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Unentschieden zwischen dem TuS N-Lübbecke und dem HSC 2000 Coburg

Der TuS N-Lübbecke hat am sechsten Spieltag der 2. Handball-Bundesliga einen Punkt gegen den HSC 2000 Coburg erkämpft. In einer bis zur letzten Sekunde spannenden Partie trennte sich der TuS vor 1.337 Zuschauern in der MERKUR Arena mit 26:26 (13:12) von den Gästen. Nach einem starken Start und zwischenzeitlicher Zwei-Tore-Führung musste Lübbecke in der Schlussphase zwar einen Rückstand hinnehmen, kämpfte sich aber zurück und hatte mit Fredrik Genz in der Schlussphase einen überragenden Rückhalt zwischen den Pfosten.

In der Anfangsformation standen Leon Grabenstein im Tor sowie Alexander Schulze, Manuel Hörr, Finn Wullenweber, Yannick Dräger, Henri Pabst und Thies Bergemann. Coburg erwischte den besseren Start und ging nach knapp einer Minute mit 0:1 in Führung. Der TuS tat sich zunächst schwer mit der robusten Deckung der Gäste. Niko Blaauw durchbrach die starke Abwehr schließlich mit einem Rückraumwurf und erzielte das erste Lübbecker Tor zum 1:1.

Kurz darauf musste Thies Bergemann bereits in der sechsten Spielminute verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Vorsichtshalber wurde er anschließend nicht mehr eingesetzt. Der TuS ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Leon Grabenstein parierte stark, Alexander Schulze erzielte die erste Lübbecker Führung zum 3:2 und Grabenstein legte direkt mit einer weiteren Parade nach. Tjorven Sturhahn erhöhte wenig später auf 4:2.

Lübbecke bekam die Partie zunehmend besser in den Griff. Finn Wullenweber traf zweimal und stellte auf 5:2, Niko Blaauw legte zum 6:4 nach. Alexander Schulze verwandelte anschließend einen Siebenmeter zum 7:4. Doch zwei technische Fehler des TuS und schnelle Tore der Gäste brachten Coburg wieder heran. Nach dem 7:6 nahm Davor Dominikovic in der 18. Minute seine erste Auszeit. Die Maßnahme zeigte Wirkung: Max Santos traf zweimal, Wullenweber und nochmals Santos legten nach, sodass der TuS auf 11:7 davonzog.

Coburg ließ sich allerdings nicht abschütteln. Bis zur Pause kämpften sich die Gäste Tor um Tor heran. Nach dem 12:12 durch Nils Röller war die Partie wieder völlig offen. Kurz vor der Halbzeit sorgte Niklas Gautzsch mit seinem Treffer zum 13:12 für die knappe Lübbecker Führung.

Nach dem Seitenwechsel blieb der TuS zunächst tonangebend. Henri Pabst erhöhte auf 14:12, ehe Felix Eisele und Niklas Gautzsch für die Treffer zum 15:13 und 16:13 sorgten. Besonders sehenswert war Gautzschs Dreher zum 16:13. Nach dem Anschlusstreffer der Gäste fand Niko Blaauw anschließend Yannick Dräger mit einem tollen Anspiel, das der Kreisläufer zum 17:15 vollendete.

Dann wurde es eng. Dräger musste für zwei Minuten vom Feld, Coburg nutzte die Überzahl und erzielte den 17:17-Ausgleich. Alexander Schulze übernahm anschließend Verantwortung, verwandelte einen Siebenmeter und traf wenig später erneut zur 19:18-Führung. Als Coburg in Unterzahl geriet, legte Schulze sogar noch einmal nach – zunächst zum 20:18 und später mit einem Treffer ins leere Tor zur nächsten Zwei-Tore-Führung.

Doch Coburg kämpfte weiter. Felix Eisele stellte noch einmal auf 21:19, anschließend drehte der HSC die Partie und ging beim 21:22 erstmals seit längerer Zeit wieder in Führung. Dominikovic reagierte mit seiner zweiten Auszeit. Der TuS blieb dran und fand über Niko Blaauw, Niklas Gautzsch und Malte Dederding immer wieder die richtigen Antworten. Dederding erzielte per Unterarmwurf das 25:25.

In der Schlussphase wurde die MERKUR Arena zum Hexenkessel. Dederding musste in der 56. Minute für zwei Minuten vom Feld, doch Fredrik Genz hielt den TuS mit einer ganz wichtigen Parade im Spiel. Kurz darauf vergab Alexander Schulze einen Siebenmeter. Coburg blieb jedoch an einem überragenden Genz hängen – der Torhüter vernagelte sein Tor und sorgte für riesigen Jubel auf den Rängen.

Niko Blaauw brachte den TuS 2:13 Minuten vor dem Ende mit 26:25 in Führung. Doch Coburg antwortete und erzielte 75 Sekunden vor Schluss den 26:26-Ausgleich. Dominikovic nahm 40 Sekunden vor dem Ende seine dritte und letzte Auszeit. Der TuS hatte anschließend die Chance auf den Sieg, verlor im angezeigten Zeitspiel jedoch den Ball. Coburg nahm seinerseits die letzte Auszeit und hatte noch neun Sekunden für den letzten Angriff.

Doch erneut war Fredrik Genz zur Stelle und vernagelte das Tor. Im letzten Gegenstoß blieb Niklas Gautzsch anschließend eine Sekunde zu wenig, um den Ball noch vernünftig aufs Tor zu bringen. Damit endete eine hochspannende Partie mit 26:26.

Der TuS nimmt nach diesem starken Auftritt leider nur einen Punkt mit. Trotz Verletzung von Thies Bergemann, mehrerer Unterzahlsituationen und der zwischenzeitlichen Führung der Gäste bewahrte die Mannschaft bis zum Schluss die Ruhe. Besonders Fredrik Genz wurde in der entscheidenden Phase zum Rückhalt des TuS.

Torschützen: Schulze 6, Blaauw 4, Santos 3, Wullenweber 3, Gautzsch 3, Eisele 3, Dederding 1, Sturhahn 1, Dräger 1, Pabst 1.