht. Den Fokus neu zu finden nach der Gala gegen Gummersbach, war ja auch nicht einfach. Am Ende entscheidet auch der breitere Kader zu unseren Gunsten. „Joschi“ Rezar hält super und mit „Baumi“ Florian Baumgärtner und Co. kamen frische Kräfte in der 2. Halbzeit bei uns hinein. Nun gilt schon sehr bald unsere ganze Konzentration der nächsten Aufgabe in acht Tagen zuhause gegen Dessau“.

 

Stimme zum Spiel:

Emir Kurtagic (TuS N-Lübbecke): „Der Gegner war angeschlagen, er hatte heute Abend einen schmalen Kader. Aber genau das hätte gefährlich für uns werden können. Aber die Jungs haben über ganz weite Strecken eine vorbildlich konzentrierte Leistung abgerufen. So lief es weitgehend optimal und wir zeigten viele gelungene Aktionen. Souverän in Abwehr und Angriff – es sah von uns vielleicht alles etwas leicht aus. Aber nur, weil wir hier harte Arbeit geleistet haben. Konsequent haben wir das heute durchgehalten. Nun heißt es für uns: kurz erholen und dann Dessau ins Visier nehmen!“

 

Statistik

Wilhelmshavener HV: Stasch (8 P.), Eres (2 P.); ten Velde (4), Maas (2), Sabljic, Droge, Postel (2), Misetic, Maretic (1), Kozul (2), Schwolow (5), Drechsler (4), Pust (1).

TuS N-Lübbecke: Rezar (13 P.), Gercar; Becvar, Heiny (6), Baumgärtner (3), Ebner (3), Petreikis (2), Bagaric, Strosack (2), Mundus, Dräger (2), Spohn (4), Nissen, Speckmann (1), Petrovsky (4), Skroblien (5/2).

Siebenmeter: 0/0 – 2/3 – Skroblien an Stascch (29.)

Zeitstrafen: 3:4 – Schwolow (8. + 36.), Kozul (37.) – Dräger (20. + 32. + 49.), Nissen (56.)

Disqualifikation: Kozul (37., hartes Foul) – Dräger (49., dritte Zeitstrafe)

Schiedsrichter:Matthias Klinke und Sebastian Klinke

Zuschauer: – in der Nordfrost-Arena

  • Valentin Spohn
  • Anspiel an den Tom Skroblien
  • Leos Petrovsky
  • Dominik Ebner
  • Auszeit
  • Yannick Dräger und Matej Kozul
  • Tom Skroblien
  • Lutz Heiny
  • Benas Petreikis
  • Jubelkreis
 

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