TuS-Auswärtssieg ohne großes Zittern: Beim 33:25 in Aue immer Herr der Lage

Vom 0:2-Rückstand nach 4 Spielminuten abgesehen, hat der TuS N-Lübbecke am späten Sonntagnachmittag einen überzeugenden Start-Ziel-Sieg beim EHV Aue geschafft, gewann 33:25 (14:12) und ist in der Tabelle erst einmal wieder am VfL Gummersbach vorbeigezogen. Die Kurtagic-Schützlinge stehen bei 38:12 Zählen erneut auf Rang 2, liegen nach Minuspunkten aber noch einen Punkt schlechter als die Oberbergischen (37:11). Gewiss trug der Gegner in der 2. Halbzeit mit einigen etwas dummen Fehlpässen gehörig mit dazu bei, dass Lübbecke siegte. Doch das schmälert den auch in der Höhe verdienten Nettelstedter Sieg in keiner Weise. Beste TuS-Werfer in Aue gleichauf: Lutz Heiny (6), Peter Strosack (6) und Tom Skorblien (6/2). Ein Sonderlob von Rolf Hermann wie von Emir Kurtagic gab es für Leos Petrovsky. Die nächste Partie für den TuS steigt kommenden Freitag, 16. April, 19.30 Uhr, in der Merkur Arena gegen den TV Hüttenberg.

 

In der ersten Spielhälfte gab es zunächst einen Lübbecker Wurf in den Auer Block und einen weiteren Fehlwurf, was die 2:0-Führung der Sachsen begünstigte. Doch Leos Petrovsky vom Kreis (5. Minute) und Dominik Ebner im Tempogegenstoß ermöglichten den ersten Gleichstand beim 2:2 (8.). Und nach dem 2:3 (10.), es war Lutz Heiny in der 2. Welle und direkt in den Winkel geworfen, gaben die Gäste aus Ostwestfalen die Führung den ganzen Nachmittag lang nicht mehr ab.

Es fiel auf, dass die TuS-Abwehr über den Kreis und aus dem Auer Rückraum sehr wenig zuließ, aber sicher in der 1. Hälfte noch zu viele Gegentreffer über die Außenpositionen zulassen musste. Vorn gefiel – vor allem – Lutz Heiny, der reichlich Zug zum Tor entwickelte und beim 6:9 nach 18 Minuten bereits seinen fünften Treffer markiert hatte. Aues erste Auszeit war sodann erforderlich. Abschütteln ließ sich der EHV aber noch nicht. Beim 9:10 (26.) und 12:13 (30.) waren die Sachsen sogar bis auf einen Treffer herangekommen. Ganz prima aber, wie Peter Strosack nach dem 12:13-Tor der Hausherren per Tempogegenstoß mit der Halbzeitsirene noch zum 12:14 einnetzte.

Von einer besseren zweiten Halbzeit des TuS darf man heute Abend berichten. Ihre erste ganz besonders gute Phase zeigten die Nettelstedter zwischen der 38. und 41. Minute. Binnen kurzem hatte der TuS nach dem Auer 17:18-Anschluss – bei Unterzahl des EHV – ein 17:22 erreicht. Drei dieser 4 TuS-Treffer gelangen im Tempogegenstoß. Zwar war man begünstigt durch teils eklatante Fehler der Gastgeber, doch der TuS zwang Aue auch zu diesen Missgeschicken. Auch von der 46. bis 50. Minute dominierten die Kurtagic-Schützlinge. Vorzügliche 5:1 Treffer gelangen den Nettelstedtern in jener Phase. Aus dem 19:23 war der 20:28-Zwischenstand geworden.

Über die folgenden 3 Minuten, die nochmals Aue bis zum 24:28 herankommen ließen, sagte Rolf Hermann, Sportlicher Leiter beim TuS, hinterher, man habe „nun vor allem ruhig agieren wollen“. Das sei ja im Grunde „eine vernünftige Herangehensweise gewesen“. Aue, dass nun recht offensiv deckte, angelte sich aber Bälle und lief erfolgreiche Gegenstöße. „Doch ich bin sehr zufrieden mit dem Gesamtbild, dass die Jungs heute hier abgegeben haben“, führte Rolf Hermann weiter aus. Und in der Tat gehörten die letzten sechseinhalb Minuten wieder den Handballern vom Wiehengebirge. Als Tom Skroblien seinen Siebenmeter in der 56. Minute zum 25:30 verwandelte, war das Ding endgültig durch. Marko Bagaric warf einen Ball ins verwaiste Auer Tor (57., 25:31), als der Gegner sich noch eine 4-Minuten-Strafe eingehandelt hatte. Erwähnt sei abschließend noch, dass trotz des Nettelstedter Trios mit je 6 Treffern, Rolf Hermann diesmal Leos Petrovsky besonders lobte: „Ein Ass, in der Abwehr und auch vorn am Kreis!“

 

Stimme zum Spiel:

Emir Kurtagic (TuS N-Lübbecke): „Auswärts wird uns immer viel abverlangt. Es gab für uns auch dieses Mal einiges an Herausforderungen zu meistern. Umso schöner, dass die Jungs das heute Nachmittag sehr, sehr gut gelöst haben. Sie haben äußerst diszipliniert agiert. Klar, passierten uns auch ein paar Fehler. Aber über die gesamten 60 Minuten betrachtet war das richtig, richtig gut. Aue spielte auch heute wieder mit viel Leidenschaft. Wir wussten aber, dass sie uns auch Gelegenheit geben, Fehler auszunutzen. Diese Phase kam dann nach der 38. Minute. Selten lobe ich einen unserer Spieler besonders. Aber herausheben möchte ich diesmal Leos Petrovsky, der heute Nachmittag sein bisher bestes Spiel im TuS-Dress gemacht hat!“

Statistik

EHV Aue: Suljakovic (1 P.), Petrusson (7 P.), Töpfer; De Santis (1), Bornhorn (3), M. Lux (6), Roth, Schneider (1), Dutschke (5), Tsuyama, Slachta, Kammlodt (2), K. Lux, Parashiv (1), Halfdansson (3), Ribeiro (3).

TuS N-Lübbecke: Kowalski, Rezar (12 . / 1 Tor); Bacvar (1), Heiny (6), Baumgärtner, Ebner (3), Petreikis, Bagaric (2), Strosack (6), Mundus, Spohn (3), Nissen (1), Speckmann, Petrovsky (4), Skroblien (6/2).

Siebenmeter: 1/1 – 2/2

Zeitstrafen: 5:3 – Lux (4. + 26. + 56.(2+2)), Slachta (38) – Spohn (16.), Ebner (29.), Baumgärtner(45.)

Disqualifikation: Lux (56.) + blaue Karte

Schiedsrichter: Malte Frank und Leonard Bona

Zuschauer: – in der Erzgebirgshalle Lößnitz

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