
50 Jahre Bundesliga – Der TuS ist fester Bestandteil
3. April 2026Serie soll auch in Lingen halten – TuS N-Lübbecke zu Gast bei der HSG Nordhorn-Lingen

Nach fünf Siegen in Folge will der TuS N-Lübbecke am Samstagabend um 19.30 Uhr bei der HSG Nordhorn-Lingen an seine zuletzt stark ansteigende Form anknüpfen. Gespielt wird in der EmslandArena Lingen, wo die Mannschaft erneut auf lautstarke Unterstützung bauen kann: Der Fanbus ist restlos ausgebucht. Wer nicht vor Ort sein kann, verfolgt die Partie wie gewohnt live und on demand bei Dyn.
Der TuS überzeugte zuletzt mit konzentrierten Leistungen über die gesamten 60 Minuten. Ob das auch gegen Nordhorn gelingt, vermag Trainer Davor Dominikovic nicht vorherzusagen. „Ich habe keine Kristallkugel. Aber unter 27 Gegentore zu bleiben, ist schon mein Ideal“, sagt der Coach. Besonders gefällt ihm, dass seine Mannschaft in den vergangenen Spielen gegen Dessau, Lübeck-Schwartau und zuletzt Coburg in den entscheidenden Phasen einen kühlen Kopf bewahrt hat. „Natürlich wünscht man sich, Spiele auch mal leichter zu gewinnen. Aber dass wir keine amplitudenförmigen Leistungen mehr zeigen, ist ein erster und wichtiger Schritt.“
Gegen die Niedersachsen, die Dominikovic zu den Top-Mannschaften der Liga zählt, sind erneut Präsenz und Fokussierung gefragt. Mit einem Blick auf die Personalsituation ist jedoch nicht wirklich eine Besserung in Sicht– eher im Gegenteil: Kapitän Gerrit Genz (seit dem Potsdam-Spiel) und Sven Weßeling (seit der Partie gegen Dresden) stehen weiterhin nicht zur Verfügung. Zudem verletzte sich Lutz Heiny im Training am Auge. Bei drei fehlenden Rückraumspielern sprang der Trainer unter der Woche selbst im Training ein.
Die Verletzungen stellen das Team immer wieder vor neue Herausforderungen. Wie die Mannschaft mit den Umstellungen umgeht, zeige ihren Charakter. Der Zusammenhalt ist spürbar –und so wurde am Dienstag der Geburtstag des Trainers kurzerhand mit einem kleinen Kabinenfest gefeiert – aber nicht so lange, Mittwochmorgen war Training.
In Nordhorn wartet eine Mannschaft mit hoher individueller Qualität. „Sie haben mit Kristian van der Merwe einen der besten Torhüter der Liga“, betont Dominikovic. Auch im Rückraum ist die HSG stark besetzt: Frieder Bandlow, der zur kommenden Saison zum HC Erlangen in die Bundesliga wechselt, Tarek Marschall und Spielmacher Björn Zintel sorgen für viel Dynamik. In der Abwehr organisiert Christian Wilhelm das Zentrum, während Oscar Gentzel – Sohn des früheren Weltklasse-Torwarts Peter Gentzel – auf der linken Rückraumposition überzeugt. Zudem ist Elmar Erlingsson ein wichtiger Faktor, vor allem im Spiel sieben gegen sechs.
Auch die HSG hatte zuletzt mit Verletzungssorgen zu kämpfen, unter anderem fehlte Ian Hüter. Dominikovic rechnet jedoch damit, dass er am Samstag wieder dabei sein wird. „Nordhorn ist in der Breite sehr gut besetzt und gehört für mich zu den Top vier der Liga.“
Für den TuS N-Lübbecke wird es also ein echter Härtetest – einer, bei dem die Serie halten soll.















































