
Auswärtsaufgabe in Lübeck – TuS will Auswärtsserie ausbauen
13. März 2026Das war der 5. Auswärtssieg am Stück und der 3. Sieg in Folge – TuS mit mehr Puste in der Crunchtime: 31:27 bei Lübeck-Schwartau

8:2 Punkte aus den jüngsten 5 Partien hat der TuS N-Lübbecke inzwischen geschafft, weitere Aspekte stehen schon oben in der Überschrift: der 5. Auswärtserfolg hintereinander, das dritte Mal in Folge gewonnen. Der TuS N-Lübbecke ist nun so etwas wie die „Mannschaft der Stunde“ in der 2. Handball-Bundesliga. Fixpunkte mit Bestnoten waren erneut Leon Grabenstein im Tor und Kasper Haugen Furu auf dem Feld! 10 Paraden von Leon stehen am Ende 9 Treffern von Kasper gegenüber. 9/5 Treffer verzeichnete Tim Roman Wieling, deren 5 als drittbester TuS-Schütze konnte Henri Pabst erzielen. Auf dem Weg zum 31:27 (15:15) beim VfL Lübeck-Schwartau sticht vor allem der Nettelstedt-Lübbecker 6:0-Lauf zwischen der 44. und 54. Spielminute heraus – vom 22:24 zum 28:24.
Der TuS hat seinen 11. Tabellenplatz gefestigt und – mehr noch – liegt bei 23:25 Punkten gleichauf mit dem Neunten TV Hüttenberg und dem Zehnten, dem Gegner dieses Spieltages: dem VfL Lübeck-Schwartau. Was den Spielplan betrifft, geht die 2. Bundesliga ab diesem Montag in eine 11-tägige Pause. Kommendes Wochenende ist für die Vereinsspieler frei! Danach stehen gleich zwei Heimpartien für die Jungs vom Wiehen an – und zuhause gewinnen können die Rothemden ja inzwischen auch wieder! Am Freitag, 27. März, wird um 19.30 Uhr die Partie gegen den Dessau-Roßlauer HV angepfiffen und am Gründonnerstag, 2. April, 20 Uhr, kommt der HSC 2000 Coburg in die MERKUR Arena. In der Folge – am Samstag, 11. April, 19.30 Uhr – spielt der TuS auswärts bei der HSG Nordhorn-Lingen.
Bis zum oben beschriebenen 6:0-Lauf der Gäste, war es in der Hanse-Halle Lübeck eine Partie auf Augenhöhe. Mal war der VfL, mal der TuS in Front, N-Lübbecke schaffte im Gegensatz zum Gegner jedoch auch Zwei-Tore-Abstände. So beim 8:6 (15.) und 9:7 (16.), als die Ostwestfalen jeweils ins verwaiste VfL-Tor trafen sowie nochmals nach 27 Spielminuten, da kam Kasper Hagen Furu im „1 gegen 1“ zum Erfolg! Es stand 15:13. Mit einem 15:15 ging es in die Kabinen.
Was die Nettelstedter Deckungsarbeit betraf, so wurde ab der 16. Minute die 5:1-Variante angewendet, wobei diese auch teilweise in die 3:2:1-Formation wechselte. Vorgezogen agierte dabei Yannick Dräger, nach dessen Disqualifikation aufgrund der 3. Zeitstrafe in der 54. Spielminute übernahm diesen Part Sven Weßeling. Auch diese Taktik trug einen wesentlichen Teil zum verdienten Auswärtssieg bei. In der Offensive wurde allermeist schnell und gefährlich Druck aufs gegnerische Gehäuse ausgeübt.
Vom bereits angesprochenen 6:0-Lauf der Rothemden – Lübeck-Schwartau 10 (!) Minuten ohne Treffer – erholten sich die Gastgeber nicht mehr, obschon diese nochmals „auf 2“ herankamen, beim 27:29 (56.). Doch Henri Pabst mit einem Aufsetzer packte drauf (27:30. 57.), woraufhin Leon Grabenstein zweimal parierte. Beim ersten Mal blieben die Schwartauer im Ballbesitz und nahmen Auszeit. Beim zweiten Mal ebnete es den Weg zum letzten Tor des Abends. Tim Roman Wieling verwandelte den Siebener mit einem wunderschönen, weil sehr frechen Heber! Und? Nochmals zwei Paraden hatte Leon Grabenstein noch im Gepäck!
Rolf Hermann, Geschäftsführer des TuS N-Lübbecke, hob später hervor, dass in der Woche beim Training viel Improvisation von Nöten gewesen sei – aufgrund angeschlagener, auch kranker Spieler. Umso schöner sei dieses erneute Erfolgserlebnis. Der zwischenzeitliche 6:0-Lauf habe zur Entscheidung zugunsten Nettelstedt-Lübbeckes beigetragen ebenso die Paraden Leon Grabensteins. Durchaus habe es ja bis zur 44. Minute „erst noch Probleme in unserer Abwehr gegeben“, schon da aber sei „die gute Performance im Angriff“ angenehm aufgefallen. Die kleine Wettkampfpause nun hätten sich „die Jungs mehr als redlich verdient“!
Stimme zum Spiel:
Davor Dominikovic (TuS N-Lübbecke): „Natürlich ist das super schön, uns erneut über einen Sieg freuen zu dürfen! Dies umso mehr als wir heute Abend einen harten Kampf erleben mussten – gegen einen leistungsstarken Gegner. In der 1. Halbzeit hatten wir hinten noch einige Schwierigkeiten zu überwinden, Schwartau war lange stark in 1:1-Situationen. Aber am Ende steht mein Riesenlob für meine Jungs. Sie haben alle Charakter gezeigt. Was mich am meisten freut: Wir haben uns keine Gegentreffer in der 1. oder 2. Welle eingefangen. Unser Rückzug war fantastisch! Riesendank auch an unsere Fans! Sie waren sehr laut. Auch das war Rückenwind für uns!“
Statistik:
VfL Lübeck-Schwartau: Conrad, Ferjan (7 P.); Holzhacker (2/1), Willette Houmøller, Hagedorn (6), Staack, Schramm (1), Ciudad Benitez, Hartwig, Refsgaard (6), Heinemann (2), Nickelsen (6), Speckmann (3), Cohen (1).
TuS N-Lübbecke: F. Genz (3 P.), Grabenstein (10/1 P.), Santos (2), Heiny, Hörr, Sturhahn (1), Furu (9), Schulze (2), Lundahl, Dräger, Hornyak, Blaauw (3), Weßeling, Pabst (5), Blazicko, Wieling (9/5).
Siebenmeter: 1/2 – Speckmann an Grabenstein (46.) – 5/5
Zweiminutenstrafen: Refsgaard (8.), Schramm (14.), Ciudad Benitez (38.) – Santos (5. + 42.), Blaauw (17.), Lundahl (36.), Dräger (40. + 48. + 54.)
Disqualifikation: Dräger (54., dritte Zeitstrafe)
Schiedsrichter: Felix Henker und Stefan Schirmacher






















































