
Englische Woche endet in Potsdam: TuS N-Lübbecke will wieder besseres Gesicht zeigen
27. Februar 202611:1 Punkte aus den letzten 6 Auswärtsspielen – in der Fremde fühlt sich der TuS pudelwohl – am frühen Samstagabend 30:28-Sieg in Potsdam

11:1 Punkte aus den jüngsten 6 Auswärtsspielen – das ist die eine Bilanz. Eine andere ähnlich erfreulich: die Englische Woche schloss der TuS N-Lübbecke mit 4:2 Zählern ab, es waren allesamt Partien gegen Top-Teams der 2. Handball-Bundesliga. Platz 11 wurde gefestigt. Das steht schon jetzt fest, egal, wie die weiteren Partien dieses aktuellen Spieltags auch verlaufen mögen. Die Dominikovic-Schützlinge hatten mit dem 30:28-Sieg beim 1. VfL Potsdam ihre erfolgreichsten Schützen in Alexander Schulze (7), Niko Blaauw (6) sowie Tim Roman Wieling (5/1).
Treffsicherheit vorn, Pluspunkte auch zwischen den Pfosten für die Jungs vom Wiehen. So standen den 12 Torwartparaden des TuS (Fredrik Genz 6 und Leon Grabenstein 6) nur 4 bei den Potsdamern gegenüber. Wermutstropfen für N-Lübbecke allerdings die Verletzung beim Kapitän. Jó Gerrit Genz musste – nach einem Foul gegen ihn, der zu einem Siebenmetern führte – in der 33. Spielminute verletzt von der Platte gebracht werden. Ein Knöchel ist geschwollen.
Der Spielplan sieht erst am Montag, den 9. März, die nächste Partie für Nettelstedt-Lübbecke vor. Dann kommt der HC Elbflorenz in die MERKUR Arena. Anwurf ist um 19.30 Uhr. Samstag, 14. März, 18 Uhr, beginnt die nächste Nettelstedter Auswärtspartie, und zwar beim VfL Lübeck-Schwartau, bevor die Dominikovic-Sieben zweimal hintereinander Heimrecht genießen: Freitag, 27. März, 19.30 Uhr, gegen den Dessau-Roßlauer HV und am Gründonnerstag, 2. April, 20 Uhr, im Duell mit dem HSC 2000 Coburg.
Eine ausgeglichene Partie sahen die Zuschauer in den ersten 30 Minuten. Ein erstes Statement der Gäste die Phase vom 4:4 (9. Minute) bis zum 4:8 (13.). Die Rothemden (diesmal wieder in schwarzen Trikots) kamen nach tollem Assist von Jó Gerrit Genz durch Alexander Schulze zum 4:5, ehe wieder Alexander Schulze im Tempogegenstoß traf und Niko Blaauw weiter aufstockte, gekrönt von einem Tim-Wieling-Treffer. Erst nach 25 Minuten gelang den Hausherren erstmals eine Führung. Das 11:10 für Potsdam konnte Tjorven Sturhahn jedoch postwendend ausgleichen. Henri Papst traf für Nettelstedt-Lübbecke zum 14:14 (29.), was den Pausenstand bedeutete.
Eine Besonderheit noch: Kasper Haugen Furu ist schon kurz nach dem Seitenwechsel eingewechselt worden, gleichwohl noch angeschlagen. Angeschlagen – das galt auch für Niko Blaauw! Beide TuS-Asse stellten sich vorbildlich in den Dienst der Mannschaft. Was mit dazu beitrug, dass man auch diese Partie sauber nach Hause brachte. Besser als noch in der ersten Hälfte kam nun auch die TuS-Abwehr zurecht. Nach der 21:18-Führung (42.) verpasste es Lübbecke leider, auf vier Tore Abstand davon zu ziehen. Auf einen tollen Ballgewinn folgte ein unmotivierter Fehlpass. Statt 22:18 stand bald ein 22:22 (46.) auf der Anzeigetafel. Doch ohne, dass Potsdam nochmals ein Führungstreffer gelang, spulte der TuS souverän und sicher seine Aufgaben ab und kam klar und verdient ins Ziel! Zum Zunge schnalzen das 28:25 (56.), als auf Vorlage von Tim Roman Wieling Alexander Schulze per Kempa traf. Das 29:26 (59.) dank Niko Blaauw beendete alle Zweifel.
Rolf Hermann, Geschäftsführer des TuS N-Lübbecke, sprach von einem verdienten Erfolg für die Jungs. „Das war tatsächlich stark, bei diesen 3 Spielen in 6 Tagen 4:2 Punkte gegen 3 Spitzenteams zu schaffen! Besonders in der Crunchtime hat die Mannschaft sehr geduldig, einfach super cool agiert. Auch Leon Grabenstein fängt da entscheidende Bälle. Nun haben wir etwas Luft, da es erst am 9. März für uns weitergeht. Gut zum Regenerieren, gerade auch für unsere angeschlagenen Spieler!“
Stimme zum Spiel:
Davor Dominikovic (TuS N-Lübbecke): „Das war ein verdienter Sieg für uns, denn 55 Minuten hatten wir die Spielkontrolle. Was wir vor der Partie angesprochen haben, konnten die Jungs gut umsetzen. Niko Blauuw und Kasper Haugen Furu haben in der 2. Hälfte sehr gut agiert, was umso mehr wiegt, als beide angeschlagen ins Rennen gehen mussten. Wenngleich es in erster Linie erneut eine geschlossene Mannschaftsleistung war, möchte ich auch noch Alexander Schulze hervorheben, der vorn wie hinten extrem gut drauf war. Den Sieg mussten wir uns allerdings teuer erkaufen, denn Jó Gerrit Genz musste verletzt raus. In der 2. Spielhälfte haben alle auch für ihn gespielt!“
Statistik
1.VfL Potsdam: Höler (1 P.), Grundmann (14 P.); Siemer (4/4), Reichardt (6), Mahr (4), Paulnsteiner (2), Bulzamini, Klein (1), Hildebrand (5), Fuhrmann (1), Schröder (3), Schley (1), Hagen, Kraus (1).
TuS N-Lübbecke: F. Genz (6 P.), Grabenstein (6 P.); G. Genz, Santos (2), Heiny (1), Sturhahn (2), Furu (3), Schulze (7), Lundahl, Dräger, Hornyak, Blaauw (6), Weßeling (1), Pabst (3), Blazicko, Woeling (5/1).
Siebenmeter: 4/4 – 1/1
Zweiminuten: Reichardt (29.), Schröder (36.), Hildebrand (53.) – Santos (17. + 23.), Pabst (37.), Weßeling (40.), Heiny (46. + 49.), Dräger (51.)
Schiedsrichter: Steven Heine und Sascha Standke























































