
Gründonnerstag: TuS empfängt Coburg in der MERKUR Arena
1. April 2026
50 Jahre Bundesliga – Der TuS ist fester Bestandteil
3. April 2026Der „neue“ TuS N-Lübbecke trägt das Sieger-Gen in sich – 10:0 Punkte aus den jüngsten 5 Partien – Umkämpfter 28:26-Erfolg über Coburg

„Dass mir das Gewinnen nicht zur Gewohnheit wird…!“ So witzelte ein TuS-Anhänger wenige Minuten nach dem neuerlichen doppelten Punktgewinn am Gründonnerstag-Abend. Die beste Laune hat also längst wieder Einzug gehalten am Wiehengebirge. Mit dem 28:26 (14:12)-Sieg über den anspruchsvoll agierenden und sehr gut dagegen haltenden HSC 2000 Coburg haben die Dominikovic-Schützlinge ihr Punkte-Ergebnis aus den vergangenen 5 Partien nun bereits auf 10:0 Zähler am Stück geschraubt. Die bisherige Saisonbilanz ist – bei 27:25 Punkten – nun nach sehr langer Zeit wieder positiv, Rang 8 in der Tabelle ein weiteres vorzeigbares Statement gegenüber der ganzen 2. Liga. Nur der TV Hüttenberg könnte im Verlauf des Oster-Wochenendes noch an den Rothemden vorbeiziehen.
Der Sieg in der MERKUR Arena vor 1.426 Zuschauern war verdient, wenn auch hart umkämpft. Dabei gab es nur ganz kurz eine schwierige Phase im Spiel von Nettelstedt-Lübbecke, als man nach 18 Spielminuten mit 6:8 in Rückstand geraten war. Des Trainers anberaumte Auszeit (nach 17:33 min.) zeigte jedoch Sofortwirkung, ließen die Dräger und Co. doch einen 4:0-Lauf bis zum 10:8 (24. Minute) folgen. Beim 10:10 (25.) gab es noch einen Gleichstand und im zweiten Durchgang stand es immerhin noch 7 Mal unentschieden, jedoch kamen die Coburger zu keinem einzigen Führungstreffer mehr, was aufzeigt, dass der Sieg eben doch verdient zu nennen ist. Auch in der heißen Schlussphase – neudeutsch Crunchtime genannt – hatte der TuS nach dem letztmaligen Gleichstand von 23:23 (52.) den kühleren Kopf und die besseren Lösungen als Coburg parat und es passierten den Jungs vom Wiehen auch weniger Fehler als den Gästen.
8 Parteien stehen für Nettelstedt-Lübbecke jetzt noch an – im Spieljahr 2025/2026. Es kommt nun zur (relativ) kurzen Auswärtsfahrt nach Lingen, wo die HSG Nordhorn-Lingen wartet. Jene Partie ist auf Samstag, den 11. April, 19.30 Uhr, gelegt worden. Darauf folgt Freitag, den 17. April, die Heimpartie gegen die Eulen Ludwigshafen. Der Anwurf wird dann um 20 Uhr erfolgen. Weiter: Freitag, 24. April, 20 Uhr, auswärts beim TuS Ferndorf; Sonntag, 3. Mai, 17 Uhr, zuhause in der MERKUR Arena gegen den TV Hüttenberg.
Über den Verlauf der Partie ist oben in diesem Text bereits weitgehend berichtet worden. Daher hier noch ein Blick auf die Einzelkritik, gleichwohl der Teamspirit einmal mehr ein Hauptfaktor für die erneut zwei Punkte gewesen ist. Nach 18 Minuten löste zwischen den Pfosten Leon Grabenstein Fredrik Genz ab. Bei 11/1 Paraden hatte Leon wieder einmal bestens performt. Wobei bei den gelungenen Keeper-Abwehr-Aktionen insgesamt das Resultat von 14:14 stand, auch Coburgs Torwart Petros Boukovinas hielt äußerst ordentlich.
Die besten Werfer hatten die Nettelstedter in Max Santos und Tim Roman Wieling (je 5). Mit allerbesten Trefferquoten beim Gegner Mikael Helmersson (8) und Jannes Krone (7), die nicht so recht zu neutralisieren waren. Aber, was soll’s, wenn es zum Ende doch für den TuS gereicht hat. Zudem sollte Erwähnung finden, dass der HSC 2000 in Summe um die 40 Minuten lang vorn im „7 gegen 6“ agierte. Zwei Sätze noch zu den Abwehrformationen. Die meiste Zeit wählte N-Lübbecke wieder die „5:1“ mit dem vorgezogenen Yannick Dräger. Die Gäste zeigten eine recht offensiv ausgerichtete „6:0“-Variante.
Aus seiner besten Laune machte Rolf Hermann, Geschäftsführer des TuS, keinen Hehl. Sein Lächeln nach Schlusspfiff wurde zum Dauerzustand. Und er machte es mit seinem Statement kurz. „Ich freue mich ganz einfach für alle in unserem Spielkader, für unseren Trainer und seinen Stab und zuallererst für unsere Zuschauer, die gerade mächtig Bock haben, sich diesen TuS N-Lübbecke anzusehen!“
Stimmen zum Spiel:
Davor Dominikovic (TuS N-Lübbecke): „Es war ein richtig schönes Handballspiel, bis zum Ende stark umkämpft. Ein dickes Lob geht an meine Mannschaft, nicht zuletzt was erneut die Abwehraktionen betrifft. Um die 40 Minuten lang sahen sie sich dem „7 gegen 6“ gegenüber. Zuvorderst Yannick Dräger und Jacob Lundahl haben das erneut herausragend gemacht. Vorn haben wir immer wieder gute Lösungen gefunden. Und dann zum Ende hin einen kühlen Kopf behalten. Und ein großes Dankeschön geht auch an unsere Fans. Unglaublich, was die leisten!“
Anel Mahmutefendic (HSC 2000 Coburg): „Es war ein geiles Spiel von beiden Seiten. Vor allem beide Abwehrreihen und die Torhüter – bei Euch wie bei uns – waren toll anzusehen. In der entscheidenden Phase passieren uns dann 2 oder 3 Fehler zu viel. Da blieb der TuS cooler.“
Statistik
TuS N-Lübbecke: F. Genz (3 P.), Grabenstein (13/1 P.); Santos (5), Heiny (1), Hörr, Westerbeck, sturhahn (1), Furu (3), Schulze (4), Lundahl (1), Dräger (1), Hornyak, Blaauw (2), Pabst (4), Blazicko (1), Wieling (5).
HSC 2000 Coburg: Boukovinas (14/1 P.), Apfel; Düsterhöft, Dettenthaler (2), Bis, Ossowski (3), Belbey, Kontrec, Lisac (1), Krone (7), Helmersson (8), L. Valkovskis (1), Röller (1), Lilienfelds, Schmidt (3).
Siebenmeter: 2/3 – Wieling an Boukovinas – 0/1 Schmidt an Grabenstein (20.)
Zweiminuten: Dräger (7.), Lundahl (34. + 50.) – Kontrec (18. + 49.)
Schiedsrichter: Maximilian Engeln und Felix Schmitz






















































