
TuS N-Lübbecke vor letztem Spiel des Jahres beim HC Oppenweiler/Backnang
25. Dezember 2025
Interview mit Geschäftsführer Rolf Hermann: „Klarheit, Verantwortung und ein gemeinsamer Weg“
31. Dezember 2025Versöhnlicher Jahresabschluss nach Steigerung in der 2. Halbzeit: TuS gewinnt 39:32 bei Schlusslicht Oppenweiler/Backnang

23 Treffer in den zweiten 30 Minuten vom TuS N-Lübbecke – da hatte Schlusslicht HC Oppenweiler/Backnang nur noch wenig dagegenzusetzen, nachdem die Baden-Württemberger bis zur Halbzeitpause noch vollauf verdient eine 19:16-Führung vorgelegt hatten. Den Grund für die Wende in diesem Match allein dem allgemeinen Nachlassen des Aufsteigers zuzuschreiben, hieße, den Jungs vom Wiehen unrecht zu tun. Nein, die Rothemden (diesmal im schwarzen Dress) spielten fortan konzentrierter, zielstrebiger, flotter und schraubten mehr und mehr auch ihre Fehlerquote zurück. So kam es zum letztlich noch (auch in dieser Höhe) verdienten 39:32-Erfolg.
So steht der TuS N-Lübbecke jetzt auf dem 11. Tabellenrang bei einem Punktekonto vom 13:21. Vier Spiele stehen noch am 27. und 28. Dezember in der Liga an. Der Abstand auf den ersten Abstiegsrang beträgt nun schon 7 Punkte, wobei Krefeld, das erst am Sonntag spielt, noch verkürzen kann. Die Dominikovic-Schützlinge können also in (relativer) Ruhe die kleine Pause und dann die Vorbereitung auf die Rückrunde angehen. Jedenfalls war dieser 39:32-Erfolg zum Abschluss des Kalenderjahres sehr, sehr wichtig!
Weiter geht es für den TuS am Freitag, 6. Februar, 19 Uhr, wenn das Team beim TSV Bayer Dormagen anzutreten hat. Zum ersten Heimspiel anno 2026 erwarten die Genz und Co. am Freitag, 13. Februar, 20 Uhr, den TV Großwallstadt. Gegen beide Teams haben die Nettelstedt-Lübbecker zu Beginn der laufenden Saison Siege erzielt. Vielleicht ein gutes Omen für die erste Februar-Hälfte.
Zunächst einmal starteten die Gäste verheißungsvoll. Denn Tim Roman Wieling (1. Minute) und Alexander Schulze (2.) hatten rasch für das 0:2 gesorgt. Das 2:3 (Yannick Dräger, 4., vom Kreis) sollte dann aber bis zum 27:28 (48.) die letzte TuS-Führung sein. Die Hausherren kamen immer besser in die Partie, auch weil Nettelstedt-Lübbecke einige Fehlleistungen passierten. Ein Ball in den Winkel zum 7:7 dank Niko Blauuw (12.) war für längere Zeit dann auch der letztmalige Ausgleichstreffer. Fast schon beängstigend die Situation in der 23. Spielminute, da lag das Schlusslicht gar mit 15:9 in Front! Fehlpass, Ballverlust, Stürmerfoul, technischer Fehler, Fehlwurf, wohl alles war bei den Rot-Schwarzen dabei. Das 19:16 zur Pause sah dann – wenigstens ein wenig – besser aus.
Ein 4:0-Lauf vom 22:18 (34.) zum 22:22 (38.) brachte die Ostwestfalen beeindruckend zurück in die Partie. Auch Fredrik Genz, der bald zurück ins TuS-Gehäuse kam, trug mit 2 Paraden zur Wende bei. Der 22:22-Ausgleich war dann Alexander Schulze im Tempogegenstoß gelungen. Nach dem 27:28 (47., Kempa Wieling auf Schulze) gaben die Gäste die Führung nicht mehr her. Spätestens Tim Wielings Treffer zum 29:34 (55.) machte dann endgültig alles klar. Manuel Hörr erzielte den Endstand von 32:39 drei Sekunden vor der Schlusssirene.
Rolf Hermann, Sportlicher Leiter des TuS N-Lübbecke, zeigte sich nach der Partie glücklich und ganz einfach sehr zufrieden mit dem Spielausgang. Nicht, ohne zu erwähnen, „wieviel in der 1. Halbzeit uns noch misslungen war“. Es seien da noch viel zu viele technische Fehler passiert und die „Abwehr hatte kaum Zugriff, 19 Gegentore in 30 Minuten…!“ Positive Emotionen habe es bald aber beim TuS gegeben, „Alex Schulze ein starkes Spiel gezeigt und Niko Blauuw die Angelegenheit im Spielaufbau gut gelenkt“. Ein Lob zollte Rolf Hermann schließlich auch den mitgekommenen TuS-Fans. Ein gutes Dutzend war – trotz langer Anfahrt und trotz Weihnachten – in Baden-Württemberg in der Halle mit dabei.
Stimme zum Spiel:
Davor Dominikovic (TuS N-Lübbecke): „Wohl alles, was uns in der 1. Halbzeit noch misslungen ist, haben wir dann später bestens gelöst. Wir kassieren anfangs viel zu viele Gegentore nach Tempospiel bzw. in der zweiten Welle, zudem leisten wir uns 9 technische Fehler. Nach dem Seitenwechsel zeigen sich die Jungs sehr diszipliniert im Angriff und zeigen bestes Timing in der 5:1-Abwehr. Niko Blauuw hat vorn das Spiel dann gut geleitet. Kasper Haugen Furu war im Training umgeknickt, stand zur Not zur Verfügung, aber es lief dann ja auch ohne ihn. Auch wenn ich Alexander Schulze als weiteren Spieler lobend hervorheben darf, war es am Ende mehr noch die geschlossene Mannschaftsleistung, die uns den Sieg ermöglicht hat.“
Statistik:
HC Oppenweiler / Backnang: Hörnig (2P.), Boieck (6 P.); Gislason (4), Mayer, Buck (9/1), Weiß (1), Fröhlich (4), Abt (5), Diebel, Schmiedt, Forstbauer, Klinger (1), Krügele, Rauh, Dederding (8).
TuS N-Lübbecke: F. Genz (7 P.), Grabenstein (2 P.); Genz, Santos (6), Heiny (4), Hörr (1), Furu, Schulze (6), Lundahl (1), Dräger (1), Hornyak (1), Blaauw (2), Weßeöing (5), Pabst (4), Blazicko, Wieling (8/2).
Siebenmeter: 1/1 – 2/2
Zweiminutenstrafen: Fröhlich (7. + 19.), Gislason (46.) – Weßeling (10.)
Schiedsrichter: Fabian Friedel und Rick Herrmann























































