
Doppelspielrecht für Justus Westerbeck – TuS begleitet Eigengewächs in seiner weiteren Entwicklung
29. Juli 2026Tempo, Kampf und viele Tore: TuS unterliegt dem TBV Lemgo Lippe mit 35:39

Der TuS N-Lübbecke hat auch seinen zweiten Härtetest der Saisonvorbereitung auf hohem Niveau absolviert. Nach dem 36:27-Erfolg gegen den 1. VfL Potsdam musste sich die Mannschaft von Davor Dominikovic am späten Samstagnachmittag in der Sparkassen Arena Versmold dem Erstligisten TBV Lemgo Lippe mit 35:39 (16:17) geschlagen geben. In einer intensiven Begegnung, in der beide Teams über die gesamte Spielzeit ein hohes Tempo anschlugen, zeigte der TuS eine engagierte Leistung und bot dem Erstligisten lange Paroli.
Bis auf Henri Pabst, der im Training umgeknickt war und vorsorglich geschont wurde, standen Dominikovic alle Spieler zur Verfügung. Der TuS begann mit Frederik Genz im Tor sowie Alexander Schulze, Max Santos, Niko Blaauw, Malte Dederding und Thies Bergemann. Auf der Rückraum-Mitte wechselten sich Kasper Haugen Furu und Yannick Dräger ab, der für die Defensivarbeit eingesetzt wurde.
Der TuS erwischte einen gelungenen Start. Malte Dederding eröffnete die Partie mit dem 1:0 und legte unmittelbar das 2. TuS-Tor nach. Bis zum 6:6 in der 11. Minute entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem beide Offensivreihen nahezu nach Belieben trafen. Kleine Unkonzentriertheiten der Gastgeber nutzte Lemgo anschließend konsequent aus und setzte sich durch mehrere Tempogegenstöße auf 10:6 (15.) ab.
Dominikovic reagierte mit einem kompletten Blockwechsel. Patrik Blazicko, Niklas Gautzsch, Yannick Dräger, Finn Wullenweber und Felix Eisele kamen aufs Feld, während Kasper Haugen Furu zunächst auf der Spielmacherposition blieb und sich später mit Jacob Lundahl (Abwehr) abwechselte. Die Wechsel zeigten sofort Wirkung: Felix Eisele verkürzte per Tempogegenstoß auf 7:10 (16.), ehe sich der TuS Tor um Tor zurückkämpfte. Niklas Gautzsch, Patrik Blazicko nach einem präzisen Zuspiel von Frederik Genz sowie erneut Gautzsch stellten auf 11:12 (21.). TBV-Coach Florian Kehrmann sah sich daraufhin zu einer Auszeit gezwungen. Doch auch diese unterbrach den Lauf der Nettelstedter nicht. Yannick Dräger erzielte in der 25. Minute den verdienten 12:12-Ausgleich. Bis zur Pause blieb die Begegnung ausgeglichen. Immer wieder legte Lemgo vor, der TuS fand jedoch die passende Antwort, sodass die Gäste lediglich eine knappe 17:16-Führung mit in die Kabine nahmen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb zunächst der „zweite Block“ auf dem Feld. Alexander Schulze verwandelte einen Siebenmeter nach einem Foul an Niklas Gautzsch zum 17:17-Ausgleich (32.). Die Zuschauer sahen weiterhin ein rasantes Spiel mit zahlreichen schnellen Angriffen, sodass beide Torhüter nur selten die Möglichkeit hatten, sich auszuzeichnen.
Beim 25:25 in der 43. Minute nahm Dominikovic seine Auszeit und stellte wenig später erneut auf den ersten Block um. In der Schlussphase gelang es dem TBV jedoch, sich erstmals wieder etwas deutlicher abzusetzen. Beim 33:29 (54.) lagen die Lipper mit vier Treffern vorne. Doch der TuS steckte nicht auf, hielt kämpferisch dagegen und blieb bis in die Schlussminuten im Spiel. Kasper Haugen Furu verkürzte mit einem sehenswerten Treffer noch einmal auf 31:34 (56.), ehe sich der Bundesligist letztlich mit seiner individuellen Klasse durchsetzte.
Den Schlusspunkt unter ein intensives und insgesamt sehr ansehnliche Testspiel setzte Thies Bergemann mit dem Treffer zum 35:39-Endstand.
Stimme zum Spiel
Davor Dominikovic: „Es war ein temporeiches Spiel, denn das ist auch das, was Lemgo so stark macht. Wir haben bis zum 25:25 45 Minuten sehr gut mitgehalten. Durch einfache technische Fehler kommt Lemgo dann zu einem 3:0-Lauf. Dann ist es schwer zurückzukommen. Ich habe aber sowohl im Angriff als auch in der Abwehr viele gute Sachen gesehen. Anfang der zweiten Halbzeit war ich sehr zufrieden mit dem Umschaltspiel. Wir haben auch heute versucht, wieder Blockwechsel zu machen, auch wenn das nicht ganz einfach war, weil Henri sich verletzt hat. Das Wichtigste ist aber, dass wir 60 Minuten lang gekämpft haben.“
Statistik:
TuS N-Lübbecke: Genz (5 P.), Grabenstein (4 P.); Santos (2), Sturhahn (1), Furu (5), Schulze (2/2), Lundahl (2), Dräger (4), Wullenweber (3), Blaauw (2), Gautzsch (3), Bergemann (1), Blazicko (2), Dederding (6), Eisele (2).














































