
TuS N-Lübbecke vor schwerer Auswärtsaufgabe beim Tabellenfünften VfL Eintracht Hagen
7. Mai 2026Kurz nach der Halbzeit das Match verloren: vom 15:15 zum 15:20 – TuS N-Lübbecke 27:32 bei Eintracht Hagen

Nach den beiden Siegen in Ferndorf und gegen Hüttenberg hat der TuS N-Lübbecke nun wieder einen kleinen Rückschlag erlitten. Das 27:32 (12:13) am Freitagabend beim VfL Eintracht Hagen war verdient – so wie die zweite Spielhälfte im Westfalen-Derby gelaufen ist. Die mehr als nur vorentscheidende Phase dieses Aufeinandertreffens gab es von der 34. bis zur 38. Spielminute zu notieren, als das 15:15 des TuS (Henri Pabst mit Anlauf aus dem Rückraum, 34. Minute) unverhofft in einen anschließenden 5:0-Lauf der Hausherren mündete. Auch im zweiten Durchgang insgesamt passierten den Jungs vom Wiehen zu viele (auch wirklich vermeidbare) Fehler. So wurde das Ganze – wie gesagt – zu einem mehr als verdienten Hagener Sieg.
Die besten vier Werfer beim TuS konnten jeweils vier Treffer markieren, in der Übersicht: Max Santos (4), Yannick Dräger (4), Henri Pabst (4) und Manuel Hörr (4/2). Mit 12:8 ging auch das Torhüterduell für Hagen aus. Letztmalig in Führung gelegen hatte Nettelstedt beim 5:4 (Niko Blaauw nach Genz-Parade) in der 10. Spielminute. Der TuS N-Lübbecke kann trotz der Niederlage in Hagen wenigstens bis Sonntagnachmittag erst einmal auf „seinem“ 9. Rang verblieben. 31:31 lautet nun die Punktebilanz.
Am kommenden Wochenende wird sich die deutsche Nationalmannschaft mit Dänemark in zwei Partien messen, was bedeutet, dass die 2. Liga Pause macht. Für die N-Lübbecker kommt dies gelegen, können die in Hagen eingesetzten, aber noch lange nicht komplett genesenen Jó Gerrit Genz und Sven Weßeling weiter genesen und womöglich Kasper Haugen Furu und Lutz Heiny wieder auf die Platte zurück kommen.
Dann stehen für den TuS die letzten drei Partien dieser Saison an, und zwar gegen genau jene drei Teams, die in der Tabelle ganz unten stehen. Was die Aufgaben besonders schwer macht, denn genau genommen kann man da nur „verlieren“. Siege würden eher als selbstverständlich angesehen, Niederlagen besonders peinlich in ganz Handball-Deutschland wahrgenommen. Andererseits sind alle Spiele in dieser 2. Liga schwer! Zugegeben, inzwischen ein Satz fürs Phrasenschwein. Dennoch bleibt dieser Ausspruch sehr wahr! Das Rest-Programm führt die Dominikovic-Schützlinge in die Heimpartie gegen Essen am Samstag, 23. Mai, nach Krefeld am Sonnabend, 30. Mai, und schließlich geht es noch zuhause in der MERKUR Arena am Samstag, 6. Juni, gegen den Aufsteiger 2025 und Absteiger 2026 HC Oppenweiler/Backnang. Alle drei Abschluss-Partien haben gemeinsam, dass um 18 Uhr angeworfen wird.
Abgesehen vom oben im Text bereits erwähnten 5:4 (10.) lagen die Gäste nur noch ein weiteres Mal in Führung. In der 3. Spielminute konnte Yannick Dräger das 1:0 erzielen. Ausgleichstreffer in der 1. Halbzeit gelangen erneut Yannick Dräger (und erneut vom Kreis) mit dem 6:6 (15.) und Tim Roman Wieling beim 8:8 (18.) und dann war es Manuel Hörr, der nach 16 Minuten das 12:12 erzielte.
In den zweiten 30 Minuten kam bald der bereits erwähnte 5:0-Lauf für Eintracht Hagen vom 15:15 bis zu deren 20:15-Führung zwischen Minute 34 und Minute 38. Eine Zeitstrafe in dieser Phase schwächte das TuS-Team, dazu kamen bei den Jungs vom Wiehen ein Fehlpass, ein Stürmerfoul, ein Ballverlust und (leider nur) ein Pfostenknaller zustande. Von diesem recht plötzlichen 5-Tore-Rückstand erholte sich Nettelstedt-Lübbecke nicht mehr. Und doch spiegelte sich dieser Treffer-Abstand dann auch im Endergebnis wider. Was verdeutlicht, dass die Rothemden (diesmal in schwarz) nie aufsteckten, so gut es ging weiter fleißig und tapfer dagegenhielten.
Rolf Hermann, Geschäftsführer des TuS N-Lübbecke, stellte positiv heraus, „dass die Jungs bestens gekämpft“ hätten. Allerdings habe dann die zweite Spielhälfte gezeigt, man sei „diesmal nicht gut genug gewesen, um für einen Sieg in Frage zu kommen“. In Durchgang 1 sei „viel mehr aus dem Rückraum gekommen“ als oftmals zuletzt. Das sei unter der Woche ein besonderes Thema gewesen. Aber genau auch dies habe man ab der 34. Minute nahezu „komplett eingestellt“. Die 2. Halbzeit habe für den TuS „19 Fehlwürfe und 8 technische Fehler“ hervorgebracht. Was den Rest der Saison betreffe, „haben wir den Anspruch, alle drei Partien zu gewinnen“.
Stimme zum Spiel:
Davor Dominikovic (TuS N-Lübbecke): „Im Vergleich zu unserer sehr ordentlichen 1. Halbzeit, agierten wir in den zweiten 30 Minuten nicht mehr so clever. Unsere dann zu hohe Zahl an technischen Fehlern waren das Problem. Zumal Hagen das allermeist bestraft hat. Wir kassieren 6 Gegentreffer im schnellen Gegenstoß. Dann wird es natürlich sehr schwer, das noch wieder aufzufangen. In der 1. Halbzeit hatten wir den Gegner noch dazu gezwungen, mehrfach die Abwehrformation zu ändern. Gut, dass wir jetzt 8 Tage länger Zeit haben, bis die 3 restlichen Spiele anstehen. Die alle 3 immens schwer für uns werden!“
Statistik
VfL Eintracht Hagen: Bochmann (11/1), Wipf (1/1); Düren, Nourouzinezhad (4), Pröhl (1), Alves (3), Pieczkowski (2), Trute, Jungemann (2), Kauert (2), Kutz (3), Bökenkamp, Jukic (3), Richter (1), Busch (8/1), von Boenigk (3).
TuS N-Lübbecke: F. Genz (3), Grabenstein (5/2); G. Genz (1), Santos (4), Hörr (4/2), Sturhahn, Schulze (1), Lundahl, Dräger (4), Hornyak (1), Blaauw (4), Weßeling (2), Pabst (4), Blazicko, Wieling (2/1).
Siebenmeter: 3/5 Kauert an Grabenstein (25.), Busch an Grabenstein (46.) – 3/5 Schulze an Bochmann (6.), Hörr an Wipf (44.)
Zeitstrafen: Busch (16.) – Dräger (4.), G. Genz (31.), Pabst (34.), Santos (49.)
Schiedsrichter: Martin Thöne und Marijo Zupanovic




















































